Sulinger Rallye-Pilot misst sich in Spanien mit Weltmeister Sebastian Loeb

Riedemanns Riesen-Chance

Sulingen - Die Creme de la Creme mit Weltmeister Sebasien Loeb geht wieder an den Start – und mittendrin tummelt sich ein Sulinger! Wenn am 20. Oktober in Spanien der vorletzte Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft gestartet wird, ist auch Christian Riedemann am Start.

Volkswagen setzt bei dem Spektakel sein Rallye-Testprogramm mit Nachwuchspiloten fort und wird erneut zwei Skoda Fabia S2000 einsetzen. Am Steuer: das deutsche Duo Christian Riedemann/Michael Wenzel (Sulingen/Kaiserslautern) sowie die spanische Paarung Yeray Lemes/Rogelio Penate. Mit dem Einsatz verfolgt das Team um Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen zwei Ziele: Zum einen die sorgfältige Vorbereitung der Mannschaft auf den Einsatz mit dem Polo R WRC ab 2013, zum anderen die Sichtung junger Piloten, die sich für den Aufstieg in die Top-Liga des Rallyesports empfehlen wollen. „Unsere Probeläufe in Finnland und bei der Rallye Deutschland haben uns bereits wichtige Erkenntnisse gebracht. Allerdings hat jeder WM-Lauf seinen eigenen Charakter – daher ist es besonders wichtig für unsere Mannschaft, in unterschiedlichen Situationen eigene Erfahrungen zu sammeln“, erklärt Nissen: „Christian Riedemann und Michael Wenzel haben bei ihrem Heimspiel einen guten Job gemacht und können nun auf Schotter zeigen, was in ihnen steckt.“

Dabei stehe weniger das sportliche Ergebnis im Vordergrund, sondern vielmehr die komplette Rallye zu absolvieren, um möglichst viel Erfahrung zu sammeln. Für den 23 Jahre alten Riedemann ist es der zweite Einsatz im Volkswagen Werksteam. Gemeinsam mit seinem Co-Piloten Michael Wenzel belegte er bei der Rallye Deutschland Rang drei in der Super-2000-Kategorie und war zugleich bester Deutscher im stark besetzten Feld. Für den Einsatz in Spanien muss sich das Duo umstellen. Ging es rund um Trier fast ausschließlich über Asphalt, gilt es beim katalanischen WM-Lauf um das Küstenörtchen Salou nun zusätzlich zahlreiche Schotterpisten zu bewältigen.

Zunächst einmal aber haben Riedemann und Wenzel die Gelegenheit zu einem anderen Kräftemessen. Von Freitag bis Sonntag steht der vorletzte Lauf zur WRC Akademie auf dem Programm. Im Rahmen der Rallye de France dürfen sich die Deutschen in „ihrer“ Meisterschaft wieder gegen ihre direkten Konkurrenten beweisen. Auf den 17 Wertungsprüfungen mit einer Länge von 296 Kilometern stellen sich besonders die extrem unterschiedlichen Begebenheiten als äußerst tückisch dar.

„Im vergangenen Jahr erschwerten uns schlechte Witterungsverhältnisse die Fahrt, die Strecken waren teilweise völlig mit Schlamm überzogen“, erinnert sich Riedemann: „Die Konkurrenz ist stark. Dennoch sind wir hochmotiviert und wollen unter die ersten drei kommen.“ · flü

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