Saisonstart mit fast unverändertem Citroën

Riedemann hat nichts zu meckern

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Christian Riedemann (rechts) ist vor dem Saisonstart zufrieden mit seinem Citroën und der Arbeit seines Teams. ·

Kreis-Diepholz - AHLHORN/SULINGEN · Christian Riedemann scheint wunschlos glücklich. Der Sulinger Rallye-Fahrer tritt am Samstag mit seiner Co-Pilotin Lara Vanneste zum Start in die neue Saison bei der ADAC Saarland-Pfalz-Rallye an – mit einem im Vergleich zum Vorjahr fast unveränderten Citroën DS3 R3T.

„Wir mussten nichts weiter optimieren“, sagt der 26-Jährige, der mit diesem Boliden 2013 die Rallye d‘Italia auf Sardinien gewonnen und im WM-Klassement den vierten Platz in der WRC3-Klasse gefeiert hatte. „Das, was wir umstellen mussten, haben wir schon während der Saison erledigt“, verriet Riedemann am Rande eines Medientages auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes Ahlhorn im Landkreis Oldenburg. Zu den Modifizierungen zählte ein Update am Sechsgang-Getriebe, anderes Material bei den Zahnrädern und eine Verbesserung der Bremsanlage.

Jetzt „sind wir zuversichtlich“, sagt Riedemann voller Vorfreude auf das Saarland. Für ihn und Vanneste, im aktuellen Ranking die nach Punkten zweitbeste Rallye-Co-Pilotin weltweit, ist das ein besonderer Termin – denn dort begann für beide vor exakt zwei Jahren die gemeinsame Erfolgsgeschichte. Die Belgierin, die Riedemann schon seit 2011 aus dem Testprogramm mit Volkswagen Motorsport kannte, und ihr bisheriger niederländischer Fahrer waren getrennte Wege gegangen, „und wir meinten, dass wir es mal zusammen probieren sollten“, erinnert sich Riedemann.

Dabei blieb's – und in ihrem ersten gemeinsamen Jahr fuhren beide die deutsche Meisterschaft in der Klasse mit Zweiradantrieb und die Vizemeisterschaft in der Gesamtwertung ein. „Es war natürlich super, dass wir dabei auch einige Allradler hinter uns gelassen haben“, erinnert sich der Pilot.

Das Ziel für die nun beginnende Serie, in der das Team in der Junior-Rallye-WM (JWRC) und bei ausgewählten Läufen der Citroën Racing Trophy startet, will der Industriemechaniker und Kfz-Mechatroniker nicht in Zahlen umreißen. „Aber es wäre schön, wenn wir wieder einige der Großen ärgern könnten.“ Und im Frontantrieb-Fahrzeug mit seinen knapp 1 600 ccm Hubraum und 210 PS möglichst frei von Komplikationen bleiben. Zuletzt war das nicht immer der Fall: Im Oktober hatte eine beschädigte Hinterachse während der Rallye de France in Straßburg zu viel Zeit im Service und dementsprechende Strafsekunden gekostet, bei der Deutschland-Rallye schmierte der Citroën während einer Prüfung in einen Weinberg ab. „Es war aber erst der zweite Unfall meiner Karriere“, schildert Riedemann, der seit 2006 Rallyes fährt. Und ginge es nach ihm, müssen nicht noch weitere dazukommen. · ck

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