Lokalmatador gewinnt zum dritten Mal in Sulingen / „Show für Zuschauer gemacht“

Riedemann lässt Worten Taten folgen

Der Sieger lässt es krachen: Christian Riedemann (Mitte) hat es hier auf den Fotografen abgesehen, der aber weit genug entfernt war. Foto: vogler

Sulingen - Von Regine Suling. Er hat seine Ankündigung wahr gemacht: Christian Riedemann wollte gewinnen – und er tat es auch. Der Kirchdorfer entschied mit seinem Beifahrer Michael Wenzel am Samstag im 272 PS starken VW Polo GTO R5 die 32. ADAC-Rallye „Rund um die Sulinger Bärenklaue“ der MSG Sulinger Land für sich.

Der Lokalmatador freute sich über seinen Sieg und spendierte dem Publikum beim abschließenden Rundkurs in Sulingen daher noch ein Extra: „Kurz vor dem Rundkurs hatte ich 33 Sekunden Vorsprung und bin daher quer gefahren und habe ein bisschen Show für die Zuschauer gemacht.“ Mit 28,4 Sekunden Vorsprung lag er am Ende vorne und gewann die Sulinger Rallye nach 2012 und 2016 erneut. „Dieser Gesamtsieg ist Gold wert – und dann noch vor dem eigenen Publikum“, freute sich Riedemann.

Fabian Kreim, der deutsche Rallyemeister von 2016 und 2017, und sein Beifahrer Tobias Braun fuhren im Skoda Fabia R5 auf den Silberrang, Dritte wurden Hermann Gassner jr. und seine Beifahrerin Ursula Mayrhofer im Hyundai i20 R5 – allerdings schon mit einem Rückstand von 1,39 Minuten auf das zweitplatzierte Team.

Hielt gut mit: Der Siedenburger Nico Knacker belegte in Sulingen den 15. Platz. Foto: vogler

Von den knapp 60 Startern, die am Freitagnachmittag die Rallye aufnahmen, kamen am Samstagabend nach 13 Wertungsprüfungen noch 40 Fahrzeuge ins Ziel. Dazwischen lagen anspruchsvolle Wertungsprüfungen, allen voran die auf dem IVG-Gelände in Steyerberg. Auch in Brake/Hardenbostel säumten viele Zuschauer die Straße, als die Fahrzeuge durch den Staub stoben und die für Zuschauer und Fahrerteams gleichermaßen spannende Sprungkuppe nahmen.

Während es für Riedemann und seinen Beifahrer perfekt lief, zwang die Rallye zwei andere Teams aus der Region in die Knie. Matthias Rathkamp (AMC Asendorf) und seine Beifahrerin Larissa Knacker (MSC Siedenburg) schieden nach einem technischen Defekt an ihrem Ford Fiesta ST aus. Ähnlich sah es für den Hustedter Christian Lemke und seinen Asendorfer Beifahrer Mika Jordan (beide AMC Asendorf) aus: „Aufgrund von Technikproblemen konnten wir die Rallye leider nicht beenden. Wir konnten uns jedoch nach unserem Unfall bei der Holsten-Rallye schnell wieder an das Auto gewöhnen und den Speed zurückgewinnen“, sagte Lemke. „Trotzdem hat uns die Rallye bis zur Wertungsprüfung sechs extrem viel Spaß gemacht“, bilanzierte der Hustedter.

Zahlreiche Zuschauer säumten die Strecke bei der 32. Auflage der Sulinger Rallye. Foto: suling

Wesentlich besser lief es für Nico Knacker aus Siedenburg: Zusammen mit seiner Beifahrerin Ella Kremer fuhr er im Citroën C2 R2 Max von Christian Riedemann Platz 15 im Gesamtklassement ein. Auch aus Veranstaltersicht war Riedemann mit der Rallye zufrieden: Das Wetter habe mitgespielt, das Starterfeld mit allein zwölf R5-Fahrzeugen, der höchsten und leistungsstärksten in Deutschland, sei derzeit der Rekord in der aktuellen Deutschen Rallye-Meisterschaft gewesen. Wie viele Zuschauer genau die Strecke und den Rundkurs säumten, konnte der Sieger, der auch im Orga-Team tätig war, nicht sagen. „Man nimmt im Vorbeifahren aber viele Zuschauer wahr. Ich war überrascht, das war sagenhaft“, freute sich der Sieger der Rallye.

Riedemann wird dieses Jahr noch einmal an den Start gehen. Bei der Drei-Städte-Rallye im Oktober geht es ins bayerischen Freyung. „Zum Saisonabschluss will ich da noch mal mit voller Motivation um den Sieg mitkämpfen“, so der Kirchdorfer.

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