Patrik Remmert gibt alles für den TSV Bassum / Mit Eggestein mal im Team

Respekt vor dem „Kampfschwein“

Sportliche Heimat gefunden: Patrik Remmert fühlt sich mittlerweile beim TSV Bassum pudelwohl Foto: Krüger

Bassum - Von Carsten Drösemeyer. Wenn Bassums Co-Trainer Andreas Merdon seinen Leistungsträger Patrik Remmert als „absolutes Kampfschwein“ bezeichnet, dann ist das keineswegs despektierlich gemeint: Schließlich gräbt der Linksverteidiger für den Fußball-Bezirksligisten in vorbildlicher Manier Spiel für Spiel die Außenbahn um und besticht dabei insbesondere durch seinen „fighting spirit“.

„Kampfgeist gehört schon dazu“, betont Remmert: „Sonst setzt man sich im Endeffekt nicht durch.“ Und durchgesetzt hat sich der 22-Jährige bislang stets. Schon mit vier Jahren trat er für die Lindenstädter gegen den Ball und zählte bis zur C-Jugend zu den größten Aktivposten des TSV. Was auch Vereinen wie dem SV Werder Bremen und Hannover 96 nicht verborgen blieb. Beide zeigten Interesse, doch der Zuschlag ging am Ende an die Hanseaten. „Meine ganze Familie ist durch und durch grün-weiß. Deshalb musste ich es einfach bei Werder probieren“, schmunzelt der angehende Steuerfachangestellte. Gesagt, getan: Remmert versuchte bei den B-Junioren des SVW sein Glück – und fand es zunächst auch. „Das waren zwei coole Jahre“, erinnert sich der Youngster: „Im ersten Jahr habe ich mit Werder Regionalliga gespielt und danach sogar in der Junioren-Bundesliga an der Seite von Ole Käuper oder Johannes Eggestein. Ich hatte also nicht die schlechtesten Mitspieler.“

Besonders an „Jojo“, der mittlerweile mit Bruder Maximilian in der Bundesliga für Furore sorgt (beide verlängerten gerade ihre Verträge), hat Remmert nur die besten Erinnerungen: „Ein sehr angenehmer Typ und ein unfassbarer Knipser. Manchmal hat er zwar die ganz einfachen Dinger liegen gelassen, aber dafür aus den unmöglichsten Situationen getroffen. Sein Talent konnte schon in der B-Jugend jeder sehen.“

Auch sein eigenes Talent konnte sich sehen lassen, aber für den ganz großen Sprung in den Profibereich langte es dennoch nicht. „Nach den zwei Jahren in der B-Jugend wurde mir ein Wechsel nahe gelegt“, blickt Remmert mit etwas Wehmut zurück: „Natürlich habe ich auch kurzzeitig vom Einlaufen ins Weserstadion geträumt. Aber als kleiner Junge vom Dorf war das schon ein schwerer Weg.“

Verbittert wirkt der 22-Jährige darüber allerdings keinesfalls: „Ich bin ein realistischer Mensch. Nicht jeder talentierte Kicker wird Profi.“ Deshalb verlor Remmert trotz des geplatzten Traums auch nicht die Lust am Fußball und kehrte über die Station TuS Sulingen („Da habe ich leider nie die Chance bekommen, mich in der Ersten zu beweisen.“) zu seinem Heimatverein zurück.

Laut Remmert alles andere als ein Rückschritt: „Hier fühle ich mich wohl und kann mit meinen Kumpels kicken. Auch wenn ich natürlich den Ehrgeiz habe, mit Bassum weiter oben mitzumischen.“ Merdon wird die Aussage wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Er und sein Chef Torsten Klein halten große Stücke auf ihr „Kampfschwein“, wie Merdon betont: „Patrik ist ein kämpferisches Vorbild und macht viel Dampf nach vorne. Wir werden bestimmt noch viel Freude an ihm haben.“ Mit Sicherheit. Im Weserstadion dürfte Remmert zwar nicht mehr auflaufen, dafür aber weiterhin für den TSV den Rasen umpflügen. Und das hat ja auch seinen Reiz.

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