Bundesliga-Report

Duo vertraut sich blind: Unterwegs mit zwei Profi-Handball-Schiris

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Paulo Ribeiro unterstreicht eine seiner Entscheidungen beim Zweitliga-Hit mit einer klaren Geste.

Was macht eigentlich ein Handball-Schiedsrichter vor dem Spiel? Was währenddessen und was danach? Unser Reporter hat zwei Bundesliga-Schiris bei einem Spiel in Lübbecke begleitet und hat dabei so besondere Einblicke bekommen wie nur wenige zuvor.

Lübbecke – Vor der Kreissporthalle in Lübbecke, die inzwischen Merkur Arena heißt, tollen zu später Stunde ein paar Jungs herum. Paulo Ribeiro und Pawel van Lück-Fratczak schlendern mit ihren dicken schwarzen Kempa-Taschen zu ihren Autos. Die beiden Handball-Schiedsrichter grüßen freundlich und lächeln. Sie sind bestens gelaunt, denn alles ist perfekt gelaufen.

Beim 26:21 des TuS N-Lübbecke im Kracher der 2. Handball-Bundesliga gegen Spitzenreiter HSC 2000 Coburg haben die routinierten Referees in einer ihrer fünf Partien im Februar (meistens sind es drei oder vier pro Monat) eine starke Vorstellung hingelegt – und die Kreiszeitung war über sechs Stunden lang dabei. Hautnah, näher geht nicht. Die zwei Top-Schiedsrichter vom TuS Wagenfeld, die seit Jahren zu den besten in Deutschland gehören, lassen den Reporter stets dabei sein (auch in der Schiri-Kabine) und gewähren Einblicke in ihren Alltag am Spieltag. Das ist extrem selten – und enorm interessant.

Zur Einstimmung gibt es in Diepholz Butterkuchen und Xavier Naidoo

Die spannende Reise beginnt mit Kaffee und Butterkuchen. Ribeiro hat aufgetischt, im Wohnzimmer seines Hauses in Diepholz steht der kleine Nachmittags-Snack zur Stärkung vor der abendlichen Action schon bereit. Im Hintergrund ist aus einer Box die Stimme von Soulsänger Xavier Naidoo zu hören. „Ihn oder die Söhne Mannheims höre ich gerne zum Entspannen“, erzählt Ribeiro.

Auf den Tag genau seit 26 Jahren arbeitet der 47-Jährige in der Produktion beim Autoteil-Großhändler ZF Lemförder in Diepholz. Die Arbeitstage beginnen um sechs Uhr. Aber heute hat er sich freigenommen, um optimal vorbereitet zu sein. Ausschlafen, spät frühstücken, ein bisschen spazieren gehen. Alles ganz in Ruhe. „Ich muss auch mental frisch sein“, sagt Ribeiro, der seit 15 Jahren in zweiter Ehe mit der Brasilianerin Monica aus Rio de Janeiro verheiratet ist.

„Sie unterstützt mich total, ist wie ein Sechser im Lotto für mich“, schwärmt der Portugiese, der aus einer früheren Beziehung die Kinder Marvin (21) und Celina (17) hat. Meistens sprechen Paulo und Monica Deutsch miteinander, nur manchmal Portugiesisch.

Es kann losgehen: Die Spieler von N-Lübbecke (links) und Coburg stehen bereit – die beiden Referees Paulo Ribeiro (Mitte, links) und Pawel van Lück-Fratczak vom TuS Wagenfeld pfeifen gleich an.

Die beiden Schiedsrichter treffen sich oft am Kamener Kreuz

Als Kaffee und Kuchen vertilgt sind, geht’s los, in Ribeiros silbernem Kombi in Richtung Lübbecke. Van Lück-Fratczak (44), sein polnischer Schiedsrichter-Partner, ist nicht an Bord. Bei Spielen im Westen oder Süden Deutschlands treffen sie sich oft am Kamener Kreuz, fahren dann gemeinsam weiter. Diesmal reist van Lück-Fratczak, der seit 20 Jahren in Geldern (Nordrhein-Westfalen) wohnt und in Moers als Physiotherapeut tätig ist, direkt an. Der Besuch bei seiner Mutter in Diepholz fällt diesmal aus.

Im Auto schildert Ribeiro, der selbst junge Schiedsrichter ausbildet, wortreich den steilen Aufstieg des Duos bis in die höchsten deutschen Spielklassen bei Männern und Frauen. Die Zeit vergeht wie im Flug. „Handball ist meine Leidenschaft. Wenn ich darüber spreche, leuchten meine Augen – und Pawels sicher auch“, meint Ribeiro. Man sieht’s.

Nach einer Dreiviertelstunde parkt er neben der Halle. Van Lück-Fratczak wartet schon und plaudert mit Coburgs Trainer Jan Gorr, der mal Assistent von Martin Heuberger bei der deutschen Männer-Nationalmannschaft war. Ribeiro kommt dazu und lässt gleich wissen, dass er weiß, was der Coach in der letzten Woche getan hat.

Zwei-Minuten-Strafe im Spiel gegen Aue. „Was war da los?“, fragt Ribeiro mit einem Schmunzeln. „Das hast du gesehen?“, entgegnet Gorr. Natürlich hat er das. Via Video. „Wir wollen immer perfekt vorbereitet sein“, betont Ribeiro später, „das haben alle Beteiligten verdient.“ Die Vorab-Analyse der Teams gehöre freilich dazu.

Handball-Schiri van Lück-Fratczak: Beim Spiel im Wettkampfmodus

Wenig später laufen den beiden auf dem Parkplatz auch noch Nettelstedts Trainer Emir Kurtagic und Roman Becvar, der bei der EM für Tschechien im Einsatz war, über den Weg. „Hast gut gespielt“ – „Danke“ – der nächste Smalltalk ist erledigt. „Vor und nach den Spielen sind wir immer locker drauf“, berichtet van Lück-Fratczak beim anschließenden Kaffee (er mit Milch, Ribeiro schwarz) im VIP-Bereich, „aber während des Spiels sind wir im Wettkampf-Modus und nicht immer freundlich zu den Spielern – aber die auch nicht zu uns.

Es gehe in ihrem Job viel um klare Kommandos, passende Körpersprache und Mimik. „Als Schiri muss man seine Entscheidungen immer gut verkaufen“, findet van Lück-Fratczak: „Und ganz wichtig: Du darfst dich nicht verbiegen.“

Das Gespräch wird unterbrochen, weil sich ein paar Wagenfelder „Urgesteine“ (Ribeiro) dazugesellen. Wilhelm „Ali“ Fenker, Friedhelm Fehner, Walter Cording und Wilhelm Schröder sorgen für ein großes Hallo. „Immer toll, wenn man sich mal trifft“, meint Ribeiro. Nach einer kurzen Diskussion über das Aus des Männer-Bundestrainers Christian Prokop – die einen finden es gut, die anderen nicht – müssen die beiden Schiedrichter weiter.

Handarbeit: Die persönlichen Strafen für die Spieler schreiben sich die Schiedsrichter nicht auf Karten.

Van Lück-Fratczak packt Klatschpappen für seine Kinder ein

Die unmittelbare Spielvorbereitung beginnt rund anderthalb Stunden vor dem Anwurf um 19.30 Uhr. Auf dem Weg in die Kabine, wo schon belegte Brötchen und Getränke warten, steckt van Lück-Fratczak ein paar Klatschpappen für seine Kinder Tom (10) und Maja (8) ein: „Damit können sie die Mutti ärgern .“ Seine Frau Yvonne, deren Nachnamen van Lück er seit der Hochzeit auch trägt, wird sich freuen...

Das Procedere vor Spielen ist fast immer das gleiche, die Aufgaben sind klar verteilt. Ribeiro checkt die Headsets, van Lück-Fratczak macht derweil die Fahrtkostenabrechnung. Heute erhalten die Zwei für die Leitung der Partie jeweils 400 Euro – brutto. Nach Abzug der Steuer bleibt nur ein kleines Sümmchen übrig für den großen Aufwand, den sie in ihrem Nebenjob betreiben. „Wir machen es auch nicht wegen des Geldes, sondern wegen der Freude am Handball“, betont van Lück-Fratczak.

Nach dem ersten Hineinschnuppern in die Halle macht der 44-Jährige noch rasch ein Selfie inklusive Snapchat-Bearbeitung für Tochter Maja. Weil ihr ein Zahn gezogen wurde, ist sie heute mal nicht mit in der Halle. „Sonst ist sie oft dabei, als unser Maskottchen und Glücksbringer“, verrät Ribeiro. Und wenn Tom die Zwei begleitet, tanzen alle in der Kabine gerne ein bisschen zu Lady Gaga oder „Despacito“ – zur Auflockerung und für das „gute Feeling. Tom ist dann unser DJ“, sagt Papa Pawel.

Ein Selfie für Maja: In ihrer Kabine posieren Ribeiro und van Lück-Fratczak für dessen Tochter.

Technische Absprechung kurz vor dem Handball-Spiel

Um 18.30 Uhr kommen Vertreter beider Vereine sowie Zeitnehmer und Sekretär zur technischen Besprechung vorbei. Wer trägt welche Trikotfarben? Wie ist der genaue Ablaufplan? Nettelstedts Co-Trainer Hans-Georg Borgmann flachst: „Will keiner die Mettbrötchen mit Zwiebeln? Ich nehme sie sofort.“ Nach fünf Minuten sind alle wieder raus.

Zeit zum Umziehen und Vorbesprechen. Worauf müssen sie achten? Wer provoziert gerne mal? Welche Linie wollen sie fahren? „Wir müssen als Schiedsrichter berechenbar sein“, unterstreicht van Lück-Fratczak: „Wir sind nicht streng, aber konsequent – egal, in welcher Liga.“ Und das, ergänzt Ribeiro, „verschafft uns eine hohe Akzeptanz“. Auf dem Feld duzen sich Spieler und Schiedsrichter übrigens.

Noch 35 Minuten. Aufwärmphase. Zunächst laufen sich die beiden gemeinsam warm, dann einzeln. Eine Viertelstunde vor Beginn geht’s zurück in die Kabine. Dehnen, Headsets anlegen, Karten und Pfeifen schnappen. Und los! Erst werden die Mannschaften vorgestellt, dann kommen die Schiedsrichter. „Vom TuS Wagenfeld“, wird vom Hallensprecher durchgesagt.

Schiedsrichter müssen bei Handball-Spiel in Lübbecke schnell sein

Während der Partie ist schnell klar: Auf diesem Niveau und bei diesem heftigen Tempo muss man als Referee schnell sein, schnell entscheiden und bei der Atmosphäre – die 1 629 Zuschauer machen reichlich Lärm – cool bleiben. Körperlich, sagen sie, sei auch ein Zweitliga-Spiel gar nicht mal so anstregend (sie trainieren ja auch zwei- bis dreimal die Woche und sind fit) – mental dagegen schon. Man müsse 60 Minuten lang voll fokussiert und auf alle möglichen Szenarien vorbereitet sein.

Das sind sie. Sie kommunizieren viel, haben alles im Griff – doch erleben in der 22. Minute etwas, das sie in ihrer langen Schiedsrichter-Zeit noch nie erlebt haben. Keine Gelbe Karte, keine Zeitstrafe – sondern direkt Rot. Coburgs Tobias Varvne hat Nettelstedts Becvar, der frei am Kreis war, den Wurfarm zurückgerissen. Der Tscheche stürzt heftig, muss runter und kommt erst kurz vor Spielende zurück. „Eine klare Rote Karte, weil es gesundheitsgefährdend war“, erklärt van Lück-Fratczak in der Pause. Protestiert hat niemand.

In der Kabine nehmen sich die beiden bei einem Fläschchen Apfelsaft vor, genau so weiterzupfeifen: „Es läuft ja.“ Auf ihren Händen, auf denen sie mit Kuli die persönlichen Strafen notieren (geht schneller als auf den dafür vorgesehenen Karten) steht nach 30 Minuten nicht viel drauf.

Gerade gepfiffen – und weiter geht’s: Pawel van Lück-Fratczak und sein Schiri-Kollege Ribeiro müssen schnell auf den Beinen sein.

Wichtigste Entscheidung in dem Handball-Spiel: eine rote Karte

Weil Nettelstedt im zweiten Durchgang nur kurz wackelt und es wegen der Überlegenheit der Hausherren nicht mehr hitzig wird, haben van Lück-Fratczak und Ribeiro an diesem Abend leichtes Spiel. Ihr Resümee: „Hat alles super geklappt.“ Die Beurteilungen per Punktzahl, die beide Vereine den Schiedsrichtern geben können, dürften ebenfalls positiv sein. „Wir haben die Big Potatoes eingesammelt“, sagt Ribeiro – die dickste Kartoffel, also wichtigste Entscheidung, ist in dieser Partie die Rote Karte.

Auch als Coburgs Florian Billek hinterher in die Kabine kommt und eine Regelfrage geklärt haben möchte, reagieren die Zwei souverän. Sie werden die entsprechende Szene, in der Billek eine Rote Karte für Nettelstedts herausstürmenden Keeper Peter Tatai für angebracht gehalten hätte, zur Klärung an die Regelhüter beim Deutschen Handball-Bund (DHB) weiterleiten.

Als die Nettelstedter kurz darauf in ihrer Kabine einen Hit des Entertainers Christian Steiffen grölen, stehen van Lück-Fratzcak und Ribeiro nach getaner Arbeit noch unter der Dusche. Im VIP-Bereich treffen sie kurz darauf wieder auf die Wagenfelder, noch ergänzt durch Peter Pickel. Bei Pulled und Turkey Pork, Kartoffelgratin und Mini-Spare-Rips gibt es die Abschluss-Analyse mit den alten Weggefährten, „die wir als Jugendliche von der Tribüne aus mit Trommeln angefeuert haben“. Ribeiro erinnert sich an eine „tolle Zeit“.

Der Tenor beim Fazit: Alle sind sehr zufrieden mit der Schiedsrichter-Leistung. Als Ex-Nationalspieler Pickel geht, bringt er es – an van Lück-Fratczak und Ribeiro gerichtet – auf den Punkt: „Macht weiter so.“

Die Wagenfelder mit ihren Wagenfeldern: Paulo Ribeiro und Pawel van Lück-Fratczak sitzen nach dem Spiel gemütlich zusammen mit (von links) Peter Pickel, Wilhelm Schröder, Walter Cording, Friedhelm Fehner und Wilhelm "Ali" Fenker.

BLICKPUNKT: „Wir wollten eigentlich nichts erreichen“

Diepholz/Geldern – Dass Pawel van Lück-Fratczak und Paulo Ribeiro überhaupt gemeinsam an der Pfeife gelandet sind, ist ein Zufall. Beide spielten damals Handball in der Ersten Herren des BSV Rehden, 1,93-Meter-Hüne van Lück-Fratczak im Rückraum, Ribeiro am Kreis. „Ich hatte schon so meine 115 Kilo drauf, dazu eine lange Mähne – ich war ein Tier“, erinnert sich Ribeiro, der mittlerweile deutlich leichter und durchtrainierter ist, mit einem Schmunzeln.

Die Rehdener wurden Kreisliga-Meister, mussten aber, um in die Bezirksliga aufsteigen zu dürfen, ein Schiedsrichter-Gespann stellen. Ribeiro, der als einziger bereits einen Schein (nur für Kreisebene) besaß, fragte rum – und van Lück-Fratczak sagte zu.

„Wir wollten als Schiris eigentlich nichts erreichen, nur selbst Bezirksliga spielen. Und unser erster Lehrgang zusammmen war eine Katastrophe“, sagt Ribeiro und lacht. Aber schon in einem ihrer ersten Spiele saß ein Beobachter und wunderte sich. Ribeiro: „Er hat gefragt, warum wir so wenig pfeifen. Wir sollen doch bitte mehr machen.“

Die beiden Handball-Schiris pfeifen schon seit 20 Jahren zusammen

Sie taten es tatsächlich – und legten eine bemerkenswerte Karriere hin. Im Sommer sind es nun schon 20 Jahre Seite an Seite, aktuell 375 Spiele in den Bundesligen! Fast nach jeder Saison ging es eine Klasse höher, seit 2007 pfeifen sie – inzwischen wieder für ihren Heimatclub TuS Wagenfeld – in der Männer- und Frauen-Bundesliga. 

Ribeiro, der im Alter von 15 Jahren mit seinem jüngeren Bruder Mario als Referee („aber nur vereinsintern“) angefangen hatte, gehört mit 47 Jahren zu den ältesten Schiris im Deutschen Handball-Bund (DHB).

Ein Highlight war der erste Auftritt beim THW Kiel. „Vor 10.500 Zuschauern – da denkst du dir: geil!“, meint Ribeiro. Auch das Spiel in Hamburg, als der noch sehr unerfahrene van Lück-Fratczak gleich mal HSV-Star Pascal Hens mit Rot zum Duschen schickte, bleibt unvergessen.

Schiedsrichter haben mittlerweile Altersgrenze überschritten

Weil sie mittlerweile die Altersgrenze überschritten haben, dürfen sie nicht mehr in der 1. Liga der Männer pfeifen – momentan sind sie meistens eine Klasse tiefer im Einsatz, ab und zu auch in der 1. Frauen-Bundesliga.

„Wir sind gute Freunde und vertrauen uns blind“, betont van Lück-Fratczak. „Ich kann mir keinen besseren Schiri-Partner vorstellen als Pawel“, schwärmt Ribeiro und fügt mit Blick auf die Laufbahn der Zwei an: „Diese Reise, die wir machen, war so nicht zu erwarten – und ich bin stolz darauf, was wir erreicht haben.“ Wie lange sie noch pfeifen, wollen sie Jahr für Jahr entscheiden. „Spätestens mit 50“, sagt Ribeiro, „ist aber Schluss“.

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