Heiligenrode muss gegen Göttingen und unverhofft auch gegen Marienwerder ran

Relegation kein Zuckerschlecken

Heiligenrodes Kapitän Christian Dörner bangt noch um seinen Relegations-Einsatz Anfang Mai.

Kreis-Diepholz - HEILIGENRODE (drö) · Das wird kein Zuckerschlecken für Tischtennis-Verbandsligist TSV Heiligenrode. Eigentlich vor Wochenfrist fast schon gerettet, verdrängte der SC Hemmingen-Westerfeld Dietmar Scherf und Co. am letzten Spieltag noch vom rettenden siebten Platz.

Bittere Konsequenz: Heiligenrode muss sich am 7. Mai in eigener Halle mit Torpedo Göttingen und dem SV Marienwerder in der Relegation um den letzten freien Verbandsligaplatz balgen.

Dass es allerdings zum Aufeinandertreffen mit Marienwerder kommt, ist ein Fall fürs Kuriositätenkabinett. Der Grund: Landesligist Marienwerder, in dessen Reihen auch der ehemalige Syker Kai Tödtemann aktiv ist, benötigte im letzten Saisonspiel gegen den VfL Grasdorf nur ein Remis zur Meisterschaft und lag gegen das Team des langjährigen Martfelder Spitzenspielers Olaf Mindermann auch bereits mit 8:5 in Front. Damit war Tödtemann und Co. der Verbandsliga-Aufstieg nicht mehr zu nehmen – dachte Marienwerder zumindest, einigte sich mit Grasdorf darauf, die restlichen Spiele abzuschenken und widmete sich fortan mehr den alkoholischen Kaltgetränken. Nicht weiter schlimm, sollte man meinen. Doch Staffelleiter Lothar Fricke sah dies komplett anders, wertete das Marienwerder Verhalten als krass sportwidrig und entschied auf 9:0 für Grasdorf. Komplett unverhofft kam der TuS Seelze so zum Titelgewinn, während für Marienwerder nur der Relegationsplatz übrig blieb. „Es ist unfassbar. Wir haben niemand geschädigt und werden trotzdem bestraft“, konnte Tödtemann den Alleingang von Fricke nicht fassen.

Für Marienwerder sicherlich der Super-GAU, doch auch für Heiligenrode keineswegs ein Grund zur Freude. „Seelze hätte uns besser gelegen“, seufzt TSV-Kapitän Christian Dörner. Glücksgefühle löst der zweite Gegner Torpedo Göttingen bei Dörner ebenfalls nicht aus: „Die haben praktisch keinen Schwachpunkt und sind gerade im oberen Paarkreuz bärenstark. Das wird nicht leicht. Als Favoriten sehe ich uns nicht.“

Zumal Dörner an einem Muskelfaserriss laboriert und eventuell aussetzen muss. „Es wird ganz eng“, befürchtet Dörner das Schlimmste. Erster Ersatzmann wäre Oldie Marius Hubert, der aber nicht an Dörners Niveau heran reicht. Wie gesagt: Es wird kein Zuckerschlecken für Heiligenrode.

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