„Fühlt sich etwas surreal an“

Reise ins Ungewisse: Korbballteams müssen schauen, wo sie stehen

Dieses Duell gibt’s auch in der kommenden Saison: Heiligenrodes Stefanie Welge (am Ball) trifft auf Katja Freiheit vom Niedersachsenligisten TV Stuhr.
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Dieses Duell gibt’s auch in der kommenden Saison: Heiligenrodes Stefanie Welge (am Ball) trifft auf Katja Freiheit vom Niedersachsenligisten TV Stuhr.

Syke – Endlich hat das Warten ein Ende: Am Wochenende startet auch die Korbball-Niedersachenliga wieder in die Saison. Alle Diepholzer Mannschaften sind heiß auf den ersten Spieltag und hoffen auf etwas Normalität im Ligaalltag.

Anfang Juni startete der SV Heiligenfelde langsam wieder mit dem Training, ehe es nach den Sommerferien so richtig los ging. Das Trainer-Paar Jörg und Frauke Spalkhaver konnte dabei jedoch nie auf den gesamten Kader zurückgreifen, da immer wieder die eine oder andere Spielerin von Verletzungen geplagt ist. „Doch so viele Freundschaftsspiele wie in dieser Vorbereitung haben wir noch nie bestritten. Da gab’s ja auch großen Nachholbedarf“, erklärt Frauke Spalkhaver. Eine Prognose ist schwierig abzugeben, denn noch ist nicht abzusehen, wie sich die anderen Teams entwickelt haben – an einem Platz in der oberen Tabellenhälfte möchte der SV aber arbeiten. „Unter den Voraussetzungen des vergangenen Jahres ist dieses Ziel aber flexibel“, so das Trainerteam. Für Davina Dräger ist Jasmin Boschen nun als Ersatzkorbfrau in die Mannschaft gerückt, und auch Svenja Isensee unterstützt den SVH jetzt in der ersten Mannschaft.

Stenogramme

TV Stuhr: Katharina Drawert, Ivonne Jensen, Birthe Harzmeyer, Laura Nordloh, Kristin Wessels, Victoria Wessels, Jasmin Rudolph, Stephanie Neuhaus, Melina Kramer, Victoria Bialek, Katja Freiheit, Laura Freiheit, Charlene Frank

SV Heiligenfelde: Vanessa Boschen, Ina Bruns, Kerstin Evers, Svenja Löhmann, Christine Gröhler, Diana Hildebrandt, Frederike Janshen, Jasmin Boschen, Svenja Isensee.

TSV Heiligenrode II: Sonja Berndt, Sidney Bothmer, Linda Brings, Gabi Brosowsky, Tanja Cassens, Lina Jensen, Jette Speckmann, Meike Sollte, Stefanie Welge, Stina Witte.

TSV Barrien: Sarah Zieske, Jasmin Jaentsch, Vanessa Priem, Johanna Grünhagen, Kristin Rumpsfeld, Jana Nullmeyer, Lea Nullmeyer, Fenna Alfke, Stephanie Kröner, Anna Seevers.

FTSV Jahn Brinkum II: Jasmin Peters, Katharina Zimmer, Franziska Menke, Alina Timmermann, Sonja Waltl, Maren Bolder, Katja Neumann, Yvonne Daneke, Laura Reinberger, Sandra Wellmann, Lynn Baron, Sarah Elfers.

FTSV Jahn Brinkum: Marlene Kamp, Carina Bösselmann, Dana Stöver, Emma Preuß, Carina Ehresmann, Alina Childs, Zoe Roos, Lea Reiners, Insa Knipper.

TuS Sudweyhe II: Vanessa Schulenberg, Bianca Moritz, Jana Nullmeyer, Laura Teske, Katharina Oltmann, Joana Peters, Lucia Stannius.

Beim TV Stuhr war der Zusammenhalt in der Mannschaft innerhalb der letzten anderthalb Jahre ungebrochen. Zwar fehlte oft die gewohnte Intensität und ein absehbares Ziel, aber die Motivation im Team von Oliver Ihde war groß, als es im Frühjahr mit dem Outdoor-Training wieder losging. „Dabei traten auch schnell die Defizite zu Tage, die wir aber nach einigen Trainingseinheiten in den Griff bekommen haben“, macht Ihde deutlich. Mit Blick auf das Saisonziel gibt der Coach eine klare Richtung vor: Ein Medaillenrang soll’s schon sein. Nach den Abgängen von Lidia Kulas und Jasmin Tamsen wirkt nun Melina Kramer aus der eigenen Jugend bei diesem Vorhaben mit.

Für den TSV Heiligenrode II liegt der Fokus auf der Integration der Jugend in den Damenbereich. Die beiden neuen Trainerinnen Ina Kattau und Imke Meyer wären zufrieden, wenn dabei ein Platz in der Tabellenmitte herausspringen würde. „Wir haben immerhin vier Abgänge zu verkraften – dafür folgen aber auch drei motivierte Jugendliche aus dem eigenen Verein, die es schnellstmöglich gilt, ins Team zu integrieren“, erklärt Kattau.

Für den Absteiger aus der Bundesliga Nord, den TSV Barrien, hatte die Corona-Pause sogar etwas Gutes: Zwei Spielerinnen sind aus der Babypause zurückgekehrt, sodass die Mannschaft nun wieder in voller Stärke angreifen kann. Dabei schielt der TSV natürlich in Richtung Wiederaufstieg, aber Trainerin Anna Seevers weiß auch: „Höchste Priorität hat erst mal die Rückkehr in den normalen Spielfluss und der regelmäßige Teamsport.“ Der Teamgeist jedenfalls hat in Barrien nie gelitten. Regelmäßig traf sich das Team online. Da war von Yoga bis Krafteinheiten alles dabei. Schließlich freuten sich aber alle auf die Halle und die ersten Trainingsspiele, in denen das Spielverständnis und alte Mechanismen wieder aktiviert wurden. „Noch fühlt es sich etwas surreal an, aber wir sind alle heiß. Warum sollten wir – unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen – nicht auch wieder Spieltage absolvieren können?“, sieht Seevers dem Saisonstart zuversichtlich entgegen.

Freut sich auf den Saisonstart in Thedinghausen: Dana Stöver (rechts) vom FTSV Jahn Brinkum.

Wohin die Reise beim FTSV Jahn Brinkum II geht, wird sich wohl erst im Laufe des Spielbetriebs zeigen. Aktuell steht die Mannschaft ohne Trainer da, und auch der Start in die Trainingseinheiten nach der Corona-Pause war holprig. „Für einige war es doch recht schwer, die Motivation wiederzufinden, und die Trainingsbeteiligung ließ zu wünschen übrig“, beschreibt Spielerin Sarah Elfers. Glücklicherweise werden die Damen von zwei Angehörigen einmal die Woche konditionell getriezt. Ein Saisonziel ist so schwierig zu formulieren. „Für uns ist es erst mal wichtig, an einem Wettkampf teilzunehmen und den Spaß am Korbball aufrecht zu erhalten“, unterstreicht Elfers.

Für die Konkurrenten aus dem eigenen Verein, dem FTSV Jahn Brinkum, bedeutete der Trainingsstart ebenso einen völligen Neuanfang, denn die ersten Trainingseinheiten waren nicht ganz einfach. „Auf Trainingsspiele haben wir zunächst einmal verzichtet, wir wollten erst wieder zu uns finden“, unterstreicht Thorsten Böger. Mit der Formulierung eines Saisonziels hält sich der Trainer noch zurück: „Die Ziele können wohl erst nach den ersten Spieltagen festgelegt werden.“

Der TuS Sudweyhe II ist dem Abstieg in der letzten Saison zwar nur knapp von der Schippe gesprungen, Coach Torsten Hollendiek sieht das jedoch ganz entspannt: „Ich sehe diese Mannschaft eher als ein Projekt, mit dem Ziel, die Jugendspielerinnen an den Frauenbereich heranzuführen.“ Fünf Stammspielerinnen werden dabei durch Korbballerinnen aus der A- oder B-Jugend ergänzt. Hollendiek, der sonst nur Jugendmannschaften trainiert, unterstützt dieses Projekt gerne – um junge Spielerinnen zu fördern, die von der Erfahrung der Älteren profitieren. „Der Klassenverbleib wäre schon schön, aber ein klares Ziel gibt es nicht. Wir können jeden schlagen, aber auch gegen jeden Probleme bekommen, da uns durch diesen Mix hier und da die Spielpraxis fehlt“, gibt Hollendiek zu.

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