Reingekommen, Strafwurf gehalten und wieder ab auf die Bank / Barnstorf siegt 31:20

Keeper Kasperlik für eine Ballberührung gefeiert

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Barnstorfs siebenfacher Torschütze Laurynas Palevicius (beim Wurf) glänzte gegen die TSG Hatten-Sandkrug besonders beim Verwerten von perfekt eingeleiteten Gegenstößen.

Diepholz - Von Gerd Töbelmann. Platz zwei in der Handball-Oberliga der Männer zu erreichen, fiel der HSG Barnstorf/Diepholz recht schwer – die erste Verteidigung hingegen war am Samstagabend ein Kinderspiel. Das Team von Trainer Dag Rieken fegte den Tabellen-Drittletzten TSG Hatten-Sandkrug mit 31:20 (17:11) aus der Diepholzer Mühlenkamp-Halle.

Neben den fehlenden Arunas Srederis (verletzt) und Kamil Chylinski (wegen seines Studiums verhindert) konnte sich Rieken noch den Luxus leisten, auch auf Martin Golenia zu verzichten. Der Kapitän und Abwehrchef krächzte nach dem Match: „Ich war zuletzt stark erkältet. Heute musste es nicht unbedingt sein, dass ich spiele.“

Nur in den ersten Minuten war es eine Partie auf Augenhöhe. „Bis zum 5:5 war ich nicht so zufrieden. Da haben wir hinten zu viel zugelassen“, sagte Rieken.

Aber ab der zehnten Minute ging bei den Gastgebern vor nur gut 200 Zuschauern so richtig die Post ab. Keeper Donatas Biras hielt mehrfach glänzend, die 5:1-Deckung klappte besser, und vorn schlugen die ersten und zweiten Wellen ein. Folge: Die HSG setzte sich bis zur 21. Minute auf 11:5 ab, wobei sich besonders Rechtsaußen und Gegenstoß-Spezialist Laurynas Palevicius hervortat, dabei aber auch von Biras’ millimetergenauen Abwürfen profitierte.

So stand bereits Mitte der ersten Halbzeit fest, dass Hatten-Sandkrug seinen Coup vom 27. September 2013 nicht würde wiederholen können, denn damals fügte die TSG den Barnstorfern die letzte Heimniederlage bei. Hattens Coach Grzegorz Goscinski war schon vor dem Match skeptisch: „Mir fehlen wichtige Spieler. Das wird heute wohl zu schwer.“ Und nach der Pleite bilanzierte er: „Die Barnstorfer Gegenstöße haben uns das Genick gebrochen. Da war heute nichts drin. Wir müssen gegen andere Gegner punkten, um die Klasse noch zu halten.“ Momentan hat sein Team noch ein Polster von vier Punkten zu den beiden Regelabsteigern.

Barnstorf indes strebt andere Ziele an. Der zum Saisonende nach Edewecht wechselnde „Halblinke“ Tobias Meyer (sechs Tore) meinte: „Das wird schwer genug, den zweiten Platz zu verteidigen.“ Während es seine Kollegen nach dem klaren Vorsprung schon mal lässiger angehen ließen, wirkte der 25-Jährige ab und an etwas zerknirscht. Lag das vielleicht daran, dass es Meyer nach Veröffentlichung seines Wechsels vor eigenem Publikum besonders gut machen wollte? Der gebürtige Syker bestritt dies: „Sah vielleicht so aus, aber ich bin eben ehrgeizig und möchte immer möglichst gut spielen. Heute hat das in einigen Szenen nicht geklappt.“

Über Meyers Nachfolge im linken Rückraum ist noch nicht entschieden worden. Rieken zu diesem Thema: „Wir reden momentan mit zwei potenziellen Kandidaten.“

Nach dem 17:11 zur Pause ließen die Hausherren auch im zweiten Abschnitt nichts anbrennen. Über 20:13 (36.) und 26:16 (50.) gab es ein souveränes 31:20. Zwei Dinge waren aber dennoch bemerkenswert. Erstens: Barnstorf bekam keinen einzigen Siebenmeter zugesprochen und zweitens: Der als dritter Keeper aufgestellte Jacob Kasperlik hatte in der 51. Minute nur eine einzige Ballberührung – hielt dabei aber einen Strafwurf von Jürgen Erdmann und wurde von Fans und Mitspielern frenetisch gefeiert.

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