Sulinger Derby geht mit 2:1 an den Ligazweiten / Kafemann mit zwei Toren der Matchwinner

Der FC ist reif für die Relegation

TuS-Keeper Tim Bösche spielte in der zweiten Halbzeit mit Schmerzen im Ellenbogen. Das 1:2 von Kafemann, so Bösche später, hätte er aber auch schmerzfrei „nicht gehalten“.
+
TuS-Keeper Tim Bösche spielte in der zweiten Halbzeit mit Schmerzen im Ellenbogen. Das 1:2 von Kafemann, so Bösche später, hätte er aber auch schmerzfrei „nicht gehalten“.

Sulingen - Von Arne HelmsSie hatten kräftig Besserung gelobt nach dem müden 0:0 im Hinspiel, die Fußballer der Bezirksligisten FC und TuS Sulingen. Tatsächlich lieferte das zweite Derby der Saison den rund 300 Zuschauern auf der Anlage des FC gestern mehr Schwung – und einen Gastgeber, der dank eines 2:1 (1:0) als Teilnehmer an der Aufstiegsrelegation feststeht.

Dem Team von Coach Dirk Meyer ist der Rang hinter Meister Eilvese nicht mehr zu nehmen. Obwohl das vor der Serie wohl kaum jemand für möglich gehalten hatte, schwappte nach dem Schlusspfiff keine Welle der Euphorie durch Nordsulingen. „Wir haben noch nichts erreicht“, erklärte Meyer, „deswegen muss hier auch keiner rumhüpfen und rumbrüllen.“ Es war zudem nicht zu übersehen, dass der Sieg dem FC-Coach fast unangenehm war. „Hier hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen“, gab Meyer zu. Weil der Lauf der Rückrunde für den FC jedoch weitergeht und er sich mal wieder auf die Tore von Svend Kafemann verlassen konnte, fand TuS-Trainer Walter Brinkmann, dass die drei Punkte für den Stadtrivalen schlussendlich „nicht unverdient“ waren.

Die ersten 45 Minuten waren allerdings mindestens ausgeglichen verlaufen, den Anspruch auf ein leichtes Übergewicht hatten eher die Gäste vom TuS. Der „Hühnerhaufen“ (Dirk Meyer) vom FC ging trotzdem mit 1:0 (12.) in Führung, weil Jens Grunert die Abstimmungsprobleme zwischen Dennis Neumann und Malte Wulferding zu einem guten Pass auf Kafemann nutzte und der FC-Torjäger das Tor in dieser Saison auch im Schlaf treffen würde. Einen von TuS-Keeper Tim Bösche fallengelassenen Ball konnte Kafemann jedoch weder mit der Pike noch mit der Hacke im Tor unterbringen (29.).

Die größten Chancen für den TuS vergaben Sebastian Elvers (9.) nach einem dicken Bock von FC-Libero Felix Klare, Thorolf Meyer (11.) per Volleyschuss und Nikolai Müller (37.), der sich von seiner Stammposition in der Abwehr gelöst hatte. Während Meyer und Müller in der zweiten Halbzeit noch die Chance hatten, es besser zu machen, war für Elvers quasi mit dem Pausenpfiff Schluss. Nach einer umstrittenen Gelb-Roten Karte (siehe Artikel unten links auf dieser Seite) musste der Mittelfeldmann des TuS vom Platz.

Sein Team ließ sich nach der Pause jedoch auch in Unterzahl nicht beirren und kam durch einen Meyer-Abstauber zum 1:1 (50.). Erst im Anschluss fing der FC Sulingen an, seine Überzahl auszuspielen. Alper Yildirim (55.) fehlten nur Zentimeter zum fünften Saisontor, Kafemann (76.) scheiterte mit seinem Kopfball an Bösche und Torben Schoof (77.) köpfte eine Ecke von Stefan Rosenthal knapp über das Tor. Erst als Kafemann den Ball mit dem Rücken zum Tor annahm, sich drehte und den Ball mit links zum 2:1 (78.) ins lange Eck schlenzte, war die Relegation für den FC perfekt.

TuS-Coach Walter Brinkmann drückte dem FC die Daumen für den Aufstieg, war aber auch „zwiegespalten. Einerseits würde ich sie im nächsten Jahr vermissen, andererseits werden wir auch so genug Derbys in der Bezirksliga haben.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

EM-Mitfavorit Spanien verzweifelt an Schweden-Catenaccio

EM-Mitfavorit Spanien verzweifelt an Schweden-Catenaccio

Tränen bei Joker Gregoritsch: Österreich schreibt Geschichte

Tränen bei Joker Gregoritsch: Österreich schreibt Geschichte

EM-Drama in Kopenhagen: Dänen-Star Eriksen kollabiert

EM-Drama in Kopenhagen: Dänen-Star Eriksen kollabiert

Fußball-EM mit Show vor Italien-Türkei eröffnet

Fußball-EM mit Show vor Italien-Türkei eröffnet

Meistgelesene Artikel

„Unser Mittelfeld ist das Herz der Mannschaft“

„Unser Mittelfeld ist das Herz der Mannschaft“

„Unser Mittelfeld ist das Herz der Mannschaft“
Fußball-Sparte des SC Twistringen beschenkt

Fußball-Sparte des SC Twistringen beschenkt

Fußball-Sparte des SC Twistringen beschenkt
Endlich wieder ein Laufevent

Endlich wieder ein Laufevent

Endlich wieder ein Laufevent
Mit dem Mute des Gebeutelten

Mit dem Mute des Gebeutelten

Mit dem Mute des Gebeutelten

Kommentare