Rehdens wichtiger Sieg

Winkelmanns Kracherknackt Hannover 96 II

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KEINEN leichten Stand hatte Rehdens Paul Kosenkow gegen den deutlich größeren 96-Abwehrmann Jannik Löhden. Hier kommt er einen Schritt gegen Löhden und Hannovers Schlussmann Samuel Radlinger zu spät.

Hannover - Von Cord Krüger. Das war so wichtig! Nach zuletzt vier sieglosen Regionalliga-Spielen fuhren die Fußballer des BSV Rehden gestern endlich wieder einen Sieg ein – den ersten nach dem 4:1-Coup über den Hamburger SV II am 7. April.

 Und Leidtragender dieses Triumphs war erneut ein HSV II – diesmal die Bundesliga-Reserve von Hannover 96. Mit 1:0 (1:0) kehrte die Mannschaft von Trainer Predrag Uzelac aus der Landeshauptstadt zurück und verschaffte sich damit ein bisschen Luft, auf jeden Fall aber richtig viel Selbstvertrauen im Restprogramm des Abstiegskampfs.

„Überragend von der ganzen Mannschaft“, adelte Uzelac sein Team: „Schon am Dienstag gegen Meppen haben wir ein Super-Spiel gezeigt, das hat sich heute fortgesetzt. Das einzige, was gefehlt hat, war ein zweites Tor – aber so ist der Sieg vielleicht noch schöner…“

Daher reichte der Treffer des gestern wieder bärenstarken Marius Winkelmann zum Erfolg über das Team von 96-Coach Valerien Ismael. „Jetzt wissen wir, wie Rehden spielt“, meinte der Ex-Profi von Werder Bremen: „In ihrer jetzigen Situation kämpfen die um jeden Punkt. Wir müssen die Niederlage akzeptieren.“

Zwar monierte Ismael eine seiner Meinung nach sehr defensive Ausrichtung der Gäste, doch der Aufsteiger spielte gut mit – und hatte vor 300 Zuschauern im Ricklinger Beekestadion die erste dicke Chance: Alexander Neumann war allein auf der rechten Seite durchgesprintet, passte aber im Fünfmeterraum in die Mitte, anstatt selbst abzuschließen – dort blieb der Ball in der Hannoveraner Abwehr hängen (6.) Auf der anderen Seite meisterte Celio Rocha, der gestern erneut für Stammkeeper Christian Ceglarek den Vorzug im BSV-Tor erhalten hatte, einen Freistoß (13.) und einen weiteren Versuch von Willi Evseev (16.). Zudem blieb der Brasilianer Sieger bei einem Kopfball von Deniz Aycicek. So fiel das Tor auf der anderen Seite, weil Winkelmann unverhofft ungestört durch die Mitte marschieren konnte, aus 25 Metern einfach mal abzog – und den Ball zur Führung unter die Latte hämmerte (37.). Keine 60 Sekunden später hätte Paul Kosenkow das 2:0 erzielen müssen, doch der Außenstürmer kam gegen Sascha Schünemann einen Schritt zu spät (38.). Das war's an Hochkarätern des ersten Durchgangs. Zu den Tiefpunkten gehörten stetige Meckereien in Richtung Schiri Dennis Senning, der die Hannoveraner laut Ismael mit seinen Entscheidungen „aus dem Konzept gebracht hat“.

Nach dem Wechsel hatte zunächst Rehden mehr vom Spiel. Francis Banecki, gestern wieder im Zentrum einer auf drei Rehdener Innenverteidiger verstärkten Abwehr, verzog knapp aus spitzem Winkel (53.), Kosenkow zwang 96-Schlussmann Samuel Radlinger zur Fußabwehr (54.) und auch Neumann scheiterte nach Flanke von Viktor Pekrul an Radlinger (62.).

Damit blieb's beim 1:0, und der Rehdener Anhang musste in der Schlussphase noch zittern, als Hannover das Tor berannte. Doch Rocha parierte gegen Stefan Smiljanic (83.), weitere Schüsse waren zu unplatziert – somit stand am Ende Rehdens erster Zu-Null-Sieg im Jahr 2013 zu Buche.

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