Coleman und Seaton treffen beim 2:2 gegen Hannover 96 II

Rehdens Trippelschritt

Einige Fleißkärtchen verdiente sich Alexander Nandzik gegen Hannover 96 II. Und dann hatte Rehdens Außenverteidiger vor dem 2:2 auch noch einen Geistesblitz.
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Einige Fleißkärtchen verdiente sich Alexander Nandzik gegen Hannover 96 II. Und dann hatte Rehdens Außenverteidiger vor dem 2:2 auch noch einen Geistesblitz.

2:2 nach 0:2-Rückstand: Die Stimmung war beim BSV Rehden nach dem Regionalliga-Heimspiel gegen Hannover 96 II ganz ordentlich. Im Rennen um die Qualifikation für die Meisterrunde verpassten die Schwarz-Weißen jedoch einen Riesen-Schritt.

Rehden – Am Ende stand die Erkenntnis, dass diese 90 Minuten eigentlich überflüssig waren. „In der Tabelle hat sich nichts verändert, es ist weiterhin alles sehr eng beieinander“, sagte Fußballlehrer Andreas Golombek nach dem 2:2 (0:1) seines BSV Rehden gegen Hannover 96 II in der Regionalliga Nord (Südstaffel): „Das Unentschieden geht in Ordnung. Es war ein tolles Spiel für die Zuschauer, es ging hin und her.“

Dabrowski und Golombek kennen und verstehen sich gut

Die Stimmung wirkte durchaus gelöst an diesem späten Samstagnachmittag. Gäste-Trainer Christoph Dabrowski war zwar weniger zufrieden mit dem Endergebnis, schließlich hatte sein Team eine 2:0-Führung hergeschenkt, fiel aber trotzdem seinem Gegenüber verbal um den Hals. „,Golo’ ist ein Weltklasse-Typ und ein toller Trainer“, betonte der 43-Jährige, nachdem ein Gast im VIP-Raum der Rehdener Waldsportstätten das „Fußballgott“-Lied auf den BSV-Coach angestimmt hatte. „Dabro“ und „Golo“ kennen sich bestens, schließlich besuchten sie 2017 gemeinsam die Hennes-Weisweiler-Akademie, machten dort ihre Fußballlehrer-Lizenz.

Und es könnte schon bald eine erneute Zusammenkunft geben. „Ich denke, wir sehen uns in der Aufstiegsrunde wieder“, sagte Dabrowski am Ende der Pressekonferenz.

Mit 17 (Hannover) und 16 (Rehden) Punkten liegen beide ordentlich im Rennen um einen der ersten fünf Plätze, die zur Teilnahme an ebenjene Meisterrunde berechtigen. Allerdings war dieses 2:2 für beide Mannschaften eher ein Trippelschritt Richtung Saisonziel als ein Riesensatz; zumal Hildesheim (nun 19 Punkte) mit einem überraschenden 2:1 beim Spitzenreiter Oldenburg vorbeizog.

Coleman trifft spektakulär zum 1:2

Für die Gastgeber hätte der Nachmittag dennoch schlimmer enden können. In der 43. Minute hatte Kapitän Pascal Schmedemann die Gäste aus Hannover mit einem Kopfballtor nach Ecke in Führung gebracht. Nur drei Minuten nach der Pause erhöhte Mick Gudra mit einem satten 16-Meter-Flachschuss. „Die Gegentore sind zu unglücklichen Zeitpunkten gefallen“, merkte Golombek an, betonte aber: „Wir haben eine Riesen-Moral gezeigt.“

Tatsächlich ließen die Rehdener nach dem 0:2 nicht die Köpfe hängen, sondern schalteten auf bedingungslose Offensive um. Sehenswert kamen sie dann auch zurück ins Spiel: Eine Rechtsflanke von Marco Kaffenberger war etwas zu hoch und zu weit für Kevin Coleman am zweiten Pfosten angesetzt. Doch der US-Amerikaner warf sich in die Luft, mit einer Mischung aus Fallrück- und Seitfallzieher erwischte er den Ball – dieser setzte auf und trudelte am langen Pfosten zum 1:2 (52.) über die Linie. Der Ausgleichstreffer war dann wunderbar herausgespielt. Serkan Temin, der diesmal als Sechser in der Startformation gestanden hatte, eröffnete den Spielzug rechts raus auf Alexander Nandzik. Der 29-Jährige schickte Bocar Djumo per Traumpass durch die Schnittstelle zwischen Linksverteidiger und Innenverteidiger auf die Reise. Djumo legte quer, ehe Michael Seaton nur noch zum 2:2 (80.) einschieben musste: Direktspiel in Perfektion. In den Schlussminuten hatten die Rehdener noch zweimal etwas Glück, als 96-Stürmer Thilo Töpken Kopfballmöglichkeiten (86. und 90.+1) aus vielversprechenden Positionen ausließ.

Nandzik sieht positive Entwicklung

„Wir haben ein ordentliches Spiel gemacht“, meinte Nandzik, der erstmals nach seiner im Werder-Spiel vor zwei Wochen erlittenen Gehirnerschütterung wieder in der Anfangself gestanden hatte: „Wir sind zwar noch nicht dort, wo wir hinwollen, aber wir finden immer mehr zusammen.“ Das macht Mut für den Schlussspurt im Rennen um die ersten fünf Liga-Plätze.

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