Binnen fünf Minuten nach 2:0 gegen Jeddeloh 2:3 / Golombek angezählt

Rehdens „schlechtestes Spiel“

Die Vorlage zum 1:0: Rehdens Bocar Djumo (links) setzt sich gegen Jeddelohs Ibrahim Temin durch und serviert Kamer Krasniqi die Kugel zum Führungstor.
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Die Vorlage zum 1:0: Rehdens Bocar Djumo (links) setzt sich gegen Jeddelohs Ibrahim Temin durch und serviert Kamer Krasniqi die Kugel zum Führungstor.

Rehden – Andreas Golombek stapfte noch vor allen seinen Regionalliga-Fußballern vom BSV Rehden zuerst durch den Spielertunnel der Waldsportstätten. Gerade hatte sein Team am Freitagabend eine 2:3 (1:0)-Heimniederlage gegen den SSV Jeddeloh kassiert – nach einer 2:0-Führung. Für ihre drei Treffer benötigten die Ammerländer nur fünf Minuten und zogen an Rehden vorbei auf Platz sechs der Südstaffel.

Trainer Golombek moniert die Einstellung

„Das ist keine Frage der Qualität, sondern eine Frage der Einstellung“, wetterte Trainer Golombek. „Es war das schlechteste Spiel, seit ich hier bin“, sagte er mit Blick auf seine bisher fast 17 Monate beim BSV: „Zwei Chancen in den ersten 45 Minuten – viel zu wenig. Wir sind eine Offensivmannschaft, defensiv können wir es nicht.“

Doppel-Torschütze Krasniqi: „Es reicht nicht“

Das Ziel Aufstiegsrunde rückt in immer weitere Ferne. Kapitän Kamer Krasniqi, der beide BSV-Treffer erzielt hatte, sprach sogar von „der letzten Chance, die wir heute hatten – dann muss man am Ende vielleicht sagen: Es reicht einfach nicht.“

Dass sich nach dieser Leistung die Trainerfrage stellte, überraschte auch Golombek nicht, „aber die muss man Friedrich Schilling stellen.“

Club-Boss Schilling: „Müssen ernsthaft nachdenken“

Und Rehdens Präsident gestand in einer ersten Reaktion: „Darüber müssen wir ernsthaft nachdenken. Aber wir werden jetzt keine Schnellschüsse machen.“

Golombek hatte für das Schlüsselspiel gegen den Verfolger eine Dreier-Abwehrkette aufgeboten – mit Pierre Becken in der Mitte, flankiert von Jan Roschlaub (rechts) und Angelos Argyris (links). Die Gäste starteten jedoch – anders als vom BSV-Coach vermutet – alles andere als defensiv: Der Ex-Rehdener Miguel Fernandes zwang BSV-Keeper Flemming Niemann zur ersten Rettungsaktion (7.). Erneut Fernandes war nach feinem Pass von Ibrahim Temin durch Rehdens Dreier-Abwehr geflitzt, schoss aber am langen Eck vorbei (16.). Den ersten Schuss aufs SSV-Tor gab Niklas Kiene erst nach 26 Minuten aus 20 Metern ab – das Geschoss des Sechsers rauschte aber knapp am linken Pfosten vorbei (26.). Alexander Nandzik traf – ebenfalls aus der zweiten Reihe – den Pfosten (31.), ansonsten kamen die Schwarz-Weißen nicht durch. Doch nach ihrer nächsten Offensivaktion jubelten sie: Bocar Djumo setzte sich im Strafraum auf der rechten Seite gegen Ibrahim Temin durch, legte quer auf Krasniqi – und der schob die Kugel zum 1:0 ins Tor (41.).

BSV Rehden - SSV Jeddeloh 2:3 (1:0)

Rehden: Niemann - Roschlaub (81. Menga), Becken, Argyris - Nandzik, Kiene (64. Popovic), Tomic (81. Coleman), Krasniqi, Haritonov - Djumo, Seaton. Jeddeloh: Bergmann - Minns (70. Mc Mensah Quarshie), von Aschwege, Hahn, Otto - David, Ziga - Samide (40. Durmishi), Fernandes, Temin - Bennert (86. Chiarodia). Tore: 1:0 (41.) Krasniqi, 2:0 (57.) Krasniqi (Foulelfmeter, 2:1 (74.) Fernandes, 2:2 (77.) Fernandes, 2:3 (79.) Bennert. Bes. Vork.: Gelb-Rote Karte gegen Seaton (83.) wegen wiederholten Foulspiels. Schiedsrichter: Max Rosenthal (VfL Bad Schwartau). Zuschauer: 200.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff scheiterte Michael Seaton aus kurzer Distanz an Jeddelohs Schlussmann Marcel Bergmann, doch die Führung hatte Golombeks Kollektiv Sicherheit verliehen. Und nach einem Foul von Niklas von Aschwege an Bocar Djumo im Strafraum zeigte Schiedsrichter Max Rosenthal auf den Elfmeterpunkt. Krasniqi nahm sich der Sache an – und vollstreckte eiskalt in die linke untere Ecke, die Bergmann geahnt hatte (57.). Fast hätte Rehdens Doppeltorschütze noch das 3:0 eingeleitet, doch seine scharf hereingebrachte Ecke brachte Daniel Haritonov aus einem halben Meter nicht an Bergmann vorbei (72.).

„Danach haben wir das Spiel aus der Hand gegeben“, seufzte Golombek. Fernandes traf nach einem Rehdener Rettungsversuch per Direktabnahme aus 18 Metern durch Freund und Feind zum 1:2 (74.), legte wenig später von links das 2:2 nach (77.) – und dann köpfte Julian Bennert eine Rechtsflanke von Gentuar Durmishi zum 3:2 ein (79.)! Golombek reagierte, warf in Kevin Coleman und Addy-Waku Menga zwei neue Stürmer rein. Ein anderer Offensivmann – nämlich Seaton – musste kurz darauf nach wiederholtem Foul mit einer Ampelkarte vom Platz (83.). Nach vorn ging danach für Rehden nichts mehr.

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