17 Punkte aus den letzten sieben Spielen: Der Oberligist hat seinen Fehlstart längst ausgebügelt

Rehdens rasantes Wachstum

Kreis-Diepholz - REHDEN (mr) · Die Reaktionen waren eindeutig. Nach dem 3:0 gegen den BV Cloppenburg sprachen sich alle beim BSV Rehden den Status einer Spitzenmannschaft der Fußball-Oberliga ab – zumindest öffentlich. Doch der Blick auf die Ergebnisse der letzten Wochen offenbart Top-Werte: 17 Punkte aus den letzten sieben Spielen sind eine überaus fette Beute. Seit den zwei Niederlagen zu Beginn ist der BSV ungeschlagen.

Dafür gibt’s viele Gründe, die addiert die gute Gesamtsituation beim Team von Trainer Uwe Brunn ergeben. Nachfolgend die wichtigsten:

Die taktische Disziplin

Gegen Cloppenburg ließen sich die Rehdener – anders als beim 1:4 im NFV-Pokal – nicht aus der Defensive locken, sondern hielten fast schon starr ihre Positionen. „Wir hatten zu jeder Zeit Ordnung im Spiel. Das klappt jetzt, sah gut aus und war sehr wichtig“, urteilte Maarten Schops, der im defensiven Mittelfeld überzeugte. Auch Christian Schiffbänker, Torschütze des 1:0, hatte die Kompaktheit als „Gewinner für uns“ ausgemacht: „Wir standen massiv. Marten und Baya Baya haben die Mitte super zugestellt.“

Hinzu kam die Geduld, gegen einen angeschlagenen Gegner nicht kopflos drauflos zu stürmen und die Entscheidung schnell erzwingen zu wollen. Erst nach einer tollen Kombination, die von deutlich gewachsenem Spielverständnis untereinander zeugt, gelang Sergej Dikhtiar das vorentscheidende 2:0.

Die Konstanz

Auch wenn’s bitter für diejenigen ist, die momentan die Ersatzbank drücken. Die Rehdener Stammelf steht zurzeit weitestgehend. Gegen Cloppenburg lief die selbe Formation auf wie zuvor in Bückeburg (2:1). Auch in den Wochen davor gab’s nur ein, zwei Wechsel. Klar, dass sich die Mannschaft immer besser einspielt.

Die Personallage

Zu Beginn der Saison hatte Brunn noch einige personelle Schwierigkeiten, Leistungsträger wie Dikhtiar oder Manuel Meyer waren verletzt. Mittlerweile ist das Lazarett ziemlich überschaubar – und neben eben Genannten meldeten sich weitere Rekonvaleszenten eindrucksvoll zurück. Zum Beispiel Benjamin Möllers. Der Ex-Osnabrücker bereitete gegen Cloppenburg das 2:0 vor, spielte insgesamt sehr stark und hat sich den Platz rechts in der Vierer-Abwehrkette gesichert. Oder Baya: Der Kameruner legte ebenfalls einen Treffer auf und harmonierte im Mittelfeld prächtig mit Schops. „Man merkt, dass er fast richtig fit ist“, lobt Brunn.

Die schnelle Integration

Dikhtiar und Schops mussten ihren Tagesablauf total umstellen. „Sie waren Profis und haben jetzt zum ersten Mal einen anderen Job. Das war am Anfang nicht leicht. Andere Arbeitnehmer mögen darüber lachen, aber sie mussten sich erst mal daran gewöhnen, eine neue Heimat finden“, sagt Brunn, der aber – auch mit Blick auf die vielen anderen Neuen – feststellt: „Dass es so schnell ging, freut mich sehr.“

Die Bodenhaftung

Möglich, dass die Rehdener in der Kabine euphorischer klingen. Doch in der Öffentlichkeit kommen Spieler und vor allem Trainer Brunn trotz der Erfolgsserie sehr bodenständig und keinesfalls überheblich daher. „Wir bleiben bescheiden. Fußball ist ein Tagesgeschäft, in dem man sich immer neu beweisen muss“, weiß Brunn und mahnt: „Wehe, hier kommt einer und meint, wir hätten schon irgendwas geschafft.“

Schops glaubt zumindest, dass sich Rehden auf Dauer „oben festsetzen“ kann: „Wenn wir immer so eine Einstellung wie gegen Cloppenburg zeigen, warum nicht?“ Schiffbänker wähnt sein Team auf einem „sehr, sehr guten Weg. Es passt vieles. Und ich bezweifle auch nicht, dass wir Platz acht schaffen können.“ Aber – und da kommt die Zurückhaltung wieder durch: „Als Spitzenteam würde ich uns noch nicht bezeichnen.“

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