Fußball-Oberligist unterliegt im Achtelfinale des Niedersachsen-Pokals beim VfB Oldenburg mit 0:1

Rehdens Erfolgsserie gestoppt

Blieb gestern in Oldenburg unter seinen Möglichkeiten: Rehdens Alexander Burgardt (r.). Er setzte am Flügel kaum Akzente. Der Fußball-Oberligist kassierte beim 0:1 seine erste Pflichtspiel-Niederlage im Jahr 2010.

Kreis-Diepholz - Von Albert RohloffOLDENBURG/REHDEN · Die erwartet große Kulisse war es nicht. 786 Zuschauer sahen gestern ein mäßiges Pokalspiel, das sich vor allem in der zweiten Hälfte zumeist im Mittelfeld abspielte. Die magere Ausbeute: ein Tor – und das für den VfB Oldenburg. Damit endete die Erfolgsserie von Fußball-Oberligist BSV Rehden im Achtelfinale des Niedersachsen-Pokals. Es war die erste Niederlage in einem Pflichtspiel im Jahr 2010.

Die ersten 17 Minuten gehörten dem Gastgeber – auch wenn der damit zunächst nicht sonderlich viel anzufangen wusste. Während die Schwarzen aus Rehden kaum über die Mittellinie kamen, tauchten die Blauen aus Oldenburg nur selten vor dem Tor von René Damerow auf. Da war schon ein Standard nötig, ein Freistoß aus halblinker Position, der von dem nicht so auffälligen Didier Webessie zum 1:0 (17.) verwandelt wurde.

Danach kam der BSV besser ins Spiel – mehr aber auch nicht. Allerdings wussten die Oldenburger in dieser Phase auch gefährlich zu kontern. Bei Rehden setzte sich Erdal Ölge auf der linken Seite häufig in Szene. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff hätte er seine gute Leistung mit dem Ausgleich krönen können. Nahezu unbedrängt stürmte er alleine auf Oldenburgs Keeper Nils Reinke zu, traf aber das Tor nicht.

Jubeln konnten die in diesem Moment durchaus hörbaren Fans aus Rehden lediglich in der 25. Minute. Nach einem Foul drei Meter vor dem Strafraum an Erdal Ölge schlenzte Sergej Dikhtiar den Ball allerdings nur ans Außennetz.

Die zweite Halbzeit begann verheißungsvoll, aber das schwungvolle Spiel beider Teams verflachte bald wieder. Daran änderten auch die von Trainer Uwe Brunn für Christian Schiffbänker und den unter muskulären Problemen leidenden Manuel Meyer eingewechselten Sebastian Lodter und Mehmet Koc nichts. Von nun an sollten Torszenen zur Mangelware werden. Lediglich der Lattenknaller des Oldenburger Mariusz Zmijak weckte die Zuschauer kurz auf. Erst als es zu spät war, in den letzten Minuten, war so etwas wie ein Aufbäumen des BSV zu erkennen. Doch wirklich gefährlich tauchten die Rehdener vor dem Kasten von Nils Reinke nicht auf. Stattdessen hatten es die Oldenburger zweimal in der Hand, den Sieg festzunageln. In der 62. Minute brachte Tim Schwarz das Kunststück fertig, aus fünf Metern das Tor zu verfehlen. In der Schlussphase machte es ihm Daniel Isailovic nach, der nach einem Abpraller plötzlich alleine vor dem Rehdener Tor auftauchte, Damerow zwar bezwang, aber das Tor nicht traf.

Entsprechend enttäuscht hörte sich das Fazit von BSV-Coach Uwe Brunn an, der mit Kritik nicht sparte: „Solch ein Tor darf eigentlich nicht fallen. Hier fehlte jede Zuordnung. Vor der Pause hätten wir noch mal rankommen können, aber in der zweiten Hälfte haben wir absolut planlos gespielt. Wir haben viel zu lange den Ball gehalten und ihn dann oft unnötig verloren. Das war alles viel zu behäbig. Und die Oldenburger waren nun clever genug, die Führung zu halten. Konsequenzen für die Meisterschaft hat das aber nicht. Es war ein Pokalspiel – nicht mehr.“

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