1:4-Niederlage gegen Oldenburg nach Abwehrschnitzern / Krasniqis Ehrentor

Rehdener Konfusion bei Engels Ecken

Hier kommt Marten Schmidt (rechts) nicht durch: Oldenburgs Torschütze scheitert in dieser Szene an Rehdens Innenverteidiger Jan Roschlaub. Am Ende feierte der VfB beim BSV aber einen verdienten 4:1-Sieg.
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Hier kommt Marten Schmidt (rechts) nicht durch: Oldenburgs Torschütze scheitert in dieser Szene an Rehdens Innenverteidiger Jan Roschlaub. Am Ende feierte der VfB beim BSV aber einen verdienten 4:1-Sieg.

Das war es für die Hoffnungen des BSV Rehden auf das Erreichen der Meisterrunde in der Fußball-Regionalliga Nord. Nach dem 1:4 vom Samstag auf eigenem Platz gegen den VfB Oldenburg kann der BSV einen Spieltag vor Ende der Hinrunde nicht mehr Fünfter werden und muss nun in die Abstiegsrunde.

Rehden – Sieben Minuten vor Schluss kam in den Waldsportstätten doch noch kurz Heimspiel-Atmosphäre auf – mit der Einwechslung von Rehdens Addy-Waku Menga, den auch die Fans des VfB Oldenburg aus dessen Saison 2013/14 bei den „Blauen“ nicht vergessen hatten. „Addy, Addy, Addy“, skandierten einige Anhänger. Zu dieser Zeit wussten aber alle, dass Menga für den BSV Rehden nicht mehr viel ausrichten konnte – und wenig später stand die 1:4 (1:2)-Niederlage gegen den Südstaffel-Zweiten der Regionalliga Nord fest.

Eine vermeidbare Schlappe, fand Daniel Haritonov: „Wir waren in der ersten Halbzeit dran, haben aber zwei unnötige Fehler gemacht“, ärgerte sich der BSV-Linksverteidiger über die beiden Gegentore vor der Pause: „Das war nicht konsequent geklärt.“ Dies wurmte auch seinen Trainer Andreas Golombek: „Es kann nicht sein, dass ein Ball einfach so in der Box runterfällt und wir das so schlecht verteidigen“, monierte er mit Blick auf die Ecken zum 0:1 und 1:3.

Spieler des Spiels: Dennis Engel

Der 26-Jährige bereitete Oldenburgs 1:0 und 3:1 mit guten Ecken vor, ließ ansonsten auf seiner rechten Seite nichts durch und hatte noch Luft für einige Offensivaktionen.

Golombeks erster Aufreger ereignete sich nach acht Minuten: Dennis Engel gab eine Ecke von rechts herein, kurz vor dem Kasten von BSV-Keeper Maciej Czyzniewski bekam keiner seiner Vorderleute die Szene bereinigt – und Marten Schmidt köpfte die Kugel unter die Latte. „Maciej sagte mir, dass er da gesperrt wurde“, schilderte sein Coach hinterher. Das wollte er noch als Entschuldigung gelten lassen.

Danach ließen seine Männer außer einem Freistoß des Ex-Rehdeners Gazi Siala (sichere Beute von Czyzniewski/21.) nichts zu, brachten vorn aber außer einem Schuss von Michael Seaton auf VfB-Schlussmann Pelle Boevink (23.) ebenfalls nichts zustande. So kam Oldenburg mit seiner zweiten Chance zum 2:0, als Maik Lukowicz einen Fehlpass des ansonsten äußerst abgeklärten Balleroberers Serkan Temin aufnahm, nach links raus zu Ayodele Adetula spielte – und der schoss Czyzniewski durch die Beine ins lange Eck zum 2:0 (33.).

Doch die Platzherren agierten ähnlich effizient – und nutzten mit einem Flachschuss von Kamer Krasniqi ihre erste echte Chance zum Anschluss (35.). „Nach dem 0:2 waren wir richtig im Spiel und auch nach der Pause zuerst die bessere Mannschaft“, urteilte Haritonov.

Tatsächlich kamen die Schwarz-Weißen als das agilere Team aus der Kabine, allerdings sprang trotz des enormen Einsatzes von Kevin Coleman (vorne rechts) kein Ertrag heraus. Kaltschnäuziger gingen die Gäste vor – mit dem 3:1 wie beim 1:0 nach einer Ecke von Engel, die der BSV abermals nicht aus dem Strafraum bekam, und so traf diesmal Leon Deichmann aus dem Getümmel (55.). „Wir machen sonst selten Standard-Tore“, wunderte sich Oldenburgs Verteidiger Siala, „aber die Ecken hat Dennis richtig scharf und gut reingebracht – und wir haben uns mit allem reingeworfen, was wir hatten.“

Stenogramm

BSV Rehden - VfB Oldenburg 1:4 (1:2) - Czyzniewski - Popovic, Roschlaub, Argyris (83. Kiene), Haritonov - Tomic (74. Kinner), Temin - Djumo (83. Menga), Krasniqi, Coleman - Seaton (83. Nandzik). Oldenburg: Boevink - Siala, Appiah, Deichmann - Engel (83. Saka), Schmidt, Zietarski, Lukowicz (63. Kaissis), Knystock - Adetula (79. Niehues), Ifeadigo (74. Brand). Tore: 0:1 (9.) Schmidt, 0:2 (33.) Adetula, 1:2 (35.) Krasniqi, 1:3 (55.) Deichmann, 1:4 (67.) Ifeadigo. Schiedsrichter: Lasse Holst (FC Türkiye). Zuschauer: 400.

Zwölf Minuten später zeigte der Aspirant auf den Staffelsieg, dass er auch Treffer herausspielen kann – mit einer feinen Stafette über Nico Knystock und Ayodele Adetula, der von links quer legte – und in der Mitte schob Affamefuna Ifeadigo zum 4:1 ein (67.). „Bei diesem Konter waren wir nicht in Unterzahl – und trotzdem fällt das Tor. Das müssen wir uns ankreiden“, urteilte Golombek.

Danach betrieb der VfB Chancenwucher. Kai Kaissis etwa traf nur das Lattenkreuz (75.). Allerdings jubelten auch einmal die Rehdener – aber nur kurz: David Kinner bugsierte eine Ecke von Krasniqi per Kopfball-Bogenlampe unter Boevinks Mithilfe ins Tor, doch Schiedsrichter Lasse Holst pfiff den Treffer wegen angeblicher Störung Boevinks zurück (78.). „Wenn er da abpfeift, muss er das beim 0:1 auch machen“, bedauerte Golombek.

Am Ende konnte er jedoch mit der Niederlage leben: „Es ist zwar ärgerlich, dass wir ausgerechnet gegen Oldenburg verloren haben“, sagte er mit Blick auf das kleine Derby, „aber die Punkte heute waren nicht so wichtig. Die kommen nächste Woche.“

Dann, am Sonntag, tritt der BSV zum letzten Hauptrunden-Spiel beim Lüneburger SK Hansa an. Weil dies einer von Rehdens Konkurrenten in der Abstiegsrunde ist, wandern diese Zähler mit in die neue Staffel.

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