1 000 Zuschauer sehen tolle Tore im Test gegen Zweitligisten / Meyers sehenswerter Freistoß-Treffer

Rehden ringt Osnabrück 3:3 ab

Wünschten sich ein gutes Spiel und sollten es bekommen: Rehdens Stefan Bernholt (l.) und Angelo Barletta.

Kreis-Diepholz - Von Arne HelmsREHDEN · „Aaahh“ schrie Stefan Bernholt gegen Ende der ersten Halbzeit sichtlich belustigt und wirbelte mit den Armen. Es war eine gekonnte Imitation seines Gegenspielers Dennis Schmidt, der sich gerade in der Rolle des „sterbenden Schwans“ versucht hatte. Die Szene um den Kapitän des BSV Rehden belegte sehr gut: Der Fußball-Oberligist ließ sich gegen den Testspielgegner aus der Zweiten Liga, den VfL Osnabrück, rein gar nichts gefallen und erkämpfte sich in den Waldsportstätten gestern Abend ein verdientes 3:3 (1:1).

So sah es auch Gäste-Coach Karsten Baumann: „Die Zuschauer (1 000, Anm. d. Red.) haben ein flottes Spiel gesehen mit einem Achtungserfolg des BSV Rehden, den ich in etwa so stark einschätze wie den VfB Oldenburg. Meine Spieler waren nach dem Trainingslager etwas platt.“ Was zunächst auch gar nicht notwendig war, denn Niels Hansen (15.) brachte den VfL mit 1:0 in Führung – ein Aufsetzer aus 25 Metern, bei dem BSV-Torwart René Damerow die Sicht verdeckt wurde. Doch der Oberligist schüttelte sich einmal kurz und kam zurück: Nach einer Ecke des wuseligen Alexander Burgardt entzog sich Christian Schiffbänker (19.) – durch seine Ballsicherheit einer der Besten auf Rehdener Seite – der Manndeckung und schob freistehend zum 1:1 ein. Zu diesem Zeitpunkt ein gerechter Zwischenstand, denn mit Ausnahme von ein paar Stockfehlern auf Seiten der Gastgeber war der Unterschied von drei Spielklassen nicht erkennbar. Hätte Osnabrücks Christian Pauli (33.) Keeper Damerow freistehend überwunden – das Wort „schmeichelhaft“ hätte definitiv die Runde gemacht.

Den besseren Start nach der Pause erwischte das Team von Uwe Brunn. Manuel Meyer (53.), kurz zuvor eingewechselt, nahm genau Maß und zirkelte das Leder aus 22 Metern in den rechten Torwinkel. „Das Tor des Monats“, freute sich Brunn für seinen Innenverteidiger. Dem war kurz darauf allerdings überhaupt nicht mehr zum Lachen zu Mute, denn die Kopfball-Gegentreffer durch VfL-Kapitän Angelo Barletta (64.) und Mamadou Diabang (72.) fielen aus seinem Zuständigkeitsbereich heraus – 2:3. Ein gefestigter BSV bewies im Anschluss jedoch eine tolle Moral und kam nach einer herrlichen Vorarbeit von Sergej Dikhtiar zum 3:3 durch einen Kopfball von Neuzugang Benjamin Belka (75.). Osnabrücks Keeper Tino Berbig platzte in diesem Moment der Kragen: „Ihr müsst auch mal da hingehen, wo es wehtut“, raunzte er seine Vorderleute an. Die schlechte Stimmung war verständlich, hatte der VfL doch in keinem seiner Vorbereitungsspiele drei Gegentore bekommen.

Eine dementsprechend positive Bilanz zog Uwe Brunn, früher selbst Torwart der Osnabrücker und eifrig am Hände schütteln: „Wir konnten gut gegen den Ball arbeiten, haben leidenschaftlich nach vorne gespielt und drei wunderschöne Tore erzielt.“

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