Regionalligist besiegt Werder Bremens Traditionself / Doppelpack von Ölge

Rehden löst erst spät die Handbremse – 4:1

Bassum - Von Arne FlüggeMichael Jürgen hatte im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun. Immer wieder stand der Torhüter der Traditionself des SV Werder Bremen im Brennpunkt. Und er hielt, was zu halten war. Dennoch konnte auch Jürgen die 1:4 (1:2)-Niederlage im Freundschaftsspiel gegen Fußball-Regionalligist BSV Rehden nicht verhindern. Der Keeper nahm’s mit Humor: „Morgen werde ich überall Muskelkater haben.“

In der ersten Halbzeit hielt die mit Ex-Profis wie Mike Barten, Björn Schierenbeck, Danny Fütterer, Dieter Eilts oder Mirko Votava gespickte Bremer Mannschaft noch gut mit. Auch, weil der BSV Rehden vor rund 450 Zuschauern in Bassum mit angezogener Handbremse spielte. So sah es zumindest aus. Was Sören Seidel, der mittlerweile beim FC Oberneuland spielt und in der Liga auf Rehden treffen wird, in der 16. Minute mit dem 1:0 bestrafte. „Super, da haben wir doch schon mal unser Ehrentor“, grinste Michael Jürgen. Rehdens Trainer Predrag Uzelac fand’s dagegen nicht komisch: „Da waren wir zu nachlässig.“

Nur langsam nahm der Regionalligist jetzt Fahrt auf. Und nach einem feinen Pass von Maarten Schops erzielte Neuzugang Paul Kosenkow dann auch das 1:1 (22.). Nachdem Schops (27.) und Spielmacher Willian Costa mit einem Freistoß nur die Latte getroffen hatten (29.), fiel 60 Sekunden später das fast schon überfällige 2:1 für den BSV Rehden. Begünstigt allerdings durch einen kapitalen Schnitzer von Ex-Nationalspieler Günter Herrmann, der den Ball zu kurz zurückspielte. Francis Banecki ging dazwischen, tanzte den bemitleidenswerten Jürgen gleich dreimal aus – und schob ein. „Da muss der Günter den Ball einfach nur wegschlagen“, seufzte der Werder-Keeper: „Und ich muss mich dann hier so verarschen lassen . . .“

In den zweiten 35 Minuten erhöhte der BSV Rehden dann das Tempo. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf das Bremer Tor zu. Nur die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Bei Schüssen von Florian Stütz, Osei Yaw Kwarteng und Christian Hegerfeld sowie einem Kopfball von Erdal Ölge stand entweder die Latte oder Michael Jürgen im Weg. „Ich glaub’, das nennt man Powerplay“, grinste der Bremer Torwart.

In der 54. Minute war er dann aber doch machtlos, als Ölge eine Klasseflanke von Hegerfeld einköpfte. Und zehn Minuten später war es wieder Ölge, der die Kugel von der Strafraumgrenze in den Winkel wuchtete und damit den Rehdener 4:1-Sieg festzurrte. „Wir haben uns aber teuer verkauft“, meinte der Keeper nach dem Abpfiff, und auch Ex-Profi Mirko Votava musste einräumen: „Der Gegner war heute zwei, drei Nummern zu groß für uns.“

Doch von Zufriedenheit war bei BSV-Trainer Uzelac nicht viel zu spüren. Der 46-Jährige hatte vor allem zu viele individuelle Fehler bei seiner Mannschaft gesehen. Außerdem „müssen wir noch schneller spielen, uns besser in den Zweikämpfen behaupten“.

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