Oberligist bestimmt eine Stunde die Partie, muss sich aber Hildesheim mit 0:2 geschlagen geben

Rehden fehlt die zündende Idee

Wartet seit nunmehr vier Spielen auf einen Sieg: Jannik Schilling.

Kreis-Diepholz - Von Dennis SchottREHDEN · Vier Spiele ohne Sieg, davon die letzten drei verloren – die jüngsten Ergebnisse sprechen nicht gerade für den BSV Rehden. Doch weiteres Öl ins Feuer zu gießen, ist nicht die Sache von Uwe Brunn. „Es klingt zwar nach einer Durchhalteparole“, gab der Trainer des Fußball-Oberligisten nach der neuerlichen 0:2 (0:0)-Heimspielniederlage gegen den VfV Borussia Hildesheim zu, „aber wir dürfen den Glauben an uns nicht verlieren.“

Die Leistung der Gastgeber war nämlich nicht so schlecht, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Tatsächlich waren die Hausherren vor 220 Zuschauern 60 Minuten feldüberlegen, kombinierten sicher und verlagerten das Geschehen fast fortwährend in die Hildesheimer Hälfte. Das Dilemma war nur, dass das Spiel der Rehdener zwar schön anzusehen war, aber auf Höhe des gegnerischen Strafraums abrupt endete. Mit der Folge, dass wirklich zwingende Chancen Mangelware darstellten. Es fehlte schlicht die zündende Idee.

Nachdem Christian Schiffbänker den ersten, zugleich aber harmlosen Schuss abgegeben hatte (8.), kamen die Hausherren nach 20 Minuten immerhin zu ihrer ersten gefährlich anmutenden Möglichkeit: Sergej Dikhtiar hatte sich auf der rechten Außenbahn schön durchgesetzt und durch den Strafraum nach innen gepasst, doch Erdal Ölge traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Ein knapp verpasster Kopfball von Björn Wnuck (34.) sowie ein weiterer Fernschuss von Schiffbänker (38.) waren die einzig hervorzuhebenen Offensivaktionen gewesen. Mehr ließ die – zugegeben – sehr dicht formierte Gäste-Abwehr nicht zu. „Unser Manko war einfach, dass wir das Tor nicht gemacht haben“, meinte Brunn, dessen Team der Torjubel auch nach dem Wiederanpfiff verwehrt bleiben sollte – und das trotz der Großchance vom starken Ölge, der eine Dikhtiar-Flanke nur knapp am Tor vorbeisetzte (51.).

Wie das mit dem Toreschießen funktioniert, machten die Hildesheimer hingegen schonungslos vor: Ein langer Pass über die rechte Außenbahn, eine lang geschlagene Flanke auf den zweiten Pfosten – und schon markierte Niklas Kiene die unerwartete Führung für die Gäste (61.). Ein Tor, das bei den Rehdenern doch merklich seine Spuren hinterließ. „Man hat gemerkt, dass es für uns danach schwer war, wieder ins Spiel zurückzufinden“, meinte Coach Brunn, dessen Team kurz danach eine weitere Schrecksekunde verdauen musste, als Hildesheims Ranko Sankovic das Leder nur knapp über das Gehäuse von BSV-Keeper René Damerow setzte (65.).

Zwar besaß Schiffbänker per Kopf noch eine gute Möglichkeit (68.), doch mit dem 2:0 durch Dennis Ametovski (80.) war die Messe für die Gastgeber endgültig gelesen. Ein identisches Tor im Vergleich zum ersten Gegentreffer. Wieder „haben wir auf unserer linken Seite gepennt“, wie es Brunn treffend formulierte, und wieder sorgte ein Pass auf den zweiten Pfosten für den abermaligen Gegentreffer. Und die Gelegenheit ließ sich Ametovski natürlich nicht entgehen.

„Hildesheim hat zwei Konter und macht daraus zwei Tore, wir dagegen werden für unseren Aufwand nicht belohnt“, haderte Brunn. In der Schlussminute besaß Abwehrrecke Manuel Meyer noch einen guten Freistoß, aber aus dem (zuvor ansehnlichem) Spiel heraus gelang den Platzherren jedoch nicht mehr viel.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

„Deniz hat es allen gezeigt“

„Deniz hat es allen gezeigt“

„Deniz hat es allen gezeigt“
Chylinski erleichtert

Chylinski erleichtert

Chylinski erleichtert
Duo vertraut sich blind: Unterwegs mit zwei Profi-Handball-Schiris

Duo vertraut sich blind: Unterwegs mit zwei Profi-Handball-Schiris

Duo vertraut sich blind: Unterwegs mit zwei Profi-Handball-Schiris
Vor 20 Jahren: Der Barrier Erik Trümpler trifft in der Schweiz auf den jungen Federer

Vor 20 Jahren: Der Barrier Erik Trümpler trifft in der Schweiz auf den jungen Federer

Vor 20 Jahren: Der Barrier Erik Trümpler trifft in der Schweiz auf den jungen Federer

Kommentare