Nach 5:1 gegen Osterholz freut sich der BSV auf Goslar / Hermanns Abrechnung

Rehden etwas rätselhaft: Erst ideenlos, dann gnadenlos

Kreis-Diepholz - Von Björn KnipsREHDEN · Wie stark ist der BSV Rehden wirklich? Reicht es für die Qualifikation zur Regionalliga? Als aktuell Tabellenfünfter der Fußball-Oberliga wäre der BSV nächste Saison eine Etage höher dabei. Doch selbst nach einem 5:1 (2:1) gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck bleiben Fragezeichen. Denn so deutlich das Ergebnis auch ist, so wenig überzeugend war die Vorstellung des haushohen Favoriten. Gegen den Tabellenletzten hätte es auch ein blaues Auge – also nur einen Punkt geben können.

„Wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt“, meinte VSK-Coach Günter Hermann nach der Partie. Damit übertrieb der Weltmeister von 1990 zwar, aber da war eben auch diese Szene in der 74. Minute, als Sawie Peewee den Ball völlig reistehend über das Rehdener Tor köpfte und das 2:2 verpasste. „Dieses Glück haben wir uns auch verdient“, sagte Jürgen Stoffregen. Der BSV-Coach war zwar nicht begeistert von der Leistung seiner Mannschaft, aber auch nicht enttäuscht: „Osterholz war ganz sicher nicht die schlechteste Mannschaft, gegen die wir in dieser Saison gespielt haben. Und natürlich hatten unsere Spieler beim 2:1 im Hinterkopf, nun bloß nicht den Ausgleich zu kriegen.“

Rehden hatte von Beginn an Probleme, sein Spiel durchzuziehen. Oft fehlten die zündenden Ideen. Gefährlich wurde es nur, wenn‘s über die rechte Seite ging. Das lag zum einen an den starken Viktor Pekrul und Alexander Burgardt, zum anderen aber auch am überforderten VSK-Außenverteidiger Mahmoud Manaa. Als Beute gab‘s für Rehden das 1:0 durch Cüneyt Özkan (20.) und das 2:0 durch Erdal Ölge (33.). Der Ausfall von Torjäger Francis Banecki schien kein Problem zu sein, könnte aber noch eines werden, denn Stoffregen meinte zur Verletzung des Ex-Profis: „Francis hat praktisch alles: Knieprobleme, Rippenprellung und so weiter. Wir müssen sehen, dass wir ihn diese Woche wieder ans Laufen kriegen.“ Auch Mehmet Koc soll sich nicht zu lange ausruhen, der BSV hat gegen dessen Mega-Sperre von sechs Spielen aus dem Oldenburg-Spiel Einspruch eingelegt. „Wir lassen uns die Märchenstunde des Schiedsrichters nicht gefallen“, meinte BSV-Boss Friedrich Schilling.

Zurück zum Spiel, denn das wurde nach dem 2:0 überraschend schnell wieder spannend. Das Team der prominenten Söhne meldete sich in der 37. Minute zurück: Marco Ordenewitz zirkelte einen 18-Meter-Freistoß ins Tor. Die beiden anderen Profi-Sprösslinge, Patrick Hermann und Dennis Votava, fielen da als Mitglieder der Viererkette (naturgemäß) etwas weniger auf. Anders als ihr Nebenmann Nikolaj Strater, der einen langen Ball von BSV-Keeper Rene Damerow unterlief und Ölge das 3:1 schenkte (86.). Özkan vergab zwar kurz darauf kläglich (87.), doch dann schlug er genauso wie Jens Buddecke noch gandenlos zu (89. und 90.). Das haute vor allem VSK-Trainer Hermann um: „So darf man sich nicht abschießen lassen, im Winter sortiere ich aus.“

Bei den Gastgebern dagegen war die Stimmung natürlich bestens und die Vorfreude auf das Spitzenspiel am Samstag in Goslar (14 Uhr) schon riesig – wie zum Beispiel bei Ölge, der mit leuchtenden Augen forderte: „Da müssen wir zeigen, was wir drauf haben.“ Manuel Meyer kann das möglicherweise nicht. Der Kapitän zog sich im 100. Spiel für den BSV Rehden eine Knöchelverletzung zu.

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