Regionsliga-Handballer holen nach 32:29-Sieg über Meister TSV Eystrup Kreispokal

HSG Mittelweser in Feierlaune

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Friedhelm Gollnow, Frauen-Spielwart der Handball-Region Mitte Niedersachsen, gratulierte Mittelwesers Kapitän Fabian Riekenberg (l.) zum Kreispokal-Sieg und übergab einen Teller.

Hoya - Von Matthias Borchardt. Sie lagen sich jubelnd in den Armen, und Rückraumakteur Lars Hopmann stimmte über ein Mikrofon eine Humba an: Die Regionsliga-Handballer der HSG Mittelweser feierten am Sonnabend vor 450 Zuschauern in der Sporthalle in Hoya ausgiebig den Gewinn des Kreispokals. Dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit schlugen sie im Finale Cupverteidiger TSV Eystrup mit 32:29 (16:18).

Eystrups bulliger Kreisläufer Moritz Senning (l.) setzte sich in dieser Szene gegen Mittelwesers Jens Fricke durch und erzielte das Tor zum 13:11.Fotos (2): Borchardt

„Das ist einfach nur geil und die Krönung einer starken Saison“, strahlte Lars Hopmann. Mittelwesers Spielertrainer Markus Wallat wusste, wer entscheidenden Anteil am Erfolg hatte: „Eystrup hat sich vor allem in der zweiten Hälfte an unserem Torwart Thomas Wenhold die Zähne ausgebissen. Kämpferisch hat die ganze Mannschaft überzeugt.“ Der 46-jährige Thomas Wenhold freute sich und ließ sich das Pils schmecken: „Ich habe erstmals den Pott geholt. In der zweiten Halbzeit lief’s besser in der Abwehr, wir haben aber auch unsere Chancen konsequenter genutzt.“

Der TSV Eystrup, der sich ungeschlagen mit 39:1 Punkten die Meisterschaft in der Regionsliga (Region Mitte Niedersachsen) gesichert hatte, besaß spielerisch in den ersten 30 Minuten Vorteile, führte schnell nach einem Treffer von Mittelmann Volker Andresen (wurde von Martin Wohlers in der ersten Hälfte in Manndeckung genommen) mit 4:2 (4.). Die Gastgeber hielten in der Folgezeit dagegen, schafften durch ein Tor von Daniel Marcik beim 13:13 (23.) zum fünften Mal den Gleichstand. Es folgte eine bessere Phase des Meisters: Felix Schneermann, Andreas Brodt mit einem Doppelpack und Volker Andresen sorgten mit vier „Buden“ in Folge für eine 17:13-Führung (27.). Anschließend ließ der Favorit die Zügel aber schleifen. „Wir hätten uns weiter absetzen müssen“, monierte Eystrups Coach Michael Ender die Chancenverwertung seiner Akteure. So vergaben beispielsweise Henning und Wolfgang Kurowski jeweils einen Siebenmeter.

Nach dem Wechsel erhöhte der quirlige Linkshänder Andreas Brodt zwar auf 19:16 (34.), doch anschließend legte der Vizemeister der Regionsliga eine Schippe drauf. Björn Stolterfoth und Daniel Marcik mit einem Dreierpack drehten den Spieß zum 20:19 (40.) um. Es blieb spannend. In der 46. Minute handelte sich Eystrups Torjäger Henning Kurowski (4/2) nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte ein. „Das war ärgerlich, denn danach haben uns die einfachen Tore aus dem Rückraum gefehlt“, unterstrich Michael Ender.

Per Strafwurf glich Eystrups Knut Petersen (3/1) beim 24:24 (48.) letztmalig aus. Martin Wohlers und Daniel Marcik brachten die HSG Mittelweser mit zwei Treffern auf die Siegerstraße – 26:24 (50.). Da die Eystruper mehrfach an Keeper Thomas Wenhold scheiterten, wurde es nicht mehr eng. Pierre Stolterfoth, Martin Wohlers und der starke René Bauer bauten unter dem Jubel der Zuschauer den Vorsprung auf 31:26 (58.) aus und machten damit vorzeitig alles klar.

„Ich teile zwar nicht gern mit dem Nachbarn, aber die HSG Mittelweser hat verdient gewonnen. Der Siegeswille bei den Spielern war größer“, sagte Michael Ender. Während beim Cupgewinner Schlussmann Thomas Wenhold, Rückraumakteur René Bauer (9) und Regisseur Daniel Marcik (8) überzeugten, hinterließ beim TSV Eystrup Rechtsaußen Andreas Brodt (8) den stärksten Eindruck.

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