0:4-Schlappe gegen Norderstedt / Thinius enttäuscht / Keeper Meyer zu Werder

Aus der Regionalliga-Traum: Brinkum strandet am Elbdeich

Kreis-Diepholz - Aus Drochtersen berichtetCord KrügerDROCHTERSEN · Äußerst unsanft riss Eintracht Norderstedt gestern Abend den Brinkumer SV aus seinem Viertliga-Traum: Die Mannschaft von Trainer Frank Thinius verlor ihr zweites Spiel in der Relegationsrunde zur Regionalliga Nord auf dem neutralen Platz im Stadion des SV Drochtersen/Assel an der Unterelbe mit 0:4 (0:2) und musste nach dem Abpfiff zusehen, wie die Eintracht-Spieler den Aufstieg feierten. „Ich bin enttäuscht, wie wir uns hier präsentiert haben“, gestand Thinius inmitten der Norderstedter Ringeltänze: „Ich glaube, wir hatten heute einfach zu viel Schiss !“

Ganz so drastisch sah es Offensivmann Dennis Mertgen nicht, aber er gestand auch einen Klassenunterschied ein: „Man muss Norderstedts Leistung neidlos anerkennen. Wir haben im Mittelfeld keinen Zugriff aufs Spiel bekommen. Unsere Pässe kamen nicht an. Das war zu wenig.“

Eintracht übernahm vor 235 Zuschauern von Beginn an die Initiative: Nach 180 Sekunden ging ein erster Warnschuss von Steven Lindener knapp am langen Eck vorbei. Direkt im Gegenzug hätte Ole Strangmann bei seinem Konter einen Elfmeter bekommen können, weil ihn Marius Browarczyk rustikal umgerempelt hatte – doch die Pfeife von Schiri Tim Schröder blieb stumm. Zum Leidwesen der Brinkumer ebenso stumm wie beim Sprint aus stark abseitsverdächtiger Position von Linus Meyer, den Lindener geschickt hatte. Meyer ließ sich diese Chance frei vor BSV-Keeper Niklas Frank nicht nehmen und traf zum 1:0 (17.).

Eintrachts Führung – hochverdient. Denn die Blau-Weißen nahmen die Zweikämpfe zu zaghaft an und mussten bei manch präzisen Diagonalbällen staunend zusehen. Hätte Linksverteidiger Dimitri Khoroshun nicht einen so grundsoliden Part gespielt, und hätte Esin Demirkapi nicht eine so gute Zweikampfquote im Abwehrzentrum hingelegt, wäre die Partie womöglich früher entschieden gewesen. Torwart Frank klärte zudem in höchster Not gegen Yayar Kunath (39.), kurz darauf kam Ivan Sa Borges Dju einen Schritt zu spät bei einem Querpass von Linus Meyer (42). Frank musste vor der Pause dann aber doch noch zum zweiten Mal hinter sich greifen, weil Philipp Koch einen von Jannik Bender an Yayar Kunath verursachten Foulelfmeter sicher vollstreckte (45.).

Nach der Pause brachte Thinius Oliver Meyer für den zu blassen Tobias Cordes – und Brinkum tat nun mehr nach vorn. Die bis dato dickste Chance vergab Anil Morkan, als er nach einem Freistoß von Bender knapp über den Querbalken köpfte (51.). Morkan prüfte auch Eintracht-Schlussmann Höcker mit einem satten Freistoß (73.), doch wenig später war die Partie gelaufen: Der eingewechselte Miché Makome-Mabouba schob einen Querpass von Dane Kummerfeld zum 3:0 ein (75.). Den Schlusspunkt setzte Kunath mit sehenswertem Drehschuss (85.).

„So verliert natürlich niemand gern, aber ich fand, dass diese Relegation eine wertvolle Erfahrung für uns war“, stellte Mertgen heraus. Diese Erfahrung ist noch nicht beendet: Am Samstag um 16 Uhr tritt Brinkum beim niedersächsischen Oberliga-Zweiten Lupo Martini Wolfsburg an, der noch Platz zwei in der Relegation erreichen kann. „Da gebietet es die Fairness, dass wir uns dort nicht abschießen lassen“, forderte der BSV-Coach eine Leistungssteigerung.

Am Rande der Partie gab BSV-Manager Frank Kunzendorf neben dem seit Montagabend fixen Wechsel des Weyhers Jannis Berendt auch die Verpflichtung von Mittelfeldmann Nicolai Gräpler (18) bekannt, der von den A-Junioren des TuS Sudweyhe kommt. Zudem stößt Mathis Peters aus der Brinkumer A-Jugend zum Kader. Der Nachwuchs-Keeper saß gestern Abend bereits auf der Ersatzbank. Dafür verlässt Torwart Tim Meyer den Brinkumer SV in Richtung des Bremen-Liga-Konkurrenten Werder Bremen III.

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