Vergebene Hochkaräter vor der Pause

Rehden verliert nach schwacher Anfangsphase 0:3 bei Werder II

Belal Halbouni (links) und Bocar Djumo
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Eine entscheidende Szene: Bremens Belal Halbouni (links) rutscht weg und macht den Weg frei für Bocar Djumo, der Rehdener nutzt die Großchance jedoch nicht.

Der BSV Rehden hat am Samstagnachmittag mit 0:3 bei Werder Bremen II verloren. Die Schwarz-Weißen fanden schlecht in die Regionalliga-Partie und vergaben vor der Pause zwei hochkarätige Chancen.

Bremen – Plötzlich rutscht Belal Halbouni aus – und Bocar Djumo läuft frei aufs Tor zu. Der pfeilschnelle Angreifer legt sich den Ball auf seinen starken linken Fuß, blickt einmal hoch – und scheitert dann mit seinem Abschluss an Louis Lord.

Es war die Riesenchance, den BSV Rehden wieder zurückzubringen in dieses Regionalliga-Spiel beim SV Werder Bremen II. Doch Djumo vergab sie, oder besser gesagt: Keeper Lord machte sie zunichte. „Ich weiß nicht, ob er mich tunneln wollte, ich weiß nur noch, dass ich den Ball gehalten habe“, erklärte der erst 17-jährige Schlussmann nach dem Spiel über die Szene aus der 36. Minute. Seine Werderaner blieben durch die Parade am Samstagnachmittag in der Spur, gingen mit einer 2:0-Führung in die Kabine und fuhren einen am Ende weitgehend ungefährdeten 3:0-Sieg ein.

Trainer Golombek: „Sind erst nach dem 2:0 wach geworden“

„Wir haben die erste halbe Stunde verpennt“, stellte BSV-Trainer Andreas Golombek fest. Er bemängelte die individuellen Fehler vor den Gegentoren. So entstand aus einem eigentlich harmlosen Einwurf das 1:0 für Bremen, als Justin Njinmah Rehdens Jan Roschlaub alt aussehen ließ, Tim van de Schepop den Ball übernahm, noch drei Gäste stehen ließ und dann traf (3.). 16 Minuten später reichte ein aus dem Mittelkreis gechippter Freistoß in den BSV-Strafraum, Keeper Maciej Czyzniewski kam heraus, doch Keanu Schneider vor ihm an den Ball – 2:0. „Erst dann sind wir wach geworden“, befand Golombek.

Niklas Kienes flachen 25-Meter-Freistoß hielt Lord ohne Probleme (23.), dann patzte Werders Innenverteidiger Halbouni. Doch der junge Torwart bügelte aus, rettete zur Ecke. „Kein Vorwurf an ihn“, sagte der Syker in Richtung Halbouni: „Wir sind eine Mannschaft, das ist ein Geben und Nehmen.“ Beim gefährlichen Abschluss von Jaroslaw Lindner im Anschluss an die Ecke (37.) wäre Lord wohl ebenfalls da gewesen, genau wie bei Rehdens zweitem Hochkaräter vor der Halbzeit. Kienes Flanke zwischen die beiden SVW-Innenverteidiger landete auf dem Kopf von Altrim Pajaziti, der Offensivmann traf den Ball jedoch nicht richtig. Lord ließ den Aufsetzer über die Latte springen (40.). „Wenn wir die machen, wird so eine Mannschaft auch mal nervös“, meinte Golombek mit Blick auf das junge Bremer Team, das von Ex-Profi Philipp Bargfrede angeführt wurde.

Djumos Platzverweis verschärft die Personalsituation

Doch die Schwarz-Weißen hatten eben nicht getroffen, und so spielten die Gastgeber die Partie nach dem Seitenwechsel problemlos nach Hause. Der BSV kam zwar mit Wut im Bauch aus der Kabine, Torchancen sprangen aber nicht heraus. Addy-Waku Menga sollte mit seiner Einwechslung (67.) die nötige Durchschlagskraft bringen – der Routinier wurde aber jäh ausgebremst. Bocar Djumo sah nach einem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (68.) vom Unparteiischen Kevin Rosin (SV Lieth), Minuten zuvor hatte er nach einem Gerangel den gelben Karton gesehen. „Ich will die Schiedsrichter nicht immer kritisieren“, betonte Golombek, „aber die Entscheidung verstehe ich nicht. Bocar stand nur da, wollte zum Ball, und dann ist sein Gegner in ihn reingelaufen.“

Die nun folgende Ein-Spiel-Sperre erleichtert die Personalsituation für die Rehdener auch nicht, ganz im Gegenteil. Am Samstag hatte Golombek nur drei Feldspieler auf der Bank, „wir pfeifen aus dem letzten Loch“, unterstrich der Fußballlehrer: „Trotzdem hat die Truppe, die wir dabeihatten, vor dem Spiel gesagt: Wir wollen!“

Den Willen sprach der BSV-Coach seinen Spielern auch zu Recht nicht ab, das reichte nur letztlich einfach nicht. Malik Memisevic sorgte wenige Sekunden nach seiner Einwechslung für den 3:0-Endstand (87.) – zur Freude von Lord. „Wir haben die Tore zu guten Zeitpunkten geschossen. Es war ein körperbetontes Spiel, das haben wir gut angenommen. Ich bin auf jeden Fall zufrieden“, resümierte der Keeper und fügte schelmisch grinsend an: „Zu null geht immer.“

Niemann neu im Tor

Ein neuer Torwart für den BSV Rehden: Am Samstagvormittag verkündeten die Schwarz-Weißen die Verpflichtung von Flemming Niemann. Der 25-Jährige aus dem Kreis Minden wurde in der Jugend von Arminia Bielefeld ausgebildet und spielte danach für den Karlsruher SC, den FC Augsburg und den FC Carl-Zeiss Jena. „Wir sind froh, einen Jungen aus der Region bekommen zu haben, der menschlich und auch sportlich perfekt in unsere Philosophie passt“, wird Rehdens Co-Trainer Michael Hohnstedt in einer Meldung zitiert, die der BSV über die sozialen Netze verbreitete.

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