Nach dem Vizetitel in der Verbandsliga kennt jeder die HSG Barnstorf/Diepholz II

Realist Mosel wünscht sich „eine sichere Saison“

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Daumen hoch auf eine erfolgreiche Saison (v.l.): Benjamin Förster, Jeldrik Heemann, Kai Hirsekorn, Bernd Pundt und Marcel Haab, Neuzugänge bei der HSG Barnstorf/Diepholz II, zusammen mit Spielertrainer Nils Mosel. Es fehlt Lukas Eule.

Barnstorf - Von Malte Rehnert. Eigentlich würde es in der neuen Handball-Saison ein sehr, sehr interessantes Oberliga-Duell geben: Die HSG Barnstorf/Diepholz I gegen die HSG Barnstorf/Diepholz II. Weil die Regeln das aber nicht zulassen, bleibt die Reserve in der Verbandsliga Nordsee. Die völlig überraschende Vizemeisterschaft des Aufsteigers war somit nur ein „Durchmarsch auf dem Papier“ – so nennt es Trainer Nils Mosel gerne.

Dass seine Mannschaft in der Spielzeit 2017/2018 noch mal als Zweiter abschneidet, kann sich der 35-Jährige trotz des sportlichen Ehrgeizes nicht so recht vorstellen. „Die Liga“, meint Mosel, „ist nicht gerade schwächer geworden“. Sondern eher stärker.

Rhythmus fehlt aufgrund abgesagter Testspiele

Und was genau seine eigene Mannschaft zu leisten imstande ist, darauf ist der spielende Coach, der gleich in seinem ersten Jahr in dieser Doppelfunktion den Aufstieg geschafft hat, ebenfalls sehr gespannt. Die Vorbereitung lief jedenfalls nicht gerade nach Wunsch. Gleich drei geplante Testpiele wurden von den Gegnern kurzfristig abgesagt. „Das war ein bisschen nervig. Klar, dass dann der Rhythmus noch nicht so da ist“, seufzt Mosel, der hauptsächlich die Trainingseinheiten nutzen musste, um ein paar Neuheiten einzustudieren. „Da geht es zum Beispiel um Positionswechsel in der Abwehr“, sagt er. Grundlegendes mache er nicht anders: „Wir haben unsere zwei Systeme mit 6:0 und 3:2:1, die werden wir beibehalten.“

Verändert hat sich allerdings das Personal – zumindest ein bisschen. Constantin Pasenau hat die HSG mit noch unbekanntem Ziel verlassen. Frederik Hohnstedt und Kapitän Tobias Mundhenke versuchen ihr Glück in der „Ersten“ eine Klasse höher und schlagen sich dort laut Mosel gut. Der 35-jährige Förderschullehrer ist auch in der neuen Saison wieder als Ausbilder und An-den-Herrenbereich-Heranführer gefragt – in Marcel Haab, Kai Hirsekorn, Jeldrik Heemann und Lukas Eule sind gleich vier Talente aus der eigenen Jugend neu dabei. Hinzu kommen Keeper Benjamin Förster aus der „Dritten“ und Berndt Pundt aus dem Aufgebot der „Ersten“.

Schwierigkeiten für eine zweite Mannschaft Zugänge zu finden

„Mit dem Kader bin ich total zufrieden. Wir haben viele junge Leute, aber auch weiterhin viel Erfahrung – und die werden wir auf jeden Fall brauchen“, betont Mosel, der auch gerne noch den einen oder anderen Auswärtigen in Barnstorf begrüßt hätte: „Es gab auch Gespräche. Aber es ist schwierig für eine zweite Mannschaft – zumal unsere Erste nur eine Liga höher spielt.“

Und genau dorthin, in die Oberliga, will offenbar mit aller Macht die HSG Delmenhorst. „Es ist schon Wahnsinn, wie die aufgerüstet haben“, staunt Mosel über seinen persönlichen Titel-Topfavoriten: „Die Meisterschaft wird nur über sie führen, das ist klar.“

Er selbst wäre schon glücklich, wenn die HSG das zweite Verbandsliga-Jahr sorgenfrei verbringen könnte. „Wir sind jetzt nicht mehr unbekannt, werden auf keinen Fall unterschätzt“, glaubt Mosel und ergänzt mit einem Schmunzeln: „Man will sich ja eigentlich immer verbessern, aber ich werde jetzt sicher nicht die Meisterschaft als Ziel ausgeben. Wir wollen eine sichere Saison und nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben.“

Schwieriges Auftaktprogramm

Die Barnstorfer müssen aber aufpassen, nicht gleich unten reinzurutschen. Das Startprogramm ist haarig. Nach dem Auftaktspiel in eigener Halle gegen die TSG Hatten-Sandkrug (Samstag, 17.00 Uhr) folgen gleich vier Auswärtsspiele – unter anderem in Delmenhorst. Zu Hause darf die HSG dann erst wieder am 21. Oktober ran.

Im Januar 2018 gibt es zum Hinrunden-Abschluss das Kreisduell gegen Aufsteiger TuS Sulingen – mit dem Ex-Barnstorfer Jan Mohrmann im Team. „Da freue ich mich schon sehr drauf. Klasse, dass Sulingen es geschafft hat“, findet Mosel: „Wir haben insgesamt viele interessante Spiele vor uns. Ich bin gespannt.“

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