Bassums Sportschütze Thomas Hoppe sammelt Titel am Fließband

Rastlos mit ruhiger Hand

Bassums Thomas Hoppe hat es bis in die Nationalmannschaft geschafft.

BASSUM (töb) · Thomas Hoppe einmal privat in seiner Wohnung in Langenhagen anzutreffen – ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Als Informatiker im Außendienst ist er ständig unterwegs – und als Sportschütze ebenfalls.

Postleitzahl von Langenhagen? Der 30-Jährige muss lange überlegen – um dann zu passen: „Von meiner Arbeitsstelle weiß ich die, von meinen Eltern in Hameln auch – von meiner Wohnung leider auf Anhieb nicht“, zuckt Hoppe mit den Schultern und lacht dabei.

Und wenn Hoppe einmal nicht beruflich auf Achse ist, dann frönt er ausgiebig seinem Hobby: Schießen mit der Freien Pistole und der Luftpistole. Seit seinem zwölften Lebensjahr tut er dies nun schon mit beachtlichem Erfolg, denn bereits zwei Jahre später wurde der gebürtige Hamelner in den Landeskader berufen. „Danach habe ich dann auf sportlicher Ebene nichts anderes mehr gemacht als Sportschießen“, sagt Hoppe.

Und dies so gut, dass er sich 1999 dem SV Bassum von 1848 anschloss, für den er immer noch an den Start geht. „Bassum hat damals in der Luftpistolen-Bundesliga geschossen – das hat mich gereizt“, erinnert sich Hoppe. Und für die Lindenstädter sammelte er viele Erfolge ein. So auch im laufenden Jahr. Hoppe wurde Bezirksmeister im Luftpistolen-Einzel, schnappte sich auch den Titel als Landesverbandsmeister (Einzel und Mannschaft), nahm an der DM teil, erreichte das deutsche Pokal-Finale, wurde für die Nationalmannschaft, startete beim Weltcup in Mailand – und, und, und.

Kein Wunder also, dass Hoppe nur schwer zu erreichen ist. Ach ja: Mit dem SV Broistedt, für den er nach dem Bassumer Abstieg in der Luftpistolen-Bundesliga schießt, holte er sich in dieser Jahr den DM-Vizetitel, was ihm mit den Broistedtern auch mit der Freien Pistole gelang.

Und was würde der 30-Jährige, der mit der Luftpistole einen Bestwert von 391 Ringen (40 Schuss) aufweist, tun, sollte Bassum 1848 im kommenden Jahr in die Bundesliga zurückkehren? „Das kann ich wirklich nicht sagen. Mit den Bassumern, die ich oft bei Wettkämpfen sehe, komme ich bestens klar. Aber auch in Broistedt fühle ich mich wohl . . .“ In Bassum jedenfalls sieht man Thomas Hoppe nur selten. Aus gutem Grund, denn zum Training bleibt er lieber in der Landeshauptstadt und übt dreimal pro Woche im Landesstützpunkt. Pro Einheit gibt er dabei in zweieinhalb bis drei Stunden etwa 130 bis 140 Schuss ab.

Und was soll das Jahr 2010 für Hoppe bringen? Die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen: „Die WM im eigenen Land in München-Hochbrück. Da hätte ich Heimvorteil, denn auf diesem Stand habe ich schon oft bei der DM geschossen.“

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