„Spieler des Wochenendes“

Brinkums Ramien Safi: Speedster mit Killerinstinkt

Pascal Wiewrodt (li.) und Ramien Safi
+
Glückwünsche zur starken Leistung: Brinkum-Keeper Pascal Wiewrodt (li.) herzt Stürmer Ramien Safi nach dessen drei Toren beim 5:0-Erfolg gegen Komet Arsten.

Ramien Safi war am Freitagabend beim 5:0-Sieg des Brinkumer SV beim TuS Komet Arsten der überragende Mann. Der Niederländer kann sich auf dem Fußballplatz vor allem auf sein Tempo verlassen.

Brinkum – Seine Gala krönte Ramien Safi mit ein paar Tagen Erholung. Kurzurlaub in der Heimat Amsterdam mit seiner Freundin Melissa. Den hat sich der Stürmer des Brinkumer SV auch verdient nach seinen drei Toren zum Bremen-Liga-Auftakt gegen den TuS Komet Arsten. Die kurze Auszeit kann aber nicht nur als Belohnung, sondern auch als Vorbereitung verstanden werden. Für das zweite Saisonspiel morgen (18.30 Uhr) gegen den SC Borgfeld. „Da bin ich wieder dabei, am Dienstagabend fahren wir zurück“, sagt Safi. Ein Versprechen, das wie eine Drohung klingt. An Borgfeld.

Wenn der 21-Jährige dann nur annähernd an seine Form anknüpfen kann, wird er für den Gegner zum Problem. Eigentlich für jeden Gegner. Nimmt er einmal Tempo auf, ist Safi kaum zu halten. „Ramien ist anders schnell“, meint BSV-Coach Mike Gabel fast ehrfürchtig – und mittlerweile weiß der Flügelspieler diese Geschwindigkeit auch in Scorerpunkte umzumünzen. Das war im Herrenbereich nicht immer so. Weder beim TuS Sulingen noch beim TB Uphusen.

Brinkum-Trainer Gabel hat Safi das Tricksen abgewöhnt

Doch Gabel, der Safi seinerzeit nach Uphusen und dann ein Jahr später auch an den Brunnenweg gelotst hatte, arbeitet mit seinem Juwel viel an der Torgefahr. Die kam und kommt mit einer leicht veränderten Spielweise. „Früher hat er häufig gestoppt und noch zwei Übersteiger gemacht“, erklärt der Trainer: „Das haben wir ihm abgewöhnt, er soll mit Zug Richtung Tor gehen.“ Sein „Trick“ sei mittlerweile, „ins Eins-gegen-eins“ zu gehen und den Ball vorbeizulegen, erzählt Safi schmunzelnd.

Am Freitagabend gegen Arsten klappte das fast in Perfektion. Der in typischer Brinkum-Manier flexibel – mal rechts, mal links, mal zentral – spielende Angreifer zog bei zwei Treffern über die linke Seite nach innen, ließ Gegenspieler stehen und traf dann trocken mit seinem starken rechten Fuß. Sein drittes war „so ein Trainingstor, ein Risikoschuss, der auch 100 Meter drüber gehen kann“, erinnert sich Safi zurück.

Safi hätte Lust auf ein Sprint-Duell mit Diaby, Coman oder Davies

Dreierpack – da könnte man meinen, Trainer und Spieler sind voll zufrieden. Doch das passt nicht in die Denkweise beim Brinkumer SV. „Ich hätte noch zwei Tore mehr machen müssen“, findet der Stürmer, Gabel war mit der Rückwärtsbewegung nicht ganz einverstanden. „Das stimmt, das muss besser werden“, gesteht Safi ohne Umschweife: „Sonst bekommen wir ein Problem gegen bessere Gegner.“

Der Speedster ist nie zufrieden. Noch nicht mal mit seiner Geschwindigkeit. „Man kann immer schneller werden“, behauptet er: „Wichtig ist die Lauftechnik, daran arbeite ich auch mit unserem Athletiktrainer Klaus Lange.“ Gerne würde er sich mal vergleichen mit den allerschnellsten seines Sports. „Es wäre cool, gegen Moussa Diaby, Kingsley Coman oder Alphonso Davies zu sprinten, um zu schauen, wie schnell die wirklich sind“, sagt Safi mit Blick auf die Profis von Bayer Leverkusen und Bayern München. Gabel stellt ihm immerhin in Aussicht, beim Training in Zukunft mal die Zeit zu messen – auf 40 Meter zum Beispiel. „Ich kann mir vorstellen, dass er vom Tempo her in der Bundesliga mithalten könnte“, glaubt der BSV-Trainer.

Mit Brinkum in die Regionalliga?

Ob es für Safi so hoch hinaus geht, steht in den Sternen. Die Bremen-Liga soll aber nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Ramien muss nächste Saison in der Regionalliga spielen, auch wenn wir nicht aufsteigen“, betont Gabel. Doch Safi will es mit dem BSV schaffen. „Das ist noch mal was anderes, als wenn man in die Liga wechselt“, findet der 21-Jährige, der auch aus beruflichen Gründen gerne weiter in Brinkum spielen würde. „Ich mache eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann in Arsten, gehe jetzt ins dritte Jahr“, erzählt der Niederländer – im Übrigen völlig akzentfrei.

Im Alter von 13 Jahren zog er mit seinen Eltern nach Sulingen, sein Vater hatte dort einen Job gefunden. Das Fußballspielen hatte der in Groningen geborene Ramien Safi zuvor bei ADO Den Haag gelernt, zum Training fuhr er von seinem Wohnort Amsterdam aus eine knappe halbe Stunde. „Nur mein Bruder lebt noch hier“, berichtet er über seine Heimat, die Safi noch häufig besucht. Zum Beispiel, um nach einer Gala-Vorstellung auf dem Rasen den verdienten (Kurz-)Urlaub zu genießen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Meistgelesene Artikel

Rehdens Remis in Jeddeloh

Rehdens Remis in Jeddeloh

Rehdens Remis in Jeddeloh
Eine Reise ins Ungewisse

Eine Reise ins Ungewisse

Eine Reise ins Ungewisse
„An Aufgabe denke ich nicht“

„An Aufgabe denke ich nicht“

„An Aufgabe denke ich nicht“
Jörg Amrhein Trainer in Syke

Jörg Amrhein Trainer in Syke

Jörg Amrhein Trainer in Syke

Kommentare