2:0 gegen SAV

Safi belohnt die Brinkumer Geduld mit seinem späten Doppelpack

Redouan Kaid (rechts) und Lokman Abdi
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Lange verzweifelten Redouan Kaids (rechts) Brinkumer an ihrer Chancenverwertung – am Ende gab es dann aber doch den Heimerfolg gegen Lokman Abdis SG Aumund-Vegesack.

Trainer Mike Gabel war am Samstag „super stolz“ auf seine Spieler vom Brinkumer SV. Der Grund: Die Fußballer waren trotz vieler vergebener Chancen ruhig geblieben – und hatten sich beim 2:0-Sieg gegen die SG Aumund-Vegesack spät wie verdient noch belohnt.

Brinkum – Nach dem Abpfiff nahm Mike Gabel den erschöpft lächelnden Ramien Safi in den Arm und raunte ihm in seiner typisch humorvoll-kritischen Art zu: „Wenn du den nicht gemacht hättest...“ Dann lachten Trainer wie Spieler des Brinkumer SV. Das Gute für Safi (und Gabel): Der Fußballer hatte ihn gemacht. Nach einem Sprint über 70 Meter traf der 22-Jährige kurz vor Schluss mit etwas Glück zum 2:0 (0:0)-Endstand gegen die SG Aumund-Vegesack – nachdem er sich gegen den vermeintlich sichereren Querpass auf den frei stehenden Bowen Wang entschieden hatte (90.+2).

„Es war schwierig, aber verdient“, sagte Safi über den hart erkämpften Sieg in der Bremen-Liga-Partie am Samstagnachmittag. „Gegen solche Mannschaften musst du gewinnen“, fügte der Matchwinner hinzu, der zuvor auch das erste – und enorm wichtige – 1:0 erzielt hatte (82.).

Artmann muss früh vom Platz

Safi war auch vor seinen beiden Toren der auffälligste Mann auf dem Kunstrasen am Brunnenweg gewesen, immer wieder wirbelte der Flügelstürmer durch die SAV-Defensive, war an vielen gefährlichen Aktionen beteiligt. Doch ob Safi seine Füße im Spiel hatte oder nicht – das Ergebnis blieb lange Zeit das gleiche: Bei Vegesacks starkem Torwart Jan Niklas Dähne war Endstation. „Er hat wahnsinnig gehalten“, staunte auch Gabel.

Zum Beispiel gegen Safis Abschluss aufs lange Eck (10.). Oder bei Omar Kujabis Versuch nach starker Kombination über Hyoungbin Park (früh für den am linken Oberschenkel verletzten Kevin Artmann eingewechselt) und Yassin Bekjar (42.).

Dähnes Glanztaten waren jedoch nicht auf die erste Halbzeit beschränkt, in der 57. Minute scheiterte Bekjar am Keeper, Safis Nachschuss wurde erst auf der Linie geblockt. Ähnlich war es fünf Minuten später: Bekjar hatte Dähne ausnahmsweise mal überwunden, nach seinem Querpass dauerte es bei Safi aber ein bisschen zu lange. Kujabi scheiterte danach am Außennetz (68.).

Safis 24. Tor im 16. Saisonspiel bedeutet die Entscheidung

Brinkum lief nun etwas die Zeit davon, Unruhe oder gar Panik kamen im Spiel der Gastgeber jedoch nie auf – und dann gelang Safi die Erlösung. Nach einer schnell ausgeführten Ecke duckte sich Wang unter seinem Flanken-Chip weg, und der Ball trudelte ins lange Eck. „Ramien weiß immer, was er tut“, meinte Bekjar mit einem Grinsen im Gesicht auf die Frage nach der Absicht bei diesem Treffer. In einer ganz ähnlichen Situation hätte Mittelstürmer Bekjar vor dem Seitenwechsel beinahe geknipst, als er – im Gegensatz zu Wang – den Kopf in die Safi-Flanke hielt, der Ball jedoch haarscharf am Tor vorbei strich (39.).

Die Führung geriet im Anschluss nicht mehr in Gefahr, beim letzten Konter machte Safi mit seinem 24. Tor im 16. Saisonspiel alles klar.

„Wir hatten echt viele Chancen“, sagte der Niederländer – erleichtert, dann doch noch zwei genutzt zu haben. „16 Abschlüsse“ hatte Gabel bereits in der ersten Hälfte gezählt, „in der zweiten waren es noch mehr.“ Kritik üben wollte der Coach aber keine, vielmehr gab es ein großes Kompliment für seine Mannschaft. „Wir sind ruhig geblieben, auf dem Platz, auf der Bank“, lobte der 39-Jährige: „Ich bin super stolz auf die Jungs.“

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