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Unaufhaltsamer Ramien Safi führt Brinkum beim 5:1 gegen Blumenthal ins Pokal-Halbfinale

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Von: Felix Schlickmann

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Ramien Safi
Fantastischer Auftritt: Ramien Safi war für den Blumenthaler SV nicht zu halten. © Schlickmann

Der Brinkumer SV darf weiter vom Pokaltriumph träumen. Hauptgrund dafür: Ramien Safi, der beim 5:1 im Viertelfinale gegen den Blumenthaler SV mit einem Tor, zwei tollen Vorlagen und einem herausgeholten Elfmeter glänzte.

Brinkum – Ramien Safi durfte sich die Reihenfolge der Gratulanten praktisch aussuchen. Alle Fußballer vom Brinkumer SV waren am Mittwochabend nach dem 5:1 (1:0) im Bremen-Pokal-Viertelfinale gegen den Blumenthaler SV auf dem Weg zum Matchwinner, einer nach dem anderen klatschte mit dem 22-Jährigen ab. „Ich habe einfach versucht, es meinen Mitspielern leicht zu machen“, sagte Safi grinsend nach seinen beiden Traumvorlagen: „Dass es dann auch noch gut aussah, freut mich natürlich umso mehr.“

Und diese Aussage trifft auch noch auf das 1:0 (42.) zu, dass der pfeilschnelle Flügelstürmer höchst selbst erzielte. Nach einer Eugen-Uschpol-Ecke faustete Blumen-thals Torwart Mahmoud Hachem raus, Safi fackelte im Rückraum nicht lange und traf flach. Zuvor hatten es die Gäste dem Favoriten extrem schwer gemacht, lediglich Yassin Bekjar kam aussichtsreich zum Abschluss, scheiterte aber an Hachems starker Fußabwehr (19.). „Es war schwierig, sie am Anfang ins Laufen zu bringen“, sagte Brinkums Trainer Mike Gabel mit Blick auf die Gäste: „Sie waren sehr passiv.“

Demirkapi und Wang treffen vom Punkt

Das änderte sich in Abschnitt zwei, Blumenthal lief höher an. Zunächst hätten die Gastgeber daraus zweimal beinahe Kapital geschlagen, der für den Gelb-Rot-Gefährdeten Oriyama Nao eingewechselte Bowen Wang scheiterte aber am Außennetz (57.), und Omar Kujabis gefährliche Hereingabe klärten die Gäste in höchster Not (59.). Wie Chancenverwertung geht, machte dann Nuno Porquet vor, der die allererste Blumenthaler Chance nach einem Konter nutzte – 1:1 (66.).

Brinkum zeigte sich jedoch keinesfalls geschockt – und konnte sich eben wieder einmal auf Safi verlassen. Der Angreifer zog nun groß auf, enteilte nach tollem Chip von Kevin Artmann auch dem glänzend aufgelegten Hachem und behielt den Kopf oben: Wang hatte bei der erneuten Führung leichtes Spiel (69.). Noch schöner war der Assist zum 3:1: Erneut war Safi zu schnell für die Blumenthaler, gleich fünf Spieler konnten den 22-Jährigen – auch mit Foulversuchen – nicht halten. Nutznießer war diesmal Bekjar, der problemlos erhöhte (72.). Wie sehr Safi den Gästen zusetzte, zeigte dann die 79. Minute, als Kilian Lammers den Niederländer an der Strafraumkante unfair hielt; Kapitän Esin Demirkapi verwandelte sicher vom Punkt.

Gabel-Team nun gegen die Leher TS

Fünf Minuten später wechselte Gabel den Spieler des Spiels unter großem Applaus aus, ein Tor legte Brinkum aber auch ohne Safi noch nach: Wang setzte – ebenfalls per Elfmeter, den der eingewechselte Allah Aid Hamid herausgeholt hatte – den Schlusspunkt (90.).

„Es war ein Geschenk, dass die uns höher angelaufen sind“, meinte Gabel grinsend und brachte dann den „Stolz auf die Mannschaft“ zum Ausdruck: „Wir sind ruhig geblieben. Es ist etwas Besonderes, zweimal in Folge im Halbfinale zu stehen.“ Dort wartet nun am 15. April (15.00 Uhr) die Leher TS.

Stenogramm

Brinkumer SV - Blumenthaler SV 5:1 (1:0) - Brinkum: Wiewrodt - Kujabi (83. Niefer), Demirkapi, Uschpol, Gräpler - Park, Li, Artmann - Safi (83. Krefta), Nao (46. Wang), Bekjar (76. Aid Hamid) - Tore: 1:0 (42.) Safi, 1:1 (66.) Porquet, 2:1 (69.) Wang, 3:1 (72.) Bekjar, 4:1 (79./Foulelfmeter) Demirkapi, 5:1 (90./Foulelfmeter) Wang. Schiedsrichter: Mirko Eggers (OT Bremen).

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