Fehlerquote zu hoch

HSG Barnstorf/Diepholz unterliegt Elsflether TB 26:30

Erfolgreicher Abschluss: Lars von Kamp (am Ball), Linksaußen beim Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz, lief in dieser Szene zum Kreis ein und traf. Die Elsflether Malte Janßen und Béla Rußler (l.) schauten nur noch hinterher.

Diepholz - Welch ein Kontrast: Auf der einen Seite tanzten die Spieler des Elsflether TB im Kreis, skandierten „Auswärtssieg, Auswärtssieg!“, auf der anderen Seite schlichen die Akteure der HSG Barnstorf/Diepholz mit gesenkten Köpfen in die Kabine. Der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus: Die Gastgeber verloren am Samstag vor 250 Zuschauern in der Diepholzer Mühlenkamphalle das „Vier-Punkte-Spiel“ gegen das bisherige Tabellenschlusslicht mit 26:30 (12:12).

„Das war der erwartet starke Gegner. Wir machen einfach zu viele Fehler. Die Aufholjagd hat zu viel Kraft gekostet. Die Aufgaben werden nicht mehr leichter“, unterstrich Barnstorfs Interimstrainer Heiner Thiemann, der lediglich mit Abstrichen Torhüter Donatas Biras eine ordentliche Leistung attestierte. Dagegen erwischte Rückraumakteur Kamil Chylinski (4/3) genauso einen schlechten Tag wie Rechtsaußen Kevin Heemann, der nur einen Treffer erzielte.

HSG-Kapitän Cedric Quader wirkte angefressen: „Das war heute nichts! Das ist ein Rückschlag. Der Gegner hat mehr gekämpft als wir. Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht, waren unkonzentriert. In der Abwehr haben wir keinen Zugriff bekommen, gerade in Eins-gegen-Eins-Situationen sahen wir schlecht aus.“ Auch Linkshänder Jan Linné, der fünfmal traf, ärgerte sich über die zehnte Saisonniederlage: „Wir haben uns selber geschlagen und mehrfach die Bälle weggeworfen. Das ist eine verpasste Gelegenheit, sich punktemäßig vom Elsflether TB abzusetzen.“

Heemann nahm von Beginn an Elsfleths torgefährlichen Rückraumakteur Florian Doormann (9/6) in Manndeckung. Die Gäste waren darauf eingestellt, vor allem Béla Rußler (4) setzte in der zweiten Reihe Akzente, traf zum 2:1 (4.), 4:2 (10.) und 6:4 (13.). Außerdem stellte der robuste Kreisläufer Martin Wille Quader in der Deckung vor Probleme. Er holte mehrere Siebenmeter heraus, die Doormann eiskalt verwandelte. In einer besseren Phase drehten Andrius Gervé, Linné und Jakub Anuszewski den Spieß zum 8:7 (19.) um. Sicherheit gab das aber nicht, denn vorn unterliefen den Hausherren einige technische Fehler. Sie konnten sich zum Glück auf Biras verlassen, der freie Bälle von Bastian Rambau, Jannes van Dreumel und Christopher Santen hielt. Stefan Beljic legte zwar noch einmal zum 12:11 (28.) vor, doch Doormann egalisierte zum 12:12-Pausenstand.

Nach dem Wechsel drehte vor allem Elsfleths Linkshänder Christopher Santen auf, warf sechs seiner insgesamt sieben Tore in der zweiten Hälfte. Er erhöhte auf 20:18 (39.). Doormann baute den Vorsprung mit vollstrecktem Strafwurf auf 22:19 (42.) aus. Thiemann stellte die Deckung auf 3:2:1 um, beorderte Heemann in die Spitze. Jetzt lief´s besser. Lars von Kamp und Beljic glichen zum 24:24 (50.) aus. Als Beljic die Heimmannschaft mit dem Tor zum 26:25 (53.) auf die Siegerstraße brachte, hofften die Barnstorfer auf ein Happy End. Pustekuchen: Sie offenbarten weitere Schwächen, wirkten unkonzentriert. Der Tabellen-13. nutzte die Fehler schonungslos aus, zeigte den größeren Siegeswillen und brachte mit einem 5:0-Lauf den 30:26-Erfolg unter Dach und Fach. Am Ende jubelte nur der Elsflether TB.

Stenogramm:

HSG Barnstorf/Diepholz - Elsflether TB 26:30 (12:12) - Barnstorf/Diepholz: Biras, Hohnstedt - Beljic (5), von Kamp (3), Anuszewski (2), Srederis (n.e.), Linné (5), Quader, Chylinski (4/3), Pernar (3), Dehmel (n.e.), Gervé (3), Heemann (1), Liutikas (n.e.). Siebenmeter: Barnstorf/D. 3/3, Elsfleth (6/6); Zeitstrafen: Barnstorf/D. 4, Elsfleth 2; Schiedsrichter: Jan Bröcker/Markus Richter (TV Bissendorf-Holte/TSG 07 Burg Gretesch) nahmen in den Schlussminuten den Gastgebern einige Male den Vorteil, pfiffen zu früh. Insgesamt boten sie aber eine ordentliche Leistung. Zuschauer: 250.

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