Klares 8:4 in Sande / Verlorene Schlüsselduelle sorgen für 7:7 gegen Oldendorf

Puls und Co. starten fast perfekt

Machte den Sack zu: Melanie Schneider holte Heiligenrodes achten Punkt in Sande.

Heiligenrode – Auftakt nach Maß für den TSV Heiligenrode in der Tischtennis-Oberliga der Damen: Erst triumphierten Spitzenspielerin Nele Puls und Co. beim TuS Sande mit 8:4, ehe ihnen zwei Tage später ein respektables 7:7 gegen die Spvg. Oldendorf glückte. Diese drei Zähler dürften sich für das TSV-Quartett im Abstiegskampf noch als Gold wert erweisen.

TuS Sande – TSV Heiligenrode 4:8: „Das lief viel besser als gedacht“, strahlte Heiligenrodes Nummer eins Puls nach dem überraschend souveränen Erfolg: „Mit etwas Glück fahren wir sogar mit einem 8:2 nach Hause.“ Der nicht zur Übertreibung neigenden TSV-Spitzenspielerin darf man diese Aussage durchaus glauben. Zumal sie sich mit Fakten belegen lässt. Denn: Heiligenrode legte nach ausgeglichenen Doppeln einen regelrechten Blitzstart hin und zog auf 5:1 davon. Nathalie Jokisch hatte dann zwar gegen Sandes Nummer zwei Sinja Kampen wenig zu bestellen, aber sowohl Puls als auch Melanie Schneider hatten den Sieg bereits vor Augen. Doch Pustekuchen: Beide vergaben jeweils einen Matchball, sodass es urplötzlich wieder eng wurde.

Aber Heiligenrode bewahrte die Nerven: Erst entnervte Abwehrbollwerk Ricarda Hubert in vier Sätzen TuS-Youngster Vanessa Black, dann zeigte Puls ebenfalls mit 3:1 Susanne Meyer die Grenzen auf, und zum guten Schluss holte Melanie Schneider gegen Kampen im Entscheidungssatz einen 0:5-Rückstand auf und meißelte so das 8:4 in Stein.

TSV Heiligenrode – Spvg. Oldendorf 7:7: Ein Teilerfolg gegen Oldendorf kann sich eigentlich sehen lassen. Trotzdem wirkte Heiligenrodes Topspielerin Puls nach dem Remis nicht restlos zufrieden: „Irgendwie fühlt sich das 7:7 fast wie eine Niederlage an. Es war mehr drin.“

Angesichts von einer Fünfsatz-Bilanz von 2:4 zwar schon, aber insgesamt sollten sich die Gastgeberinnen eher über den gewonnenen Punkt freuen. Wobei nach einer frühen 3:0-Führung natürlich sogar einiges für den ganz großen Coup sprach. Doch die favorisierten Gäste ließen sich partout nicht abschütteln. Bis zum letzten Ballwechsel wogte die Partie hin und her, bevor man sich mit einem Unentschieden trennte. Mit dem Oldendorf zweifellos besser leben konnte, da gerade die Schlüsselspiele an die Spielvereinigung gingen.

So lieferte Puls im Spitzeneinzel Angstgegnerin Gina Henschen zwar einen bravourösen Kampf und wehrte gegen sie auch satte sieben Matchbälle ab – doch am Ende rettete sich Henschen hauchdünn ins Ziel. Sehr zum Ärger von Puls: „Es nervt langsam. Ich verliere ständig gegen Gina in fünf Sätzen. Aber ich bin auch selbst schuld. Mein Time-out beim Stand von 11:11 im Entscheidungssatz war nicht besonders schlau.“

Nichts vorzuwerfen hatte sich dagegen Teamkollegin Hubert. Die große Kämpferin änderte beim Stand von 7:6 gegen Oldendorfs Nummer zwei Maren Henke sogar ihre sonstige Abwehrtaktik und überraschte diese mit cleveren Blockbällen. Einziges Problem: Auch dieses Match ging haarscharf an die Gäste, sodass sich Heiligenrode mit einem Teilerfolg begnügen musste.

Vielleicht war es eine kleine Enttäuschung, doch insgesamt überwog bei Puls doch noch die Zufriedenheit: „3:1-Zähler zum Start sind ja nicht übel. Es ist nur schade, weil wir dicht vor einem Sieg gegen Oldendorf standen. Aber wer weiß, wofür der eine Punkt noch gut ist.“  drö

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