Aufsteiger Weyhe setzt auch in der Bremen-Liga auf seine solide Deckung / „Nerven behalten“

Prunkstück soll Punkte garantieren

Mit folgenden Neuzugängen wollen die Weyher Trainer Stephan Joho (hinten rechts) und sein „Co“ Manfred Gotthardt (hinten links) die Bremen-Liga halten (hinten v.l.): Daniel Bremer und Michael Jablonowski sowie (vorn v.l.): Samuel Darko, Sedat Saka, Andre Waldau und Jannis Berendt. Auf dem Bild fehlt Maxim Demjanez.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannWEYHE · Vor dieser Mannschaft muss man fraglos den Hut ziehen. Während es im Hauptverein und auch in der Fußballsparte teilweise drunter und drüber ging, behielten die Fußballer des SC Weyhe kühlen Kopf und stiegen sogar als Meister in die Bremen-Liga auf. Auch Wochen später ist Trainer Stephan Joho immer noch begeistert: „Was die Mannschaft in diesen Irrungen und Wirrungen geleistet hat, war einfach phantastisch.“

Aber der 39-Jährige, dessen Vertragsverlängerung nicht gerade wie „geschnitten Brot“ durchlief, richtet jetzt den Blick nach vorn: „Wir müssen möglichst schnell vom Landes- zum Bremen-Ligisten werden und uns an das gehobene Niveau gewöhnen.“ Der Spielplan meint es bei nicht unbedingt gut mit dem Meister: Nach dem Pokal-Auftakt gegen Vize-Meister Bremer SV kommt im ersten Punktspiel am 6. August gleich Meister SV Werder III nach Weyhe. „Eine schöne Sache, dass der Bremen-Liga und Landesmeister die Saison eröffnen – aber schwer ist’s natürlich dennoch“, meint der Weyher Coach. Auch die folgenden Partien gegen Vegesack, FC Bremerhaven und wieder Bremer SV sind kein Zuckerschlecken. „Auch wenn es da nicht gut laufen sollte – wir müssen die Nerven behalten“, fordert Joho.

Ist der Kader denn stark genug, um die neue Herausforderung zu meistern? Hinten sollte Weyhe allemal gerüstet sein. Schließlich stellte das Team die beste Abwehr der Landesliga und hat keinen einzigen Spieler verloren. Im Gegenteil: Der vom Oberligisten VfL Halle 1896 gekommene Andre Waldau soll zusammen mit Kapitän Daniel Engelhardt eine „Doppel-Sechs“ bilden. Dahinter bürgen Keeper Daniel Denter und die Verteidiger Benjamin Lassalle, Eugen Derr und Daniel Tietjen für Qualität. „Wir müssen in erster Linie sehen, dass hinten nichts anbrennt“, weiß auch Joho, dass die Qualität des Kaders nach vorn hin Stück für Stück etwas abnimmt.

Zumal die Weyher im Sturm auf 27-Tore-Mann Gerrit Privenau verzichten müssen, der beim Landesligisten BW Bornreihe eine neue Herausforderung sucht – momentan allerdings wegen eines Bänderrisses auf Eis liegt. „Ich wünsche ihm eine schnelle Genesung“, sagt Joho. Auch Frank Felgenhauer (nach Barßel) und Ingwar Jansen (nach Riede) fallen als Offensiv-Alternativen weg. „Mit den beiden habe ich aber vereinbart, dass wir im Winter noch mal sprechen, ob sie vielleicht zurückkommen. Erst einmal sollen sie Spielpraxis sammeln“, berichtet Joho, der in vorderster Front auf Neuzugang Michael Jablonowski (kam vom TuS Komet Arsten) setzt. Der 20-Jährige deutete seine Klasse schon an und geht (im Gegensatz zu Privenau) auch energisch dahin, wo es etwas auf die „Hölzer“ gibt. Aber ganz klar: Privenaus Tore werden Weyhe fehlen. Die restlichen Weyher Neuzugänge werden es vorerst schwer haben, sich in die Startelf zu spielen.

Und wie sieht’s mit der seit langem von Joho angemahnten Verbesserung der Rahmenbedingungen aus? Der Weyher Coach ist optimistisch: „Mittlerweile führen wir diese Gespräche mit dem Hauptverein – und bis jetzt habe ich ein gutes Gefühl. Die Zeiten der leeren Versprechungen soll es nicht mehr geben. Die allgemeine Linie bleibt aber: Grundsätzlich werden Weyher Spieler kein Geld bekommen.“

Der SCW ist aufgestiegen, obwohl es reichlich „Nebengeräusche“ gab. Wenn jetzt alles ruhig bleibt, sollte der angestrebte Klassenerhalt ein Selbstgänger sein.

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