Diepholz’ Trainer Behrens nimmt sein Team vor Spiel gegen Sulingen in die Pflicht

Die Prügel schmerzen noch

Klare Ansage: Der Diepholzer Trainer Jörg Behrens will gegen den TuS Sulingen II eine Reaktion der Mannschaft sehen. - Foto: Flügge

Diepholz - Von Arne Flügge. Die vielen Peitschenhiebe beim 1:8 in Eilvese waren schmerzhaft. Sehr schmerzhaft sogar. Vor allem für Jörg Behrens. „Ich habe einige Zeit gebraucht, um das alles sacken zu lassen. Es war der peinlichste Moment in meiner Trainerlaufbahn“, sagt der Coach von Fußball-Bezirksligist SG Diepholz. Und daher hat „Jockel“ vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den starken Aufsteiger TuS Sulingen II auch „noch kein so gutes Gefühl“.

Denn die Gäste haben laut „Jockel“ eine junge und hungrige Mannschaft mit zum Teil bereits Landesliga erfahrenen Spielern, „die eine ganz hohe Laufbereitschaft an den Tag legen“. Und genau da hapert es bei den Diepholzern. „In diesem Punkt sind uns einige Mannschaften weit voraus. Und wenn wir das nicht auf die Kette kriegen, wird es richtig schwer für uns“, weiß der Diepholzer Trainer. Ob seine Spieler in der Trainingswoche daher überhaupt einen Ball zu Gesicht bekommen haben, ist nicht überliefert.

Klar, in Eilvese fehlten den Kreisstädtern eine Reihe von Stammkräften. „Wir haben in dieser Saison aber einen breiteren Kader. Und ich hatte schon gedacht, dass wir das kompensieren können. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Die Leute, die gefehlt haben, können wir einfach nicht ersetzen“, unterstreicht Behrens.

Immerhin sind gegen den TuS Sulingen II Spieler wie Niko Senkler, Johann Kschuev oder auch Luca Vogt wieder mit von der Partie. Dennoch stehen hinter weiteren Leistungsträgern immer noch dicke Fragezeichen. Gleichwohl nimmt Behrens seine Mannschaft in die Pflicht: „Wenn wir wieder so eine Leistung abrufen, sind wir in der Bezirksliga nicht konkurrenzfähig. Wir müssen ein ganz anderes Gesicht zeigen.“

Denn es sei für einen Trainer müßig, ständig an Dinge zu appellieren, an die bereits immer wieder appelliert worden ist. Behrens: „Darauf hast du irgendwann keine Lust mehr.“ Womit auch die Gier auf Fußball gemeint ist. Die Spieler sollten private Dinge auch mal zurückstellen und sich ganz auf das Wohl der Mannschaft fokussieren. „Wir haben in Eilvese richtig auf die Fresse gekriegt. Jetzt müssen wir schnellstmöglich den Hebel umlegen“, fordert der 35-Jährige unmissverständlich.

Ob das ausgerechnet gegen die Sulinger Reserve gelingt, bleibt abzuwarten. Der Aufsteiger ist mit zwei Siegen in die Saison gestartet und strotzt nur so vor Selbstbewusstsein. „Die Stimmung ist super, wir sind richtig gut drauf. Es ist schwer, uns zu schlagen“, sagt TuS-Trainer Sascha Jäger. Er weiß aber auch, dass es in Diepholz mit spielerischen Mittel allein nicht geht. „Nach dem 1:8 wird Diepholz Schaum vor dem Mund haben und jeden Grashalm umdrehen. Wir müssen dagegenhalten.“

Es fehlt (Diepholz): keiner.

Es fehlen (Sulingen II): Tomasz Tomasic (Knieprobleme), Lars Mohrmann (privat verhindert), Yanik Klenke (privat verhindert).

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