Fußball-Bezirksliga: TSV Okel präsentiert mit Cord Clausen neuen Trainer

„Priorität hat der Klassenerhalt“

Neues Gesicht beim TSV Okel: Cord Clausen (Bild) löst zur kommenden Spielzeit Lutz Schröder ab. Clausen trainierte vorher den TSV Etelsen II.
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Neues Gesicht beim TSV Okel: Cord Clausen (Bild) löst zur kommenden Spielzeit Lutz Schröder ab. Clausen trainierte vorher den TSV Etelsen II.

Okel – Am Ende ging alles ganz schnell. Samstag das finale Gespräch mit der Vertragsunterschrift, am Montag schon das erste Kennenlernen mit der neuen Mannschaft. Der Fußball-Bezirksligist TSV Okel ist auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer fündig geworden. Zur kommenden Spielzeit übernimmt Cord Clausen die Kommandobrücke. Damit geht auch eine Odyssee zu Ende.

  • 56-Jähriger kommt vom TSV Etelsen II.
  • Cord Clausen reizt die Bezirksliga.
  • Priorität hat der Klassenerhalt.

Seit Dezember war der Club auf der Suche nach einem Nachfolger von Lutz Schröder. Jetzt wurde Vollzug gemeldet. „Ausschlaggebend war für mich der Reiz des Neuen“, erklärt Clausen seine Zusage für den Dorfverein: „Die Bezirksliga Hannover ist für mich neu. Ich freue mich auf diese Herausforderung.“

Der 56-Jährige trainierte zuvor vier Jahre lang die Reservemannschaft des TSV Etelsen in der Kreisliga Verden. „Über die Jahre haben sich jedoch erste Abnutzungserscheinungen breit gemacht, weswegen wir gemeinsam zu dem Schluss gekommen sind, am Ende der Saison getrennte Wege zu gehen“, erklärt Etelsens Fußball-Boss Alexander Coels. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Philanthrop dort keinen bleibenden Eindruck hinterließ: „Cord ist ein super Mensch, ein toller Trainer, der hier über die komplette Zeit ein sehr hohes Maß an Engagement an den Tag gelegt hat.“

Bisher keine Erfahrung in der Bezirksliga Hannover

Dass der Diplom-Kaufmann gut zum TSV Okel passt, davon ist Rico Volkmann überzeugt – auch wenn Clausen keinerlei Erfahrung mit der Bezirksliga Hannover mitbringt. „Cord war zwar ausschließlich im Kreis Verden tätig, dass heißt aber auch, dass er unsere Liga-Konkurrenten ganz anders wahrnimmt, als wir es tun. Wir haben eine Vorstellung davon, wie wir den TuS Sudweyhe, den SV Heiligenfelde oder die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst angehen wollen, Cord hat aber eventuell einen ganz anderen Blickwinkel. Das ist ein totaler Mehrwert für uns“, ist Okels spielender Co-Trainer überzeugt: „Hinzu kommt natürlich seine Erfahrung, er ist seit über 35 Jahren als Trainer tätig, davon kann unsere Mannschaft nur profitieren.“

Und auch Clausen ist sich sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben: „Der Verein hat mir von Anfang an das Gefühl gegeben, dass ich dort genau richtig bin. Ich hatte nie das Gefühl, dass mir einer erzählen wollte, dass sie unbedingt aufsteigen wollen – das hörst du sonst bei vielen anderen Vereinen. Ganz im Gegenteil. Ich habe viel mehr gehört, dass sie mit dem, was sie haben, auskommen müssen. Das ist mir allemal mehr Wert, als wenn dir jemand erzählt, was er noch so alles Tolles bewegen will“, berichtet der 56-Jährige.

Steckbrief

Name: Cord Clausen

Alter: 56 Jahre

Wohnort: Blender

Beruf: Diplom-Kaufmann

Vorheriger Verein: TSV Etelsen II (Kreisliga Verden)

Privates: verheiratet, zwei Kinder

Ihm sei durchaus bewusst, woher Okel komme. „Sie sind aus der Kreisliga aufgestiegen, haben in der Premierensaison den Klassenerhalt in der Bezirksliga geschafft. Und auch jetzt in der nicht zu Ende gespielten Serie haben sie einen Platz belegt, der es ihnen ermöglicht hätte, in der Bezirksliga zu bleiben. Die Priorität hat für mich der Klassenerhalt. Ich möchte der Mannschaft dabei helfen, dass sie auch in Zukunft in dieser Klasse spielt. Für dieses Ziel müssen wir hart arbeiten. Ich freue mich aber auf diese interessante und herausfordernde Aufgabe mit der jungen, hungrigen und engagierten Truppe.“

Der Reiz der neuen Liga

Dass die Bezirksliga Hannover auf Cord Clausen einen gewissen Reiz ausübt, daraus macht der Übungsleiter keinen Hehl. „Es ist noch mal ein ganz anderes Niveau. Mit Sudweyhe oder Heiligenfelde sind Mannschaften dabei, die extrem ambitioniert sind, gegen die hätten sogar einige Landesligisten aus meiner Region Probleme. Klar ist die Klasse ein Reiz. Ich habe mich letztendlich aber für den Verein Okel entschieden und nicht für die Bezirksliga Hannover, um dort noch mal unbedingt Fußstapfen hinterlassen zu müssen.“

Neben einem neuen Trainer präsentieren die Okeler auch drei Neuzugänge (v.l.): Sowohl Adrian Pielmeier (kommt von der TSG Osterholz-Gödestorf) als auch Tristan von Engeln (ehemals A-Junioren JSG Schwarme) sowie Tobias Kohnert (TuS Syke) schließen sich zur kommenden Spielzeit dem Fußball-Bezirksligisten an.

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