BSV Rehden hat Regionalliga-Aufstieg fest im Visier / Stoffregen lobt sein Team

Prima Klima und der große Traum zum Greifen nahe

Kreis-Diepholz - Von Arne FlüggeREHDEN · Der Traum von der Fußball-Regionalliga lebt. Vor dem Rückrunden-Auftakt am Sonntag beim SC Langenhagen liegt Oberligist BSV Rehden bei noch zwei ausstehenden Nachholspielen auf Rang fünf, dem letzten Aufstiegsplatz. „Es ist also alles im grünen Bereich“, sagt Trainer Jürgen Stoffregen, der eine positive Zwischenbilanz zieht: „Wir stehen gut da, haben den besten Sturm, die beste Abwehr der Liga und noch die beiden Spiele in der Hinterhand.“

Dass Stoffregen dennoch ein Haar in der Suppe findet, liegt in der Natur des Perfektionisten Stoffregen. „Wir haben vielleicht zwei, drei Punkte zu wenig. Die haben wir auswärts liegen gelassen. Wir haben es dem Gegner teilweise zu einfach gemacht, uns zu besiegen.“

In der Tat ist die Diskrepanz zwischen dem Ertrag aus den Heim- und Auswärtsspielen groß. Mit sieben Siegen und einem Unentschieden ist der BSV Rehden unangefochtener Spitzenreiter in der Heimtabelle. Auswärts reicht es dagegen nur zu Platz 14 (ein Sieg, drei Unentschieden, drei Niederlagen). „Es ist ein Prozess, den die Mannschaft durchlaufen und daraus lernen muss“, sagt Stoffregen: „Wir müssen kompakter werden.“

Positive Ansätze sah der Coach zuletzt im Auswärtsspiel bei Tabellenführer SC Goslar, wo sich seine Mannschaft trotz eines 0:1-Rückstandes noch ein 1:1 erkämpfte. „Dort haben wir gezeigt, wie man auswärts auftreten muss. Es geht nicht nur über das Spielerische, sondern wir müssen auch die Ärmel hochkrempeln und den Kampf annehmen.“ Dass seine Mannschaft dies umgesetzt hat, macht Stoffregen auch Mut für die beiden Nachholspiele, jeweils auswärts, in Göttingen und Heeslingen.

Als sehr positiv bewertet der 54-Jährige das Engagement und die fußballerischen Fähigkeiten eines jeden einzelnen Spielers. „Das sind alles gute Jungs, die sehr gut kicken können. Es herrscht ein tolles Klima in der Mannschaft. Wie sie nach vorne spielt und sich Chancen erarbeitet, das ist in Ordnung“, berichtet Stoffregen: „Auch wenn dann nicht jeder Ball sitzt.“

Die Spieler, so Stoffregen, hätten mit dem Regionalliga-Aufstieg ein großes Ziel, das sie verfolgen. Und das Wichtigste sei, „dass sie dabei Spaß am Fußball haben.“ Zudem sei den Spielern, die mal nicht beim Oberligisten zum Zuge kommen, hoch anzurechnen, „dass sie bereit sind, der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga zu helfen. Das ist nicht selbstverständlich“, weiß der BSV-Coach.

Stoffregen fällt es daher schwer, einen Spieler besonders hervorheben zu müssen. „Das ist schwierig“, sagt er, „vielleicht Michael Wessel.“ Der Innenverteidiger kam aus der Landesliga und hat sich einen Stammplatz erkämpft. „Aber auch Mehmet Koc spielt eine hervorragende Saison mit neun Toren und neun Assists“, sagt Stoffregen.

Und wie fällt die persönliche Bilanz nach einem halben Jahr als Trainer in Rehden aus? „Ich hatte noch nie so gute Trainingsbedingungen. Wir können in Ruhe arbeiten. Es macht mir unheimlich Spaß. Ich habe diesen Schritt nie bereut.“

Ein wenig beängstigend findet Stoffregen das Verletzungspech, das seine Mannschaft begleitet hat. „Ich hätte gern Artur Zimmermann oder Lars Schiersand über die gesamte Zeit dabei gehabt“, verrät der Trainer: „Dazu kommen die Verletzungen von Maxim Dyk und jetzt von Manuel Meyer. Es zeigt, dass jeder Spieler gebraucht wird.“

Ob sich der BSV Rehden angesichts der angespannten personellen Lage im Winter noch verstärken wird, ließ Stoffregen offen: „Das ist eine Frage des Marktes. Wer hilft uns tatsächlich weiter? Natürlich werden wir uns genau umschauen. Es wäre fahrlässig, das nicht zu tun. Aber wir haben ja bis zum 31. Januar Zeit und müssen das nicht unterm Weihnachtsbaum entscheiden.“

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