Pokal vor der Brust, Oberliga-Topspiel im Blick: Rieken-Team in Wilhelmshaven

Warmwerfen für den Gipfel

Der Einsatz von Raul Ferent (am Ball) ist am Sonntag im Pokal fraglich. Der Linksaußen der HSG Barnstorf/Diepholz laboriert an einer Fingerverletzung.
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Der Einsatz von Raul Ferent (am Ball) ist am Sonntag im Pokal fraglich. Der Linksaußen der HSG Barnstorf/Diepholz laboriert an einer Fingerverletzung.

Barnstorf - Pflichtaufgaben im Pokal lösen oft geteilte Reaktionen aus. Manche sehen solche Partien nur als Vorbereitungsspiele an, andere als echten Anreiz auf einen Titel. Bei Dag Rieken, dem Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz, schwingt von beidem ein bisschen mit. „Natürlich wollen wir auf jeden Fall weiterkommen“, sagt er vor dem Zweitrunden-Auftritt des HVN/BHV-Pokals in Wilhelmshaven, wo es sein Team am Sonntag ab 15 Uhr im ersten Match mit Oberliga-Konkurrent TSG Hatten-Sandkrug zu tun bekommt.

Andererseits blickt der Coach des Tabellenzweiten schon voraus auf das Ende der punktspielfreien Zeit: „Der Pokal ist eine gute Gelegenheit, im Rhythmus zu bleiben – für unser schweres Heimspiel gegen Schwanewede/Neuenkirchen“, fiebert Rieken dem Gipfel am 6. November ab 20 Uhr in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle gegen den Spitzenreiter entgegen.

Dafür will der Trainer im Cup zwar nicht großartig experimentieren, „aber es sollen auch die ran dürfen, die sonst noch nicht so zu Spielanteilen gekommen sind.“ Denn es könnte sein, dass Rückraumakteur Kamil Chylinski und Linksaußen Raul Ferent ausfallen. Beide plagen sich mit Fingerverletzungen herum. Definitiv nicht dabei ist Kreisläufer Andrius Gervé, der mit der litauischen Nationalmannschaft eine Länderspielreise bestreitet.

Auch der erste Gegner am Sonntag hat mit Ausfällen zu kämpfen – vor allem in Person von Hattens Regisseur Robert Langner, der sich während der 21:29-Niederlage gegen die HSG Barnstorf/Diepholz beim Fallen auf den Hallenboden einen Bruch der linken Elle zugezogen hatte und bereits operiert ist. „Doch die TSG verfügt noch über andere gefährliche Leute in ihren Reihen“, warnt Rieken vor allem mit Blick auf Rückraummann Torben Kruse, den er noch bis zum Mai beim TV Neerstedt trainiert hatte.

Der HSG-Coach hofft, dass seine Mannschaft dieses Spiel ähnlich erfolgreich gestalten kann wie in der Liga. Dann bekäme es Barnstorf/Diepholz mit dem Sieger der Partie zwischen Landesligist Wilhelmshavener HV II und Verbandsligist Tura Marienhafe zu tun. Ein Weiterkommen in die dritte Runde wäre da greifbar nah. Doch Dag Rieken bleibt abwartend. Mit dem bisherigen Status seines Teams gut drei Monate nach seinem Amtsantritt ist er „im Großen und Ganzen zufrieden“. Handlungsbedarf sieht er noch im „Ballvortrag und Tempospiel“. An der Deckungsarbeit hat der 46-Jährige wenig auszusetzen, selbst „wenn wir da noch ein bisschen variabler werden könnten“. Vor allem aber hofft er, dass seine Männer die während mancher Spiele gezeigten Schwächephasen eindämmen: „Gegen starke Mannschaften können wir nicht bestehen, wenn wir uns ein paar Minuten Nachlässigkeit leisten.“

ck

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