Rehdens Mittelfeldmann freut sich über neue Rolle und das Duell mit Werders Bargfrede

Plötzlich Zehner – und Krasniqi gefällt’s

Nun weiter vorn: Rehdens Kamer Krasniqi hat Gefallen an seiner neuen Offensiv-Rolle gefunden. Jetzt will er auch trefffen – am liebsten schon gegen Werder II.
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Nun weiter vorn: Rehdens Kamer Krasniqi hat Gefallen an seiner neuen Offensiv-Rolle gefunden. Jetzt will er auch trefffen – am liebsten schon gegen Werder II.

Rehden – Wer nicht zum inneren Zirkel des BSV Rehden zählt, kann sich am Samstag die Fahrt zum Auswärtsspiel des Fußball-Regionalligisten sparen. Denn die um 14.00 Uhr beginnende Partie bei Werder Bremen II geht als Geisterspiel über die Bühne. „Um nach der mehrmonatigen Pflichtspielpause erstmals wieder die relevanten Abläufe im Stadion ,Platz 11’ zu erproben“, habe sich Werder lediglich zum Einlass eines „abgestimmten“ Personenkreises entschlossen, vermeldeten die Grün-Weißen.

Neben den Offiziellen beider Clubs sowie Angehörigen der Teams seien nur Medien- und Verbandsvertreter erlaubt.

Andreas Golombek sieht diese Maßnahme recht leidenschaftslos: Mit der spärlichen Kulisse „müssen ja beide Seiten zurechtkommen“, verdeutlicht der BSV-Trainer. Wichtiger ist ihm, dass wenigstens auf dem Rasen genügend Rehdener stehen, „aber wir werden schon elf Leute auf den Platz bekommen“, verspricht der Fußballlehrer.

Das scheint in diesen Tagen nicht selbstverständlich zu sein. Zuletzt zählte Golombek im Training nur 14 Feldspieler, einige erwartete er gestern zurück – nach einer vorsichtshalber verordneten Pause wegen ihrer zweiten Corona-Impfung. Auch auf dem Transfermarkt hielten sich die Schwarz-Weißen zuletzt zurück – obwohl Bedarf besteht. „Das weiß auch Friedrich Schilling, aber ich gebe ihm Recht, dass es bezahlbar sein muss, wenn wir einen Spieler verpflichten“, zeigt Golombek Verständnis für die Vorsicht des BSV-Vorsitzenden.

Zudem darf niemand vergessen, dass Rehdens gefährlichste Offensivkräfte bald wieder zurück sind: Jaroslaw Lindner kam nach weitgehend abgeklungenen Wadenproblemen beim jüngsten 1:1 gegen den HSC Hannover für die letzte halbe Stunde ins Spiel, Addy-Waku Menga sammelte knapp zehn Minuten Praxis. „Ihre Qualitäten sind unbestritten“, sagt Golombek über die zwei Routiniers, denen auch mal nur zwei oder drei Szenen für ein Tor genügen: „Es bringt aber nichts, Addy nach so langer Zeit wieder zu früh anfangen zu lassen und eventuell eine weitere Ausfallzeit von acht bis zehn Wochen zu riskieren“, erinnert er an Mengas Syndesmose-Verletzung.

Auch aus dieser Not heraus fand sich Kamer Krasniqi zuletzt weiter vorn wieder – als Zehner. „Aber so hat er seine beiden Rollen gefunden“, stellt Golombek zufrieden fest. Dem kann der 25-Jährige nur zustimmen: „Im Moment fühle ich mich sehr gut – auch dank meiner neuen Position. Ob auf der Acht oder der Zehn – Hauptsache, ich spiele im zentralen Mittelfeld. Dort bin ich schon, seitdem ich als Kind mit dem Fußball angefangen habe. Und Hauptsache, ich spiele.“ Die Sehnsucht nach eben jenen Spielen war nach der langen Corona-Zwangspause „bei uns allen groß“, unterstreicht Krasniqi: „Jetzt sind wir glücklich, wieder auf dem Platz zu stehen.“

Zuletzt hatten wir neun U 23-Spieler im Kader. Das gab es, glaube ich, hier in Rehden noch nie.

BSV-Trainer Andreas Golombek gefällt die Arbeit mit jungen Spielern.

Zum Saisonauftakt gegen Hannover „hatten wir zwar alle mehr erwartet als das 1:1, aber hinten haben wir wenig zugelassen. Jetzt müssen wir nur noch unsere Chancen nutzen – da nehme ich mich selbst nicht aus“, sagt er über die Szene, in der er nach einem starken Solo in HSC-Keeper Sascha Algermissen seinen Meister fand.

Rehdens Traineer Golombek warnt vor „top-ausgebildeteen Jungs“

Werder hat in der Offensive aber anscheinend ebenfalls Bedarf, wie das 0:3 zum Liga-Start beim VfB Oldenburg zeigte. Und gestern musste Trainer Konrad Fünfstück seinen neuen Stürmer Dejan Galjen zum Training der Profis abgeben. „Aber egal, wen Werder gegen uns aufbietet: Das sind alles top-ausgebildete Jungs – ob sie in der U 23 oder U 19 spielen.“ Gar erst 17 Jahre jung ist Torwart Louis Lord aus Syke-Gessel. Doch jemand wie Ex-Profi Philipp Bargfrede (32) bringt die nötige Routine in das junge Team. Mit dem Sechser könnte es auch Krasniqi im Zentrum zu tun bekommen. „So ein Duell mit einem erfahrenen früheren Bundesliga-Profi ist für mich noch mal ein besonderer Anreiz“, sagt der Rehdener.  

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