Sulingens Kafemann sieht im Topspiel beim 0:2 gegen Uchte fragwürdige Ampelkarte

Platzverweis erhitzt Gemüter

Sulingen - Von Matthias BorchardtFußball-Bezirksligist FC Sulingen verlor am Sonnabend vor 150 Zuschauern das Spitzenspiel gegen Tabellenführer SC Uchte mit 0:2 (0:1). Am meisten erhitzten sich die Gemüter über die Gelb-Rote Karte für Sulingens Stürmer Svend Kafemann wegen einer „Schwalbe“.

Kafemann, der in der ersten Hälfte die Gelbe Karte nach einem Foul gesehen hatte, regte sich über die Entscheidung von Schiedsrichter Volker Mende (SV Eintracht Hannover) auf: „Das ist ein Witz, eine Frechheit. Der Uchter trifft mich am rechten Fuß.“ Ob SCU-Akteur Jens Hilgemeyer den 25-Jährigen im Strafraum gefoult hatte, war äußerst umstritten. Sulingens Coach Dirk Meyer fand die Aktion spielentscheidend: „Mit elf Leuten verlieren wir das Spiel nicht. Die erste Hälfte haben wir verschlafen, aber in der zweiten Halbzeit wollten die Jungs.“ Uchtes Trainer Jens Meier sagte zum Platzverweis: „Das lasse ich weiterlaufen.“

Nach einer Abtastphase nahmen die Uchter das Heft in die Hand, spielten aus einer sicheren Abwehr nach vorn. Die erste Chance hatte der Uchter Steven Melz nach einer Linksflanke von Janek Barg, aber er zielte knapp daneben (15.). Die Gäste, die die reifere Spielanlage zeigten, blieben am Drücker. So schoss Martin Hawer neben den Pfosten (21.). Auch in der Folgezeit stand die Viererkette des Spitzenreiters gut. Die beiden Innenverteidiger Florian Heidenreich und Stephan Lübke ließen kaum etwas zu. Die nächste Möglichkeit nutzte der Primus: Nach herrlichem Zuspiel von Steven Melz markierte Janek Barg das 1:0 (30.).

Erst nach dem Rückstand fanden die Sulinger, die zunächst einige Zweikämpfe verloren hatten, besser ins Spiel hinein. Der erste gelungene Angriff führte zu einer Chance. Torjäger Svend Kafemann köpfte den Ball nach einer Rechtshereingabe von Jens Grunert neben das Tor (35.). Eine Standardsituation hätte um ein Haar das 1:1 gebracht: Nach einer Ecke von Martin Roughley wehrte Jens Hilgemeyer einen Kafemann-Kopfball auf der Torlinie ab (44.).

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten trauten sich die Sulestädter mehr zu, kombinierten besser nach vorn. So scheiterte Svend Kafemann nach einem Zuspiel von Jens Grunert am unsicher wirkenden Uchter Keeper Jan Bornkamp (56.). Elf Minuten später gab’s eingangs geschilderten Platzverweis gegen Kafemann.

In Überzahl spielte der Spitzenreiter die Partie locker zu Ende. Mit Reflex meisterte Sulingens Torwart Patrick Kühn einen Freistoß-Knaller von Heidenreich (71.). Der Uchter Routinier war der beste Mann auf dem Feld, bestach mit Übersicht und Zweikampfstärke. Die Hausherren bemühten sich zwar noch um den Ausgleich, aber den Uchter Abwehrriegel knackten sie nicht. Für die Entscheidung sorgte der eingewechselte Fabian Siemann, der einen Konter über Hilgemeyer eiskalt mit dem 2:0 (87.) abschloss.

Der Uchter Sieg geht zwar in Ordnung, aber ein Spitzenspiel ist es nicht gewesen. So sah’s auch Svend Kafemann: „Das war von beiden Mannschaften nur Durchschnitt.“ Stimmt: Für die Landesliga reicht es so nicht. Da wird beispielsweise viel schneller gespielt.

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