Schiedsrichter sieht Gesundheit der Fußballer auf dem gesandeten Platz in Wagenfeld gefährdet

Platz mit Löchern übersät: Riedel pfeift Spiel nicht an

Kein Anpfiff zum Spitzenspiel in Wagenfeld: Schiedsrichter Sven Riedel (M.) erklärte mit seinen Assistenten Melih Aytar (l.) und Phillipp-Pascale Große den Mannschaften, Trainern und Betreuern seine Entscheidung.
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Kein Anpfiff zum Spitzenspiel in Wagenfeld: Schiedsrichter Sven Riedel (M.) erklärte mit seinen Assistenten Melih Aytar (l.) und Phillipp-Pascale Große den Mannschaften, Trainern und Betreuern seine Entscheidung.

Wagenfeld – Der eine oder andere Zuschauer schüttelte am Sonntag ungläubig mit dem Kopf, als Schiedsrichter Sven Riedel vom FC Holtorf das Spitzenspiel in der Fußball-Bezirksliga (Staffel Süd) zwischen dem Tabellendritten TuS Wagenfeld und Primus FC Sulingen um 15.00 Uhr nicht anpfiff. War der Platz wegen des Dauerregens unbespielbar? Oder gab es einen kurzfristigen Corona-Verdachtsfall? Weder noch. Der komplette Platz war am Freitag mit einer Maschine gesandet und geschlitzt worden. Die Folge: Die gesamte Rasenfläche hatte kleinere Löcher ohne Ende.

Referee Sven Riedel und seine Assistenten Melih Aytar und Phillipp-Pascale Große schauten sich den Platz gründlich an, machten zum Beweis Fotos. „Ich komme zur Entscheidung, dass ich das Spiel nicht anpfeifen werde, weil der Rasen zu viele Löcher hat. Die Gesundheit der Spieler ist auf diesem Platz gefährdet“, urteilte Riedel, der auch noch mit Schiri-Ansetzer Bernd Brüggemann telefonierte. Das Schiedsrichter-Trio teilte beiden Mannschaften, Trainern und Betreuern wenige Meter vor dem Mittelkreis des Feldes ihre Entscheidung mit.

Mark Wiedemann, Spartenleiter beim TuS Wagenfeld, wirkte gefasst: „Wir müssen den Kopf hinhalten. Es ist dumm gelaufen.“ Da die Maschine kurzfristig zur Verfügung stand, machten die Verantwortlichen Nägel mit Köpfen, gaben grünes Licht für die Durchführung. Durch das Schlitzen des Platzes und das Verteilen von gelbem Sand soll der Rasen besser wachsen und wird dadurch fester. Es bleibt allerdings die Frage, warum diese Maßnahme nicht nach einer Saison erfolgt.

Wagenfelds Trainer Jörg Rodewald hätte gern gespielt: „Das ist sehr unglücklich und schade. Wir können es nicht ändern, das ist höhere Gewalt. Ob ein Spiel angepfiffen wird oder nicht, liegt in der Macht des Schiedsrichters.“

„Das ist mega unglücklich und ärgerlich gelaufen. Wir nehmen das so hin, obwohl auch wir gern gekickt hätten“, sagte Sulingens Coach Sascha Jäger. Der 36-Jährige schickte seine Mannen aber nicht gleich unter die Dusche, sondern ließ auf dem Nebenplatz trainieren. Auch ohne ein Spiel kam der Spaß nicht zu kurz.

Von Matthias Borchardt

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