Platz eins in der Bezirkswertung vor Seckenhausen-Fahrenhorst und Lessen / Sportartikel-Gutscheine als Lohn

Zum fünften Mal: Heiligenfelde am fairsten

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Kreisvorsitzender Andreas Henze (3.v.r.), sein Stellvertreter Heinz Dumke (l.), Bezirks-Boss August-Wilhelm Winsmann (2.v.l.), Gerhard Dieckhoff vom Fußballkreis (r.) sowie Holger Baumert (2.v.r.) und Andreas Müller (5.v.l.) von der VGH gratulierten Seckenhausens Spielertrainer Torben Budelmann, Heiligenfeldes Kapitän Christian Gerlach und Lessen Kapitän Julian Hartkamp (vorn v.l.).

Sulingen - Die Konkurrenten dürften es schwer haben, ihnen diese Serie nachzumachen: Zum bereits fünften Mal in Folge beendete die erste Mannschaft des SV Heiligenfelde ihre Fußballsaison als fairste Mannschaft – nicht nur im Kreis Diepholz, sondern auch im Bezirk der Regionaldirektion Diepholz/Nienburg, die diesen Fair-Play-Wettbewerb sponsert.

Dafür überreichten die VGH-Vertriebsleiter Holger Baumert und Andreas Müller während einer Feierstunde im Sulinger Restaurant Dahlskamp neben dem Pokal auch einen Gutschein über Sportbekleidung in Höhe von 1200 Euro – zweckgebunden für ein Jugendteam des SVH.

Fußball-Bezirksvorsitzender August-Wilhelm Winsmann gratulierte mit neuen Bällen, weitere Spielgeräte gab es vom Fußballkreis Diepholz. Zudem erhielt jeder Kicker eine Medaille – auch Kreisligist TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, der als Zweitplatzierter ebenfalls Bälle, Pokal und einen 800-Euro-Ausrüstungsgutschein mit nach Hause nahm. Kreisligist SV Lessen freute sich über einen 500-Euro-Gutschein.

Andreas Henze als neuer Vorsitzender des Fußballkreises Diepholz ahnte mit süffisantem Unterton, warum zum dritten Mal hintereinander ausschließlich Vereine aus „seinem“ Gebiet diesen Regionalwettbewerb unter sich ausmachten: „Bis zum Juli war ich ja noch Ausbilder der Schiedsrichter im Kreis Diepholz. Vielleicht ist es so, dass sie bei uns eher mal die eine oder andere Gelbe Karte stecken lassen – aber nicht, wenn sie im Kreis Nienburg im Einsatz sind.“

Ernsthafter fuhr Henze fort: „Ich als Schiedsrichter stelle fest, dass es Vereine gibt, zu denen ich gerne fahre – und andere, zu denen ich mit gemischten Gefühlen anreise. Ihr gehört zu den Erstgenannten.“

Ausdrücklich lobte er die Heiligenfelder, die in der abgelaufenen Bezirksliga-Saison mit 25 Gelben Karten in 28 Spielen auskamen. Das bedeutete Platz vier auf Verbandsebene – im Feld von mehr als 1000 Herren-Mannschaften in ganz Niedersachsen. Seckenhausen landete verbandsweit auf dem sechsten Platz – trotz des Bezirksliga-Abstiegskampfs ebenfalls ohne Gelb-Rote und Rote Karten. Am Ende stieg das Team von Spielertrainer Torben Budelmann ab, „aber ich hoffe, dass wir euch zum Ende dieser Saison wieder zurück im Bezirk begrüßen können“, unterstrich Henze. Niedersachsenweit auf Platz 13 landeten die Lessener – ebenfalls ohne Platzverweise.

Henze verglich den Fair-Play-Gedanken mit einem Virus im positiven Sinne, das ansteckend wirkte – von Spieler zu Spieler innerhalb einer Mannschaft, von der Mannschaft auf den Trainer und auch auf den Gegner. „Das kann dazu beitragen, dass brisante Spiele plötzlich fair ablaufen – „selbst Derbys“, berichtete Henze aus Erfahrung.

Hart ins Gericht ging der Kreis-Boss mit Diffamierungen über Twitter und Facebook innerhalb der Fußball-Szene – ein zunehmendes Problem: „Haltet euch aus solchen Diskussionen heraus“, wünschte er sich von den Kickern, ehe er zum gemeinsamen Essen bat.

Alle ließen es sich schmecken – die Heiligenfelder besonders. Denn dass sie beim nächsten Mal wieder zu den drei Erstplatzierten zählen, „wird schwer“, ahnte SVH-Coach Frank Fischer. Einer seiner Akteure hat in der laufenden Serie nämlich bereits einen Platzverweis kassiert. „Das ist schade, aber vielleicht hätte es in dieser Szene auch eine Gelbe Karte getan“, erinnerte sich Heiligenfeldes Torwart und Kapitän Christian Gerlach. Der „Sünder“ selbst hatte an diesem Ehrungsabend kurzfristig abgesagt – allerdings nicht, weil im Team schlechte Stimmung herrscht. Ihm macht niemand einen Vorwurf.

ck

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