Russischer Linkshänder hilft im Kampf um Oberliga-Verbleib weiter / Thiemann positiv überrascht

Pishchukhin Glücksgriff für HSG Barnstorf/Diepholz

Gegen Rotenburg ließ er es krachen: Yury Pishchukhin hilft der HSG Barnstorf/Diepholz weiter. Foto: Töbelmann

Barnstorf – Da scheint Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz durch einen Zufall ein dicker Fisch ins Netz gegangenen zu sein: Der Russe Yury Pishchukhin könnte im Kampf gegen den Abstieg der Joker sein, den die Mannschaft braucht. „Er ist durch eine Stellenausschreibung zu uns gekommen“, sagt Barnstorfs Interimstrainer Heiner Thiemann, der gleichzeitig Leiter des Schulverbundes Freistatt ist. Über welches Handball-Potenzial der Diplomsportlehrer Pishchukhin verfügt, ließ sich zunächst schwer erahnen. Denn der 28-Jährige hielt sich aufgrund einer Ellbogenverletzung im Training betont zurück.

Auch das Debüt brauchte einen längeren Anlauf. Thiemann nahm Pishchukhin für das Heimspiel gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen in den Kader auf, entschied sich dann aber für Abwehrspezialist Tomas Lenkevicius. Erst eine Woche später bekam der Linkshänder in Habenhausen seinen ersten Einsatz, traf beim 15:25 einmal. Aber dann: Beim wichtigen 25:21-Erfolg im Kellerduell über den TuS Rotenburg überzeugte der frühere Juniorennationalspieler Russlands, steuerte zum sechsten Saisonsieg sechs Tore bei.

Vor seinem Wechsel zur HSG Barnstorf/Diepholz ging der in Astrakhan geborene Russe für den TuS Derschlag (Oberliga Mittelrhein) auf Torejagd. Davor spielte er unter anderem beim lettischen Erstligisten Celtnieks Riga. 2016 wechselte er in die erste russische Liga zu Medvedi Perm.

Thiemann bezeichnet Pishchukhin jetzt schon als „Glücksgriff“: „Da kam im Training immer mehr. Yury ist körperlich fit, spielstark, technisch gut und hat ein Auge für die Nebenspieler. Er ist eine Verstärkung für uns. Ich hoffe, dass er sich bei uns immer mehr einlebt.“

Damit der 1,87-Meter-Mann, der sowohl im halbrechten Rückraum als auch am rechten Flügel spielen kann, seine Mitspieler besser versteht, absolviert er zurzeit einen Deutschkurs.

„Yury macht einen sehr positiven Eindruck auf mich“, sagt Kapitän Cedric Quader: „Sportlich ist er sicher eine Verstärkung, muss sich in unserem System allerdings noch ein bisschen finden. Menschlich und charakterlich passt er super ins Team, und ich denke, wir haben ihn auch gut aufgenommen. Zum Glück sprechen in unserer Mannschaft viele Spieler russisch – das vereinfacht die Kommunikation.“  mbo

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