Barrier TC hat neuen Cheftrainer / Profi-Karriere wegen Leistenproblemen geplatzt

Piras: „Ich möchte Tennis wieder attraktiver machen“

Mauro Piras, neuer Spitzenspieler beim Barrier TC, sieht den Bezirksmeisterschaften Ende November entspannt entgegen.

Kreis-Diepholz - Von Ariane WithBARRIEN · Den Sprung in die Weltrangliste schaffen – davon träumen viele junge Tennisspieler. Mauro Piras, neuer Spitzenspieler und gleichzeitig neuer Cheftrainer beim Barrier TC, ist es gelungen: „Es war bei einem Future-Turnier in Essen, als ich meine ersten beiden Weltranglistenpunkte gesammelt habe“, erinnert sich Piras stolz. Größere und große Titel hatte er vorher schon gesammelt: In seiner Juniorenzeit wurde der heute 21-Jährige fünf Mal Niedersächsenmeister, Norddeutscher Meister und Deutscher Meister im Doppel.

Angefangen hatte alles, als Mauro Piras sechs Jahre alt war: „Meine ersten Schläge habe ich draußen im Garten mit meinem Papa geübt.“ Noch im gleichen Alter trat er in seinen Heimatverein TC Grün-Weiss Rotenburg ein.

Mit zwölf Jahren begann dann die große Turnierreise. Bis zu 40 Wettkämpfe standen im Jahr auf dem Programm. Ob Kreis-, Bezirks- oder Landesmeisterschaften, Turniere in Dänemark, Holland, Belgien oder Italien – das große Talent Mauro Piras war überall dabei. Kein Wunder, dass darunter auch die schulischen Leistungen litten. „Ich habe einmal vier Wochen am Stück in der Schule gefehlt“, schmunzelt Piras und erzählt weiter: „Und in der neunten Klasse bin ich sogar sitzen geblieben. Da war ich gerade bei den Deutschen Meisterschaften in Dresden, als ich die bittere Nachricht von einer Schulfreundin per SMS erhalten habe“, so Piras, der seine italienischen Wurzeln nicht verleugnen kann. „Ja, ich bin temperamentvoll und rede gerne viel und schnell“, gesteht der Halbitaliener, dessen Vater aus Sardinien stammt. Temperamentvoll und schnell – das gilt auch für sein Tennis. Der 1,88 Meter große Schlaks, technisch perfekt, ist mit seinem dynamischen Spiel ein echter „Hingucker“.

Piras’ Hoffnungen auf eine Profi-Karriere platzten im Dezember 2006. „Ich habe starke Leistenprobleme gehabt, so dass überhaupt gar nichts mehr ging“, berichtet der frisch ausgebildete B-Trainer. Seine Leidenschaft hat er trotzdem zum Beruf gemacht und ist nun hauptberuflich Trainer. „Mir macht der Umgang mit Menschen total viel Spaß, und ich freue mich, wenn ich meine Erfahrung weitergeben kann“, sagt Piras. Beim Barrier TC hat er große Ziele: „Ich möchte Tennis wieder attraktiver machen und dem Verein wieder mehr Leben und Struktur geben.“

Viel Zeit fürs eigene Training bleibt dem bekennenden Fan des Weltranglisten-Ersten Roger Federer dabei natürlich nicht – trotzdem wird Mauro Piras, die neue Nummer eins in Barrien, bei den Bezirksmeisterschaften am 28./29. November und 5./6. Dezember aufschlagen. Ein Auftritt, den er entspannt angeht: „Ich sehe es als Training für die kommenden Punktspiele im nächsten Jahr und als Spaßfaktor, einfach mal wieder Turnierfeeling zu haben. Wenn ich gewinnen sollte, wäre das natürlich auch toll.“

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