Barriens Spitzenspieler ist der erste Verbandsmeister aus dem Huntegau

Piras holt Tennis-Titel für die Geschichtsbücher

„Ich habe den Druck gespürt“, gab der an Position eins gesetzte Mauro Piras (Bild) nach dem gewonnenen Finale gegen Felix Samsel zu.

Kreis-Diepholz - BREMEN (aw) · Der Barrier TC hat einen neuen Champion: Mauro Piras. Bei seiner ersten Teilnahme an den Tennis-Verbandsmeisterschaften setzte sich der 21-Jährige am Wochenende prompt die Krone auf schrieb damit Geschichte. Seit Gründung des TV Nordwest hat weder ein Spieler aus Barrien noch aus dem Bezirk Huntegau je den Titel bei den Herren geholt. „Das freut mich natürlich riesig, dass ich dieses Ereignis jetzt feiern darf“, sagte Piras nach seinem 6:4, 6:0 im Hallen-Finale gegen Felix Samsel (Club zur Vahr).

Schnell war der Halbitaliener mit 3:0 in Führung gegangen, „aber dann hat sich mein Kopf wieder eingeschaltet. Ich habe den Druck gespürt. Ich war ja an Position eins gesetzt und wollte das natürlich auch beweisen“, so Piras. Ihm fehlte plötzlich das Vertrauen in die eigenen Schläge, sodass sein Kontrahent Samsel zum 3:3 ausgleichen konnte – den Sack machte Piras dann aber doch mit 6:4 zu. Im zweiten Durchgang stand ein anderer, wesentlich beweglicherer Piras auf dem Court, der mit seinem Gegner beim 6:0 kurzen Prozess machte:. „Ich bin erleichtert, dass ich den Titel geholt habe und will jetzt weiter Gas geben.“

Etwas zittern musste der Frontmann des Barrier TC in seinem Auftaktmatch. Gegen den Ex-Brinkumer Rico Hesse verlor er den ersten Satz mit 3:6 – konnte dann aber die beiden Folgesätze für sich entscheiden. Im Viertelfinale hatte er beim 6:0, 6:1 gegen Christoph Kloster (TV Ost) keine Mühe, und auch im Halbfinale gegen Jan Alexander Plewinski (Bremer TC v.1912) gewann er locker und souverän mit 6:0, 6:2. Plewinski hatte in der ersten Runde Piras‘ Vereinskamerad Florian Dill mit 7:6, 6:2 die Grenzen aufgezeigt. „Das war ärgerlich. Ich habe im ersten Satz schon mit 5:2 geführt“, trauerte Dill seiner verpassten Chance hinterher.

Eine Riesensensation verpasste Barriens Florian Hartje. Nach fünfjähriger Abstinenz griff er dieses Jahr wieder zum Schläger und verpasste nur knapp den Finaleinzug. Erst im Halbfinale wurde er von Felix Samsel gestoppt. „Ich habe am Limit gespielt. Mehr ging nicht“, urteilte der 26-Jährige nach dem Drei-Stunden-Match erschöpft. Den ersten Satz hatte Hartje mit 2:6 deutlich abgeben müssen – im zweiten Durchgang konnte er die Grundlinienduelle aber dominieren und nutzte beim Stand von 5:4 gleich seinen ersten Breakball zum Satzgewinn. Im entscheidenden dritten Durchgang war das Spiel völlig ausgeglichen. „Es hätte alles passieren können“, meinte Hartje, der seine verpasste Breakchance zur möglichen 3:2-Führung als Knackpunkt sah.

Am Ende ging der Satz mit 3:6 verloren. „Der Finaleinzug wäre natürlich ein Highlight gewesen, aber auch so bin ich mit dem Turnierverlauf zufrieden“, sagte Hartje. Viel Lob für seine Leistung bekam der Barrier vom Präsidenten des Tennisverbands Nordwest, Hans-Gerd Fischer: „Florian ist im Verband sehr bekannt. So gut wie heute habe ich ihn aber noch nie spielen sehen.“

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