Pinheiro ist nicht mehr Trainer beim FC Sulingen – Rosenthal übernimmt

„Der Funke hat gefehlt“

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Pedro Pinheiro stand lediglich 18 Spiele als Bezirksliga-Trainer beim FC Sulingen an der Seitenlinie. Trotzdem ist es eine schiedlich-friedliche Trennung.

Sulingen - Die meisten Gegentore (40) der Bezirksliga, seit acht Spielen nicht mehr gewonnen, Drittletzter, zuletzt mit dem 0:3 Aufbauarbeit für das abgeschlagene Schlusslicht SV Mörsen-Scharrendorf geleistet – Fakten des fußballerischen Schreckens, die bei den Verantwortlichen des FC Sulingen für kalte Füße gesorgt haben. Konsequenz: Seit gestern gehen der Club und sein Trainer Pedro Pinheiro getrennte Wege.

FC-Mittelfeldmann Stefan Rosenthal übernimmt bis zum Saisonende als Spielertrainer. Ab Sommer wird „Thaler“ Vollzeit-Coach. Liga-unabhängig. Die Trennung sei im „beiderseitigem Einvernehmen“ beschlossen worden, bedient sich der FC einer in diesen Fällen üblichen Floskel in seiner Pressemitteilung. Allerdings: Wer mit beiden Seiten spricht, bekommt nicht den Ansatz eines bösen Wortes zu hören. „Manchmal passen Dinge einfach nicht so zusammen, wie man es sich wünscht“, sagt Pinheiro: „Es ist wie gelegentlich auch in einer Beziehung. Auch wenn wir uns alle super verstehen, hat der gewisse Funke einfach gefehlt. Menschlich war alles super, sportlich hat es irgendwann nicht mehr geklappt.“

Gedankenspiele um eine Trennung hatte es beim Bezirksligisten schon Anfang des Jahres gegeben: „Aber wir haben alle einstimmig gesagt, dass wir es gemeinsam rumreißen wollen. Es ist ja auch die Schuld des Teams, dass es nicht so läuft“, sagt Rosenthal: „Wir haben uns alle mehr erhofft. Es tut mir auch leid für Pedro, weil er einfach ein toller Mensch ist.“ Nachkarten ist nicht.

Pinheiro wünscht sich vielmehr, „dass sich jetzt vielleicht einige Blockaden lösen, damit sie die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen“. Er selbst freut sich auf „mehr Zeit mit der Family. Denn die letzten Jahre stand ich eigentlich immer unter Dauerstrom.“

„Wir müssen die Flut der Gegentore eindämmen“

Seine Erklärungsansätze, warum die Amtszeit schon nach 18 Bezirksliga-Spielen (vier Siege, drei Remis, elf Niederlagen) ein Ende gefunden hat, bleiben schemenhaft. „Der Tenor war, dass ich den Jungs zu viel abverlangt habe“, sagt der 41-Jährige, der bald wieder als Spieler für die Altherren und Altsenioren beim FC Sulingen am Ball sein will: „Ich muss mir auch eingestehen, nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben.“

Diese sucht nun Rosenthal, dem außerdem die Co-Trainer Tobias Plümer und Markus Norrenbrock zur Seite stehen werden. „Zuerst müssen wir den Hebel in der Abwehr ansetzen“, sagt der neue FCS-Coach: „Wir müssen die Flut der Gegentore eindämmen. Wunder kann ich nicht vollbringen.“

Rosenthal weiß, dass der Job als Spielertrainer „ein Spagat ist“. Schon in der letztjährigen Rückserie hatte er dieses Amt inne, holte in zwölf Bezirksliga-Begegnungen immerhin sechs Siege und ein Unentschieden.

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