Beim 63. Schwarmer Rennen muss dreimal die Flugrettung kommen

Pijper ist sein Sieg „sowas von egal“

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Die Piste im Schwarmer Bruch war gestern zwar perfekt präpariert, aber gerade zu Beginn war es dennoch eine staubige Angelegenheit.

Schwarme - Von Gerd Töbelmann. Eigentlich war gestern beim 63. Schwarmer Grasbahnrennen alles perfekt: Das Wetter passte, das Fahrerfeld war toll, die Piste in gutem Zustand und 2 000 Besucher sorgten für einen ansprechende Kulisse.

Und doch kam bei Fans, Fahrern und Veranstaltern keine Freude auf, denn nach Stürzen musste gleich dreimal die Flugrettung alarmiert werden (siehe Extrabericht).

„Das ist wirklich fürchterlich, dass so etwas heute in dieser Vielzahl passieren musste. Da sieht man eben, dass unser Sport sehr gefährlich ist“, meinte Kurt Harries, langjähriger Chef des ausrichtenden MSC Schwarme.

MSC-Fahrer Stephan Katt wurde gestern Zweiter, konnte sich wegen der vielen Stürze aber nicht darüber freuen.

Doch die Fahrer kennen ihr Risiko. Unmittelbar nach dem Abtransport von Matthias Kröger meinte etwa Vorjahressieger Stephan Katt (MSC Schwarme), der gestern Zweiter wurde: „Man muss schon hart gesotten sein, um das alles zu verkraften. Matten Kröger ist einer meiner besten Kumpel. Und dennoch sage ich jetzt nicht, dass ich sofort das Rennen abbreche. Ich hoffe, dass es bei ihm nicht so schlimm ist.“

Dass es mit seiner Titelverteidigung nichts wurde, lag auch daran, dass der Endlauf abgebrochen und nicht wieder gestartet wurde. In eben jenem Finale erwischte es den Holländer Jeffrey Wortman, der schwer stürzte und noch vor seinem Abtransport lange auf der Bahn behandelt werden musste. Daraufhin entschieden die Renn-Kommissäre, dass der Lauf nicht wiederholt wird und somit die Punkte am Ende der Vorläufe zur Ermittlung des Siegers herangezogen werden.

Und da hatte Theo Pijper am eifrigsten (15 Zähler) gesammelt, weil er alle seine Läufe als Erster beendet hatte. Katt kam auf zwei Siege, wurde einmal jedoch nur Dritter und brachte es damit auf 13 Punkte. Im Finale lag Katt dann bis zum Abbruch vor Pijper. „Ob ich hier jetzt gewinne oder nicht, ist doch sowas von egal. Ich hoffe nur, dass die Jungs möglichst schnell wieder auf die Beine kommen“, erklärte der Sieger von 2012. Und auch Pijper mochte sich natürlich nicht freuen: „Wenn der Hubschrauber kommt, ist es immer ein komisches Gefühl. Ein Sieg in Schwarme ist zwar toll, aber unter diesen Umständen hätte ich gern drauf verzichtet, wenn alle gesund geblieben wären.“

63. int. Schwarmer Grasbahnrennen

A-Lizenz-Solo: 1. Theo Pijper (Holland) 15 Punkte, 2. Stephan Katt (MSC Schwarme) 13, 3. Jannick de Jong (Holland) 11, 4. Jeffrey Wortman (Holland) 11, 5. Enrico Janoschka (MSC Schwarme) 9. Wertung nach den Vorläufen, da Endlauf abgebrochen wurde.

B-Lizenz-Solo: 1. Tom Lamek (Hechthausen) 15, 2. Kai Dorenkamp (Lembruch) 13, 3. Mark Beishuizen (Mulmshorn) ...7. Sven Mannott (MSC Schwarme) 5, 11. Timo Bürkle (MSC Schwarme) 1.

A-Lizenz-Seitenwagen: 1. Matthijsen/Stellingwerf (Holland) 19, 2. Wehrle/Lehmann (D) 16, 3. Holstein/Auwema (Holland) 16.

B-Lizenz-Seitenwagen: 1. Eibl/Fiecker (Dietersburg) 13, 2. Teutenberg/Klaus (Verl) 13, 3. Motk/Burger (Oberschopfheim) 10 ...6. Till/Wessel (MSC Schwarme) 6.

Junioren A: 1. Tom Finger (Bad Zwischenahn) 9, 2. Melf Ketelsen (Jübeck) 6, 3. Calvin Richter (Minden) 6 ...7. Nick Haltermann (Weyhe) 1, 8. Fabian Stutzke (Wagenfeld) 0.

Junioren B: 1. Mika Meijer (Holland) 15, 2. Niels Oliver Wessel (MSC Schwarme), 3. Darell de Vries (Holland) 12 ...5. Fabien Neid (MSC Schwarme) 9 ...8. Kevin Lück (Wetschen) 6. Junioren C: 1. Lukas Fienhage (Lohne) 12, 2. Buddy Prijs (Marl) 9, 3. Onno Rykena (Osteel) 8 ...5. Maximilian Körber (Blender) 4.

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