Oberliga-Handballerinnen bei Titelfavorit VfL Stade chancenlos 

Phoenix wird eiskalt erwischt – 21:38

Frühe Auszeit schon nach dreieinhalb Minuten: Trainer Thomas Reinberg und die Oberliga-Frauen der HSG Phoenix standen in Stade auf verlorenem Posten. - Foto: Westermann

Stade - Schon nach dreieinhalb Minuten sah sich Thomas Reinberg zu einer ersten Auszeit gezwungen. Der Trainer von den Oberliga-Handballern der HSG Phoenix unterbrach, weil seine Mannschaft bei den Ausnahmespielerinnen des VfL Stade im Eiltempo mit 0:4 in Rückstand geraten war und geradewegs in ein Debakel zu laufen drohte. „Wir sind kalt erwischt worden, waren nervös und sehr angespannt“, sagte der Coach. Doch auch im weiteren Verlauf gab es bei dem hochfavorisierten Meisterschaftskandidaten nichts zu holen. Nach zuletzt drei Siegen in Folge zum Auftakt unterlag der Aufsteiger am Ende klar mit 21:38 (11:18).

„Stade ist kein Gegner, mit dem wir uns messen müssen. Die sind nicht unser Kaliber“, meinte Reinberg, „wir sollten das Spiel jetzt schnellstmöglich abhaken, daraus lernen und uns auf die anderen Aufgaben konzentrieren.“ Allerdings nervte den HSG-Coach schon ein wenig die Höhe der Niederlage. „Wir haben uns insgesamt 50 technische Fehler und Fehlwürfe geleistet“, monierte Reinberg, „außerdem fehlte uns in vielen Situationen der Mut abzuziehen, obwohl wir freistanden. Da haben wir Ball und Verantwortung zu oft abgegeben.“

Nach dem schnellen Vier-Tore-Rückstand fing sich Phoenix etwas und kam beim 5:7 (14.) und beim 6:8 (15.) zumindest bis auf zwei Treffer heran. „Da hatten wir eine recht gute Phase“, meinte Reinberg. Doch die verpuffte zu schnell, weil der VfL Stade einfach immer wieder zulegen konnte und vor allem über Tempogegenstöße gefährlich war. „Der Gegner hat 20 Tore über die zweite Welle gemacht. Das war heute Anschauungsunterricht in Sachen Tempohandball“, räumte Reinberg ein. So setzte sich der Gastgeber immer mehr ab und warf durch Rebecca Burandt (24:14/41.) erstmals einen Zehn-Tore-Vorsprung heraus. Damit war das Ding endgültig durch. Und den beiden HSG-Torfrauen Kristina Strauß und Mareike Landwehr war es zu verdanken, dass die Niederlage am Ende nicht noch höher ausfiel. „Sie haben einige 100-Prozentige gehalten“, lobte Reinberg seine Torhüterinnen. 

flü

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