Teile des Teams mit Training unzufrieden

Phoenix siegt weiter trotz Schweitzers Aus

Aussichtsreich in der Landesklasse, aber ausgestiegen: Christoph Schweitzer ist trotz seines Erfolgs nicht mehr Trainer der HSG Phoenix.
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Aussichtsreich in der Landesklasse, aber ausgestiegen: Christoph Schweitzer ist trotz seines Erfolgs nicht mehr Trainer der HSG Phoenix.

Twistringen – Der 27:18 (16:9)-Heimsieg der HSG Phoenix gegen den VfL Horneburg II war für die Zuschauer schön anzusehen, aber nicht ihr alleiniges Gesprächsthema. Im Fokus stand auch Dustin Ostwald, der die Landesklassen-Handballer nun trainiert – nach dem überraschenden Aus des bisherigen Chefcoaches Christoph Schweitzer und seines Co-Trainers Stefan Honscha.

Auch Co-Trainer Honscha geht

Beide waren offenbar an Teilen der Mannschaft gescheitert, die sich bei allem Erfolg des Tabellenzweiten ein weniger leistungsorientiertes Training gewünscht hatten. „Wir als Trainerteam haben uns daraufhin zwar auch hinterfragt, mussten aber feststellen, dass wir mit unserer Philosophie recht gut gefahren sind“, verdeutlichte Schweitzer: „Natürlich wollen die Jungs gewinnen und auch aufsteigen, im Training aber lieber öfter kicken oder Handball spielen.“ Allein damit seien Stärken aber nicht zu festigen und Schwächen nicht abzustellen gewesen. „Da gab es solche und solche Stimmen“, schilderte der 41-Jährige: „Viele waren mit unserem Trainingsaufbau auch zufrieden. Aber wir wollten hier eine spielfähige Mannschaft halten und nicht riskieren, dass der eine oder andere wegen uns abwandert.“

Die Folge: eine Mischung aus Rücktritt und Entlassung, „von beidem etwas“, wie es Schweitzer schmunzelnd formulierte. Doch er unterstrich, dass es bei der Trennung „kein böses Blut“ gegeben habe und das bisherige Trainer-Duo „im Guten“ gehe. Auch Phoenix-Sportvorstand Claus Becker lobte in einer Mitteilung „die geleistete Arbeit und das große Engagement“ der zwei Übungsleiter: „Wir sind Christoph Schweitzer und Stefan Honscha sehr dankbar. Der aktuelle Tabellenstand ist Ausdruck ihrer Leistung, jedoch darf diese Ausgangsposition nicht durch Differenzen zwischen Mannschaft und Trainerteam gefährdet werden“, so Becker weiter. Er hoffe, beide bald wieder als Zuschauer begrüßen zu dürfen, sie seien „weiterhin gern gesehene Gäste bei den Spielen der ersten Herren“.

27:18-Erfolg für Interimscoach Dustin Ostwald

Am Sonntag wollte Schweitzer das Ganze lieber noch ein bisschen sacken lassen: „Ich werde das Spiel heute Nachmittag am Live-Ticker verfolgen“, verriet der Ex-Coach.

Dabei sah er eine weitgehend ausgeglichene Anfangs-Viertelstunde, in der es sechsmal unentschieden stand. Danach setzten sich die Hausherren über 9:7 (19.) und 15:8 (29.) zum Halbzeitstand ab. Erstmals mit zehn Toren Vorsprung führte Ostwalds Team beim 19:9 (40.). Spätestens beim 25:13 (50.) stand der Sieg zum Trainer-Debüt für die HSG-Erste fest. „Die Jungs haben es mir aber auch leicht gemacht – das war eine überragende Mannschaftsleistung.“ Auch die Übergabe mit dem bisherigen Trainerteam unter der Woche „war top“, unterstrich der Coach, der zudem weiter die weibliche A-Jugend trainiert: „Alles ist sauber gelaufen.“

Sogar blitzsauber arbeitete die Deckung: „Unsere Abwehr war stark“, lobte Ostwald. Vorn erkannte er hingegen noch Luft nach oben: „In den ersten zehn Minuten hätten wir die todsicheren Chancen besser nutzen müssen, aber insgesamt war das ein guter Auftritt.“

Der Interimstrainer freut sich auf die neue Zusatzaufgabe – und den weiteren Weg als Coach der A-Jugend-Handballerinnen, die in der Landesliga aussichtsreich auf Platz zwei liegen.  

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