Neu-Coach Schweitzer moniert nach 27:29 gegen Daverden das Überzahlspiel

Phoenix scheitert an sich selbst

Rückkehrer: Christoph Schweitzer trainiert ab jetzt die Phoenix-Herren. Foto: SCHLICKMANN

Bassum - Von Felix Schlickmann. Das Debüt ging verloren, doch gänzlich unzufrieden war der neue Trainer trotzdem nicht: Rückkehrer Christoph Schweitzer, der zuletzt die Phoenix-Damen gecoacht hatte, sah gestern eine gute Handball-Mannschaft, die sich am Ende um den Lohn brachte. 27:29 (14:14) hieß es letztlich für die Phoenix-Herren gegen den TSV Daverden II. „Es ist schade“, meinte Schweitzer: „Es war ein Spiel, bei dem wir hintersagen müssen: Das hätten wir gewinnen können. Ab und an hat uns allerdings etwas die Kaltschäuzigkeit gefehlt.“

Und vor allem die Cleverness. Denn in einem offenen Spiel ließen die HSG-Akteure im Landesklassen-Heimspiel Überzahl-Situationen ungenutzt, kassierten mit einem Mann mehr auf der Platte insgesamt mehr Tore als sie warfen. „Das ist schon die gesamte Saison über nicht so gut“, weiß der Nachfolger von Sascha Drogt, genau dieses Problem will der Neu-Coach mit seinen Spielern in den kommenden beiden spielfreien Wochen angehen.

Gestern in Bassum erwischte die Schweitzer-Sieben den etwas schwächeren Start, kämpfte sich nach dem 3:6 (10.) aber heran. Alexander Hähnsen und Jonas Langnau verkürzten auf 5:6 (12.), spätestens durch das 12:12 von Mittelmann Niklas Rätzke (26.) war das Spiel wieder komplett offen – mit leichten Vorteilen für die Gastgeber, denn dank eines Treffers von Willi Dück (14:13) sah es nach einer Halbzeitführung aus. Doch Lennat Fettin glich per Kunst-Freiwurf mit bereits abgelaufener Uhr noch aus. „Das war ein schönes Tor“, erkannte Schweitzer an: „Den trifft er vielleicht einmal von zehn.“

Phoenix ließ sich davon jedoch nicht schocken, sammelte sich in der Kabine und spielte nach dem Wechsel stark auf. Zweimal Dück, Rätzke und Yannick Lankenau sorgten mit vier Toren am Stück für das 18:14 (37.). Doch dann fingen sich die Gäste wieder, glichen zunächst zum 19:19 aus (43.) und nutzten die häufiger werdenden Fehler der HSG zur 24:21-Führung (50.). Nach einer starken Phase der Gastgeber, die im 24:24 durch Torben Müller mündete, nahm Daverden-Coach Gerd Meyer eine Auszeit – und brachte sein Team damit wieder auf Kurs. Die Gäste gingen wieder in Führung und verteidigten diese souverän über die Zeit – 29:27.

„29 Gegentore zu Hause sind leider zu viel“, machte Schweitzer Schwächen in der Abwehrarbeit aus: „Aber es ist natürlich schwer, jetzt nach nur einer Trainingseinheit und einem Spiel, irgendetwas schon genauer zu analysieren.“ Trotz der Niederlage lobte er seine Mannschaft: „Man hat gesehen, dass die Jungs wollten und gekämpft haben. Das war definitiv kein schlechtes Spiel von uns.“

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