Phoenix-Absturz geht weiter

HSG gewinnt beim Relegationsturnier nur eine von vier Partien

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Lara Sänger hatte vorerst ihren letzten Auftritt im Phoenix-Trikot. Sie zieht es für mindestens ein halbes Jahr ins Ausland.

Hannoversch-Münden – Auch ihre allerletzte Chance konnten die Handballerinnen der HSG Phoenix am Sonntag nicht nutzen: Beim Relegationsturnier in Hannoversch-Münden um den Klassenerhalt in der Landesliga verloren sie drei ihrer vier Spiele und müssen nun in die Landesklasse absteigen.

„Es ist schade, dass wir uns nicht mehr retten konnten. Aber für uns bricht durch den Abstieg keine Welt zusammen“, betonte Trainer Christoph Schweitzer. „Über die gesamte Saison gesehen, war meine junge Mannschaft noch zu unerfahren, manchmal zu ungeduldig oder nervös. Die Mädels haben aber viele wertvolle Erfahrungen sammeln können. Daher bin ich überzeugt, dass wir in der Landesklasse eine gute Rolle spielen können.“

Damit die Phoenix-Damen hellwach ins Turnier starten konnten, reisten sie bereits am Vortag nach Hannoversch-Münden, checkten in der Jugendherberge ein und verbrachten den Abend zusammen. Ausgeruht ging es am nächsten Morgen sehr früh in die Halle. Hier standen vier Partien gegen die Zehntplatzierten der anderen Landesligisten an, die Spieldauer betrug jeweils zwei Mal 15 Minuten.

Erstes Spiel: HSG Phoenix - SV SW Osterfeine 13:16 (5:7): „Wir wollten gut ins Turnier starten, um direkt ein Ausrufezeichen zu setzen“, verriet Schweitzer. Das gelang, denn durch einen Dreierpack von Mareen Kunze ging die HSG mit 3:1 in Führung (6.). Doch danach häuften sich die technischen Fehler. So gerieten die Phoenix-Damen zur Pause mit 5:7 in Rückstand. Nach dem 8:9-Anschlusstreffer von Saskia Labbus gelang nicht mehr viel, die HSG ließ den Gegner auf 8:13 wegziehen (24.). Spannend wurde es noch einmal, als Nadine Berger, Carolin Abeln und Mareen Kunze zweieinhalb Minuten vor Schluss auf 12:14 verkürzten. Doch zwei weitere Gegentreffer besiegelten die Pleite.

Zweites Spiel: SV Schedetal Volkmarshausen - HSG Phoenix 15:10 (4:3): Gegen den Gastgeber kamen die Phoenix-Damen gut in die Partie. Die Abwehr stand, zudem wehrte Torfrau Laura Hoffmann fünf Tempogegenstöße ab. „Allerdings fehlte uns vorne die Durchschlagskraft“, monierte Schweitzer. Bis zur Pause konnte einzig Nadine Berger ein Feldtor erzielen, Amelie Hoffmann traf zweimal vom Siebenmeterpunkt. In der zweiten Halbzeit passte die Abstimmung in der Abwehr nicht mehr, die gegnerischen Rückraumschützen kamen zu einfach durch. So erhöhte sich der Rückstand auf drei, vier Tore. Diesen konnte die HSG nicht mehr minimieren.

Drittes Spiel: Hannoverscher SC II - HSG Phoenix 20:14 (12:5): Nach den zwei Pleiten war klar: Nur mit einem Sieg hätte die HSG noch Chancen auf den Klassenverbleib gehabt. „Dieser Druck hat uns gelähmt. Hinzu kam, dass Hannover das stärkste Team war. Sie haben alles sicher gewonnen“, musste der Trainer anerkennen. Bis zum 3:5 (8.) durch Lina Horstmann hielten seine Schützlinge Anschluss, doch dann eilte der Favorit auf 4:11 davon. „Durch den hohen Rückstand war der Ballast zur Pause weg, die Leichtigkeit kam wieder zurück. So haben wir in der zweiten Halbzeit mitgehalten und zumindest diese Hälfte knapp gewonnen“, betonte Schweitzer.

Viertes Spiel: HSG Phoenix - MTV Ashausen/Gehrden 13:11 (7:4): Den Schwung aus der zweiten Halbzeit gegen Hannover nahmen die Phoenix-Damen in ihr letztes Spiel mit. „Der Druck war weg. Die Mädels hatten Spaß und haben noch einmal gezeigt, was in ihnen steckt. Dieses Duell haben sie verdient gewonnen“, urteilte der Coach. Mit ihrem Treffer zum 13:11 machte Lena Ebken 18 Sekunden vor dem Abpfiff den Sieg perfekt.

Nach dem zweiten Abstieg in Serie wird sich das Team verändern. Torfrau Amelie Hoffmann geht zum Studium nach Köln, Lara Sänger zieht für mindestens ein halbes Jahr ins Ausland. Jana Beckmann hört aus beruflichen Gründen auf, zudem möchte Torfrau Mareike Landwehr nur noch als Stand-by-Spielerin zur Verfügung stehen. Aus der zweiten Mannschaft und der Jugend rücken einige auf, sodass Schweitzer für die neue Saison auf eine schlagkräftige Truppe hofft. 

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