Souveräner Sieg in der Heimat 

Philipp Fahrenholz gewinnt 24. swb-Silbersee-Triathlon

Start über die olympische Distanz , auf der zahlreiche Wertungen vorgenommen wurden. - Foto: el

Stuhr - Von Christiane Golenia. „Alles gut?“ Im Ziel des 24. swb-Silbersee-Triathlons war die an Philipp Fahrenholz gerichtete Frage eigentlich überflüssig. Natürlich ist alles bestens, wenn man wie er top in Form ist und „zu Hause“ dann einen hochüberlegenen Sieg feiert. Viele andere der rund 1 100 Teilnehmer brauchten im Ziel etwas länger, um sich zu erholen. Denn was die zahlreichen Zuschauer als angenehmen Sommertag genossen, bedeutete für die Athleten erschwerte Bedingungen.

Lennart Nasko hatte kaum den Zielbogen durchlaufen, schon wurde der Tri-Wolf vom Bremer Sport TV zum Interview gebeten. Wie es denn nun unterwegs gewesen sei, erklärte der Tri-Wolf mit wenigen Worten: „Im Wasser angenehm, auf dem Rad sehr windig und beim Lauf etwas heiß.“ Selbst die durchtrainierten Athleten des Regionalliga-Wettbewerbes, die das Wettkampfgeschehen über die olympische Distanz eröffneten, hatten am Ende mit der drückenden Schwüle zu kämpfen. Für Sieger Konstantin Becker waren es dagegen eher gesundheitliche Probleme in den Wochen vor dem Wettkampf, die ihn zu einem kontrollierten Rennen veranlassten. Dennoch: In 1:55:07 Stunden hielt der Wolfsburger, der 2014 in Bremen Polizei-Europameister geworden war, die Konkurrenz in Schach.

Gleiches gelang Philipp Fahrenholz im anschließenden Wettbewerb der offenen Wertung. Der Weyher brachte sich mit dem besten Split auf der 40-Kilometer-Radstrecke (57:48 Minuten) in Führung und baute den Vorsprung mit starken 36:38 Minuten beim finalen Lauf über zehn Kilometer weiter aus. Nach 1:57:18 Stunde musste er über fünf Minuten auf die von Fabian Schumann (TSR Olympia Wilhelmshaven) angeführte Konkurrenz warten. Damit scheint Fahrenholz die Generalprobe für die deutschen Meisterschaften in Immenstadt bestens gelungen.

Auf Platz 16 finishte Oliver Sebrantke, siehe gesonderter Bericht. Gemeinsam mit Björn Jüttner, Sebastian Miehlke, Lennart Nasko und Lutz Finster gab es für die Tri-Wölfe im Rahmen der Landesliga beim Heimrennen mit Platz 15 die bislang beste Saisonplatzierung. Die im Rahmen des Silbersee-Triathlons ausgetragenen Bremer Landesmeisterschaften entschieden Paul Moyaux (TCB Bremen) und Stephanie Blohme (Triathlöwinnen Bremen) für sich.

Die zahlreichen Wertungen auf der olympischen Distanz hatten eine entsprechend lange Siegerehrung zur Folge. Währenddessen waren längst die Athleten auf der Sprintdistanz unterwegs. Fast unbemerkt feierte der Vorjahreszweite Sven Kiene (Hannover 96, 1:00:28) den Gesamtsieg. Hinter Paul Senger (Aachen, 1:01:29) freute sich Tri-Wolf Mario Lawendel als Dritter (1:02:14) über einen letzten gelungenen Formtest für den Ironman Hamburg.

Mario Lawendel (LC Hansa Tri-Wölfe) belegte im Sprinttriathlon einen ausgezeichneten dritten Platz. - Foto: el

Bei den Frauen siegte die in Stuhr schon mehrfach erfolgreiche Hamburgerin Nina Rosenbladt. Etwas weniger leistungsorientiert, dafür aber oft mit großer Zuschauerunterstützung, feierten schließlich über 260 Starter ihr Finish im Volkstriathlon.

Für die Tri-Wölfe vom LC Hansa Stuhr, die die Veranstaltung einmal mehr dank zahlreicher Helfer ehrenamtlich organisiert hatten, gibt es nach der eigenen Veranstaltung nur wenig Verschnaufpausen. Schließlich ist Saison und der eigene Wettkampfkalender noch gut gefüllt, bis in ein paar Wochen die Vorbereitungen auf die Jubiläumsveranstaltung am 29. Juli 2018 beginnt.

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