Iman Bi Ria sichert Bremer SV das 1:0 gegen Brinkum / Offermann lobt sein Team

Das „Phantom“ hat wieder zugeschlagen

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Über weite Strecken sahen die Bremer Angreifer kein Land. Hier bringen die Brinkumer (v.l.) Steffen Röpke, Tom Witte und Inouss Boure Toure BSV-Angreifer Andreas Radke zur Strecke.

Brinkum - Von Gerd TöbelmannAls Iman Bi Ria vor sieben Jahren noch für Brinkum am Ball war, war er unter Trainer Frank Thinius eher unscheinbar, ja fast nur ein Mitläufer. Das hat sich gewaltig geändert. Der jetzt 29-jährige Stürmer ist die Bremen-Liga-Tormaschine schlechthin, erzielte beim 1:0 (0:0) gegen den Brinkumer SV scghon seinen 42. Saisontreffer.

Da gab’s auch Lob von Brinkums Coach Dennis Offermann, dessen Zukunft in Brinkum noch nicht geklärt ist: „Der Bi Ria ist das ganze Spiel über nicht zu sehen. Und dann bekommt er eine Chance und macht das Ding dann auch rein. Das zeichnet ihn aus.“ Bis zur 84. Minute war der Bremer Amateur-Fußballer des Jahres 2013 kaum zu sehen. Brinkums Innenverteidiger Tom Witte und Inouss Boure Toure hatten bis dahin einen guten Job gemacht. Aber dann: Nach feinem Doppelpass mit Ole Laabs (auch ein Ex-Brinkumer) tauchte Bi Ria frei vor Keeper Niklas Frank auf, behielt die Ruhe und schoss das Leder zum Tor des Tages ins rechte Eck.

Glückwünsche zur Meisterschaft wollte Trainer Klaus Gelsdorf (na klar, auch er war schon in Brinkum im Amt) bei 13 Punkten Vorsprung vor „Verfolger“ SG Aumund-Vegesack noch nicht annehmen: „Warten wir mal die nächsten drei Spiele ab. Dann sehen wir wohl klarer.“

Klarheit gibt es indes bei den Lizenzanträgen für die Regionalliga. Bis auf den Bremer SV haben alle anderen Bremen-Ligisten abgewunken, so dass der BSV (wenn er die Lizenz erhält) an der Regionalliga-Relegation teilnehmen wird. Brinkum hatte sich vor knapp einer Woche gegen das  Einreichen der Unterlagen entschieden (wir berichteten).

Das Match am Bremer Panzenberg ist schnell erzählt: Die Gastgeber bestimmten vor nur gut 100 Zuschauern das Geschehen – Brinkum setzte in erster Linie auf Absicherung. Dies allerdings klappte über weite Strecken des Spiels sehr gut. „Gegenüber der Leistung beim 1:3 gegen VfL 07 war das heute ein ganz anderes Brinkumer Team. Gerade in den Defensiv-Zweikämpfen haben wir uns sehr gut angestellt“, lobte Offermann seine Mannschaft. Dem Brinkumer Coach war aber natürlich nicht entgangen, „dass der Bremer SV ochverdient gewonnen hat und wohl schon bald Meister werden wird.“

Bis auf zwei Möglichkeiten durch Yannik Bender (77./aus 20 Metern drüber) und Tobias Cordes (80./Freistoß an den Pfosten) hatte Bremens Keeper Christian Ceglarek (und noch ein Ex-Brinkumer) wenig zu tun. Auf der anderen Seite musste Niklas Frank da schon viel wacher sein – und blieb fehlerlos. Nur beim Tor des Tages war er machtlos.

Indes ist Manager Frank Kunzendorf dabei, die Personalfragen für die kommende Saison zu lösen. Fest steht, dass Dennis Mertgen (Studium in Köln) dabei ab sofort kaum noch eine Rolle spielen wird.

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