13-jährige Twistringerin gewinnt beim Dressur-Bundeschampionat / „Das war der schönste Erfolg für mich“

Petermeier und Da Vinci – ein wahres Traumpaar

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Größter Triumph der Saison 2012: Vivien Lou Petermeier gewann auf Da Vinci das Bundeschampionat der fünfjährigen Dressurponys in Warendorf.

Twistringen - ÖVB-Dressurcup in Bremen, Nachwuchschampionat der Ponydressurreiter in Hannover und Bundeschampionat in Warendorf – ein Triple, von dem so manch ein junger Pferdesportler träumt.

Für Vivien Lou Petermeier waren dies die herausragenden Erfolge der vergangenen Saison, in der sie mit ihren vier Ponys gut 100 Siege und Platzierungen bis auf Bundesebene erreichte.

Davenport, Designer, Da Vinci und Don Dai Quiri – das sind natürlich nicht die angesagten Mode-Labels der Jugendlichen unter 16 Jahren. Das ist das Ponyquartett, mit dem die Twistringerin ihre herausragenden Leistungen im Dressurviereck vollbrachte, wobei der Sieg beim Bundeschampionat mit dem fünfjährigen Da Vinci natürlich eindeutig der wichtigste für sie war. „Das war der schönste Erfolg für mich“, bekennt die 13-jährige Petermeier, die für den RFV Diek-Bassum an den Start geht, „denn ich hatte mich mit Da Vinci ja nur für das kleine Finale qualifiziert, da wir in der ersten Wertungsprüfung nicht besonders gut waren.“ Nachdem das Paar aus dem kleinen Finale dann allerdings als Sieger hervorging, war der Weg für das große Finale wieder frei. Dort passte dann einfach alles, und Petermeier gewann nach einer unglaublichen Aufholjagd die Goldmedaille und die Championatsschärpe für den fünfjährigen Fuchshengst Da Vinci, womit dieser zum besten deutschen Dressurpony seiner Altersklasse wurde.

Die Liebe zu Pferden entdeckte Vivien schon sehr früh, und so gehörte das nur einen Meter große Shetlandpony Moritz zu ihren Spielgefährten, bevor sie in die Schule kam. Mit Elma machte sie dann erste Turniererfahrungen als Sechsjährige. Zahlreiche Schleifen und Pokale in den Einsteigerprüfungen ließen ihr reiterliches Talent bald erkennen. Gefördert wurde ihr Talent stets von ihrer Mutter Melanie, deren Begeisterung für den Reitsport ebenso groß ist wie die der Tochter. In jeder Saison krönten verschiedene Highlights die noch junge Karriere von Petermeier.

So gehörten zum Beispiel die Siege bei den Dressurpony-Championaten in Verden in den Jahren 2006 und 2007 ebenso dazu wie die Gewinne des Nachwuchs championats beim Landesturnier in Hannover 2011 und 2012 oder die Kreismeisterschaft 2011.

Der Trainingsstandort von Petermeier befindet sich in Sichtweite ihres Elternhauses in der Reithalle in Twistringen-Mörsen, wo sie von Ausbilder Andreas Homuth unterstützt wird. „Das ist total praktisch. Ich kann auch mit dem Fahrrad kommen“, weiß Petermeier den kurzen Weg zu schätzen: „Denn an den Wochenenden müssen wir ja häufig weite Strecken zu den Turnieren fahren oder zum Stützpunkttraining in die Landesreitschule nach Hoya.“ Das umfangreiche Sportprogramm wird bei Petermeiers hauptsächlich von Mutter Melanie organisiert, die natürlich darüber wacht, dass die Schule nicht zu kurz kommt und genügend Freizeit für Aktivitäten mit Freunden bleibt. „Besonders toll ist es aber, wenn ich mal schulfrei bekomme“, freut sich Petermeier, die die achte Klasse des Gymnasiums in Twistringen besucht, „denn auf großen Turnieren muss ich manchmal Freitags starten.“

In der kommenden Saison möchte sich die junge Reiterin weiter steigern und hofft, in Dressurprüfungen der Klasse M starten zu können. Der 12-jährige dunkelbraune Don Dai Quiri, der schon als Fohlen bei Familie Petermeier seinen Stall bezog, ist ihr Favorit für diese Aufgaben. „Wir üben schon häufig fliegende Galoppwechsel und Traversalen“, gibt sie einen Einblick ins Trainingsprogramm. „Und gerne würde ich auch an den Landesmeisterschaften teilnehmen.“ · ilk

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